Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 50 (1909)
- Issue
- Heft 25 (24.6.1909)
- Date
- 1909-06-24
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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- Mohel 2× ep/1006163
- Minsk 1× ep/1000754
- Odesa 1× ep/1000834
- Wrocław 1× ep/1002369
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Seite 10. Nr. 25 24. Juni 1909. (Landrat) teilnahm, spendete Herr Spediteur B. Freidberg, Inhaber der großen hiesigen SpeditlonHsicma Bernheim & Cie allein 5000 Rubel und seine hier weilende Schwester den Betrag von 1000 Rubel. Minsk, 21. Juni. Dem „Fraind" wird aus Minsk über eine gewaltige Feuersbrunst gemeldet, bei der vor wiegend die jüdische Bevölkerung in Mitleidenschaft ge zogen worden ist. vereinsmre«. Frankfurt a. M., 18. Juni. Im Monat Mai wurden in der Poliklinik de« Vereins Lemaan Zion in Jerusalem behandelt: 991 diverse Kranke, 1422 Augenkranke. An durch Genickstarre Erkrankten wurden 110 Impfungen ausgeführt. Die Apotheke verfertigte 1442 Rezepte. Seit dem 1. Juni hat der Chefarft der Augenklinik, Herr Dr. Erlanger, w ederum seine Tätigkeit be gönnen. Trotzdem seine Ankunft geheim gehalten war, mußte er bereits am ersten Tage U0 Behandlungen vornehmen und mehr als die doppelte Zahl u ußte an diesem Tage abgewiesen werden. Der Neubau bei der Klinik ist fertig gestellt und mit notwendigen Einrichtungsgegenständen gut versehen. Die Zisterne enthält genügend Wasser für 4 Monate bei einer voraussichtlichen Krankenzahl von 25 bis 30 internen und 2 bis 300 täglich ambulatorisch Behandelten. Es ist auch für gutes Wasser für spätere Zeit gesorgt. Alle Räume der Augenheilanstalt find frisch getüncht und gestrichen und die Wasserleitung wiederum in Stand gefetzt. Berlin, 20. Juni. Der Protest des Hilfsvereins gegen die Angriffe des Alhance lsraelite auf das Schulwerk des Pereins hat in d esen Blättern schon in der letzten Nummer Raum gefunden. Auch das zionistische Zentralkomitee hat eine Protestresolution gegen die den Zionismus denunzierenden Goldberger'schen Anwürfe in die Welt hinausgeschickt. Diese Resolution lag am letzten Donnerstag einer mehr als tausendköpsigen Protestversammlung, die die Berliner Zionistische Ortsgruppe in den großen Saal des Tiergartens einberufen hatte, zur Begutachtung vor. Herr Dr. Elias Auerbach begründete in einem eingehenden Referat die Abhaltung einer Protest- Versammlung gegen die Alliance. Er unterzog nicht nur den Bericht "des Herrn Geheimrat Goldberger, der zum Sprachrohr der Zentralleitung in Paris gedient habe, einer scharfen, aber doch sachlichen Kritft, sondern auch das Schulwerk der Alliance, das das größte Gewicht aus de s.anzösische Erziehung lege und das Hebräische pernachlässige. Er führte dagegen die Arbeit und Erfolge des Zionismus in Palästina an, ebenso diejenigen des Hilfsvereins und spricht zum Schluß die Hoffnung aus, daß die Leitung der Alliance sich aus sich besinnen 'ivcrde und das einheitliche Borgehen aller Organisationen in Palästina nicht nur stören, sondern tatkräftig fördern werde. M. A. Klausner, der Geschäftsführer der deutschen Konferenzgemeinschaft, suchte als erster Diskussionsredner die Alliance, sowie Herrn Geheimrat Goldberger, gegen alle Angriffe in Schutz zu nehmen