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Der Israelit · 1909-03-11 · Heft 10 (11.3.1909) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
50 (1909)
Issue
Heft 10 (11.3.1909)
Date
1909-03-11
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Sette 8 Nr. 10 Der Israelit. 11. März 1909 Wegen Raummangels mußte eine Reihe von Artikeln, darunter auch Einsendungen zur bayrischen Revtz fionsbewegnng bis zur nächsten Nummer zurückgestellt werden. £>. Grün seinen Abschied genommen und zwar auS Gesundheitsrücksichten. Die Direktion der Schule überreichte ihm einen silbernen Becher, den der Borfitzende, Prof. D. Simonsen ihm mit ehrenden Worten überreichte. Sofia, 1. März. Am hiesigen Orte bietet sich jetzt die sehr günstige Gelegenheit für ein jüb. Ehepaar oder eine alleinstehende