und weist stolz daraus hin, daß allerdings die Alliance das Hebräische als nebensächlichen llnterrichtsgegenstand gegenüber dem Französischen betrachten müsse. Daß aber her Geist ein religiöser sei, der in den Schulen herrsche, das beweise der Bericht des Herrn Tr. Porges (8ic.). Dr. Heinrich Löwe, dessen leidenschaftliche Begeisterung ihm allerdings das objektive Betrachten der Sachlage unmöglich macht, antwortet unter stetig wachsender Erregung und oft von demonstrativem Beifall unterbrochen, Herrn Klausner. Und als er den Satz ausspricht, oaß der Zionismus mit Gegnern zusammenarbeiten könne und müsse, die moralisch höher stehen als die Herren der Alliance, ist die Siedehitze einer österreichischen Reichsratssitzung erreicht. Herr Klausner verschafft sich durch einen mächtigen Faustschlag auf de > Tisch für einen Moment Ruhe, unr dem Redner Worte zuzurusen, die sich der Wiedergabe entziehen, Rufe, in die die anderen Herren aus dem (befolge der Alliance mächtig mit einstimmten. Nur mit größter Anstrengung verschafft sich der Vorsitzende, Herr Dr. Gronemann, in dem entstehenden Tumulte Ruhe, um den Redner, sowie die Zwischenruser zur Ordnung zu rufen. Von diesen! Augenblick an bewegte sich die Diskussion naturgemäß nur noch in beit persönlich gehässigsten Bahnen, wobei dem Herrn Klausner eine tvcnig schöne Rolle zufiel. Aus den weiteren Verlaus näher emzngehen, ver lohnt sich bei der unsachlichen Behandlung der Materie nicht. Doch darf der gewissenhafte Berichterstatter nicht unerwähnt laßen, daß' sich außer Herrn Klausner, die Herren Berthold Feibel, Lazarus Barth, Dr. Hans Gideon Hevmann mit beincrkenswerten Ausführungen an der Diskussion beteiligten. Erst das Schlußwort des Herrn Dr. Auerbach, da - von der persönlichen Debatte, sowohl einheitlich als rednerisch angenehm abstach, brachte die Versammlung wieder auf ein parlamentarisches Niveau. Red ner zog aus den Verhandlungen - es war inzwischen lli4 Uhr geworden — das Resümee, daß es den Vertretern des A. I. 11. auch nicht in einem Punkte gelungen sei, die zionistischen Angriffe zu widerlegen. Die Resolution des Zentralkomitees wurde gegen einige Stimmen unter jubelndem Beifall angenommen. Noch sei erwähnt, daß Herr Klausner es sich nicht versagen konnte, in der Debatte auch seine Pfeile gegen die orthodoxen „Wächter" zu richten, die Herrn Dr. Porges einen iT21Z?J2 hätten mitgeben wollen. Er verst eg sich zu der kühnen Behauptung, daß selbst der orthodoxeste Rabbiner keinen anderen Bericht erstattet hätte, als Dr. Porges getan hat und meinte ironisch: „Bei der nächsten Inspektionsreise suchen wir uns den Schwärzesten, den es gibt." Als in der Debatte auf den bekannten Fast des Odessaer Ver- Der Israelit. trnttensmcmnes des A. I. It. hingewiesen wurde, der einen dem Hilfeverein gemeldeten Progrom aus Odessa dementierte, und sich später als Denunziant, als „die Geisel der russischen Juden" entpuppte, da erwiderte man, daß die Ausnahme nur die Regel bestätige und übersah, daß uns erst die jüngsten Ereignisie über die schändlichen Denunziationen Antebis Kunde gebracht haben, übersah daß Antebi noch in Amt und Würde sitzt. Cöln, 22. Juni. Am heutigen Tage fand die feierliche Einweihung des neuen Israelitischen Kinderheims LützvDstraße 37 statt. Dem unermüdlichen Borwärtsstreben und den Bemühungen 'der Vorsteherin genannter Anstalt, Frau Rabbiner Dr. Plato, erwiesen sich die bisherigen Räume in der Bayardsgaffe gar bald zu eng. Bedenkt man das vielseitige Ziel der Anstalt, die mit einer Kinderbewahrschule Suppenanstalt, Kinderhort, Kinder-Ashl, Haushaltungs- und Kochschule, Volksküche und Säuglingsheim verbindet, so wird man verstehen, zu welcher sozialen Notwendigkeit gerade dieses Haus tm Laufe einer verhältnismäßig kurzen Zeit werden mußte. Diese Erkenntnis ist besonders gepflegt und gefördert worden durch die bewundernswerte Art und Weise, wie Frau Dr. Plato das Verständnis für ihr Werk in allen Kreisen der jüdischen Gemeinde -- ach zu rufen verstanden hat. Wir werden in unserer nächsten Nummer auf die Einweihungsfeierlichkeiten und ans die mustergtlttgen Einrichtungen der Anstalt, die vielen Gemeinden zum Borbi'.de dienen könrten, in einem besonderen Bericht näher eingehen. Posen, 16. Juni. Sonntag nachmittag 2 Uhr fand im Sitzunassaale des Gemeindehauses eine Trauerfeier für Elias Rzescewski statt. Bczirksrabb. Dr. Mannes aus Schwabach war hierher gekommen, um die Gedenkrede für den Dabtngeschiedenen zu halten. Eingeleitet wurde die Feier durch eine kurze Ansprache von Herrn Solomon Pleßner. Rabbiner Dr. Mannes hielt an die zahlreich Erschienenen die eindrucksvolle Trauerrede. Der Verstorbene sei ein Mann von seltener Tatkraft und großen Geistes^aben gewesen. Sein Herz gehörte dem väterlichen Gl.üben, der jede Phase seines Lebens beherrschte. Er hatte für alle Wohltätigkcitszwecke offene Hand, übte die Mildtätigkeit im großen Umfangs er habe nach biblischen Gebräuchen den 10. Teil seines Einkommens für die Hilfsbedürftigen verwandt. Herr Ptneus Plctzner dankte namens der Versammlung Herrn Dr. Mannes und trug dann das El mole rachamim-Gebet vor. Pmonalien. Hamburg. 14. Juni. Eine über unsere Stadt hinaus weit bekannte Persönlichkeit war es, die wir vor einigen Tagen nach dem alten Hamburger 2^11- JV2 8U Ottensen, woselbst auch unser unvergeßlicher 2*1 seine letzte Ruhestätte gefunden, begleiteten. Herr Meyer Seligmann ist kurz vor seinem 70. Geburtstage “jmbrrQ 'S plötzlich infolge eines Herzschlages verschieden. Allgemeine Bestürzung herrschte, als man am Morgen die Trauerkunde vernahm. War er doch der erste Mohel in Hamburg, der seit Jahrzehnten selbstlos und mühevoll an mehreren tausend Kindern den BHÖ m2 vollzog, und alle Hamburger D^PHÖ sind' seine Schüler. Was er in den verschiedenen JVnsn geleistet und welchen Namen er sich erworben, das konnte man sehen an der zahllosen Menge von Menschen, die an der und rnnö teilnahmen. Lan:e vor Beginn der festgesetzten Stunde waren schon die Räume des Hauses überfüllt und das ganze Treppenhaus belagerc von Menschen, die dem bewährten Mann die letzte Ehre e weisen wollten. Trotz der frühen Morgenstunde und trotz der geschäftlichen Inanspruchnahme wollte niemand fehlen. Nach der nintD ergriff zuerst Herr Rabbiner Dr. Vobel das Wort, um im Namen der Hamburger Gemeinde dem Verblichenen für seine ihr geleisteten Dienste zu danken. Gleich dem Heere, das der Offiziere und der Soldaten bedürfe, um seiner Aufgabe gerecht zu werden, habe auch die Gemeinde jene Männer nötig, die des Rabbiners Pläne zur Ausführung bringen und getreu ihm zur Seite stehend, zur Verwirklichung seiner Ideen mithelfen. Ein solch treuer Gefährte des vor wenigen Wochen verstorbenen 2^ sei Mever Seligmann gewesen. Nach Herrn Dr Nobel sprach Herr Rabbiner Dr. Bamberg er aus Wandsbek — der Verstorbene wohnte bis vor 2 I hren in unserer Nachbargemeinde und bekleidete dort hohe städtische Ehrenämter — und nahm in sichtlicher Ergriffenheit Abschied. Anlehnend an das Midraschwort von den drei Namen entwarf der Redner ein treff liches Lebensbild des Mannes, der als echter Jehudt gelebt und gewirkt und stch weit über das Weichbild seines Wohnortes hinaus einen Namen erworben, der nicht allein ihm, sondern dem ganzen Judentum zur Ehre gereicht. Die Herzlichkeit und Innigkeit der dem Freunde gewidmeten Abschiedsworte verfehlten nicht auf die nach Hunderten zählenden Zuschauer einen gewaltigen Eindruck auszuüben. Nach ihm sprach Herr Mohel Salomon, ein würdiger Schüler und Nachfolger oes Dahingeschiedencn, den Dank aus namens der Mo' elim und Schüler, die Herr Seligmann für den heiligen Beruf herangebildet und erzogen, und versprach, durch die gleiche Hingebung und selbstlose Erfüllung dieses Amtes das Andenken an den Heimgegangenen zu ehren. Dann bewegte fich der Leichenzug nach Ottensen, woselbst Herr Klausrabbiner E. Ferkey, auch ein Schüler, und Herr S. Goldschmidt namens der Henry Jones-Loge einige Abschiedsworte sprachen. Dann wurden die sterblichen Reste der Erde zurückgegeben und schmerzlich bewegt verließen wir die Stätte, an welcher einer der Edelsten unserer Gemeinde ausruht. Möge sein UNS betstehn. .-DX3J1 L. Breslau, 1.8. Juni. Im Alter von 51 Jahre,! ist Herr Dr. c-iegmnnd Frankel, ordentlicher Pros, der semitischen Sprachen an der hiesigen Universität, eiirem längeren Leiden erlegen. Als der Sohn des Rabbiners in Nicolai am 17.'?lpril 1850 geboren, mütterlicherseits eiir Enkel des R. Elchanan Roscirsteitr, Rabbiners in Berlin, ist der Entschlafene den religiösen Traditionen des Elternhauses, wie in seiner Lebensführung, so auch in seinen wissenschaftlichen Arbeiten unwandelbar treu geblieben, Nachdem er in Breslau, Leiden, Leipzig und «traftburg orientalischen Studien obgelegen, habilitierte er sich i. I. 1881 an der hiesigen Universität, wurde i. I. 1885 zum außerordentlichen und i. I. 1893 zum ordentlichen Professor ernannt. Einer der gründlichsten zeitgenössischen Kenner der semitischen Jdioinc, hat er cknch alle Gebiete der hebräischen und araniüischen Sprachtvissenschaft :c. durch eine reiche Zahl von Arbeiten bereichert. Das Hauptwerk seines Lebens war das über „Die arainäischen Fremdwörter im Arabischen". Uebcrall erwies er sich als fein- und scharfsinniger, umfassend gebildeter Gelehrter, dessen Heimgang schwer vermißt werden wird. Die schlichte Bescheidenheit, die ihn auszeichnete, hat Prof. Fränkel ^durch die letztwillige Verfügung bewährt, daß bei seiner Beerdigung jeder Nachruf zu unterbleiben habe. N"23k3/1 Sprecdraal. Der Gemeindetag und die Verfassung der jüd. Religionsgemeinschaft in Preußen. (Schluß.) Auch der preußische Staat hat von jeher die Rabbiner als solche anerkannt. Auch Herr Makower muß dies wissen. Oder ist ihrn das Judengesetz vom 17,. April 1150 unbekannt, dessen £ 31 bestimmt, „sielen auch wegen der jüdischen Zeremonien und Kirchengebränche in der Synagoge selbst Streitigkeiten voitt sollen ^/lchc durch den Rabbi oder Bicerabbi und die Aeltestcn erörtert und abgetan werden."? Der Staat räumt hier den Rabbinern dieselbe Stellung ein, welche er den christlichen Geistlichen durch das Oiesetz vom 10. September 1873, £ 3 und § 8 einränmt. Die Stellung der Rabbiner wurde erst verschoben, als zu Anfang des vorigen Jahrhunderts — zunächst in Berlin — die resormatorischen Bestrebungen sich geltend machten. Eine günstige Gelegenheit benützend erklärte der Berliner Jndenälteste Gumpertz am 7. Dezember 1820 einem Regierungsbeainten zu Protokoll, daß den Rabbinern die'Stellung der christlichen Geistlichen nicht einzuräumen sei. Gumpertz war klug geling, dem Regierungsbeamten aus seine a u s - » rnckliche Fragezu erklären, daß er alle irr imstande sei, die gewünschte Anskniist zu erteilen und eine Zusammenberufilitg der übrigen Aeltesten nicht erforderlich sei! Tatsächlich wurde auch die Richtigkeit des Gnmpertz'schen Gutachtens sofort angefochten. Auch der Rechtsansicht des höchsten Landgerichts entsprach die Gnmpertz'scbe Ansicht nicht: er hielt in seiner Entscbeidnng daran fest, daß die Best'inmnngen des Jndenreglementn vorn Jahre 1750 bezüglich der Stellung der Rabbiner in den Gemeinden, sorveit sie nicht durch das Gesetz vom 11. März 1812 aufgehoben seien, zu Recht bestehe. Trotzdem wurde - die Gründe sollen hier weitere Erörterung nicht finden — das Gesetz vom 23. Juli 1847 erlassen, melches sich bezüglich der Stellung der Rabbiner auf den Gumpertz'schen Standpunkt stellt. In den neupreußischen Provinzen, ebenso wie in den süddeutschen Staaten, wird dem Rabbiner jene Stellung eingeräumt, die ihm Kraft seines Wissens und Amtes zukommt. . Wenn nun Herr Makower sich veranlaßt sieht, ans die Verhältnisse in Kissingen zu exempltzieren, so sehe ich inich hierdurch zu folgender Erklärung veranlaßt: Ich habe lediglich Eingriffe in meine „kirchliche Kompetenz" mit aller Entschiedenheit zurückgewiesen und habe dasjenige vertreten, das ich nach meiner Neberzengung nicht nur nach dem Religionsgesetze, sondern auch nach dem Jndenedikt von 1813 und nach der Ministerial-Entschl. vom 29. Jnni 1863 zu vertreten verpflichtet bin. Wenn hierdurch Konflikte entstanden sind, so traf die Verantwortung nicht mich, der ich ank dem Boden des Rechts mich bewegte, sondern dieienigen Herren, die gleich Herrn Makower dem Rabbiircr die ihm zustehendcn Rechte und Pflichten absprechen möchten. Ich habe hier in Kissingen genau denselben Standpunkt vertreten, den ich 14 Jahre hindurch auch als Rabbiner preußischer Svnagoqengemejnden pertreten habe. Diesen Standpunkt, daß in allen religiösen Fragen, wozu der Religionsunterricht in erster Reihe gehört, nur der Rabbiner maßgebend ist, sollte auch den Rabbiirern der .preußischen Shnagogengemeinden aesetzlich zuerkannt werden. Die meisten der Gemeindevertrelcr lind mit dem sübischen Schriittum nicht genügend vertraut, um selbst urteilen zu können, was religiös statthast oder nicht, und diese sollten daraus in richtiger Erkenntnis aus eigener Jniiigtive d»un Rabbiner die maßgebende Verwaltnng aller religiösen Fragen überantworten." Kissingen, Dr. S. Bamberger.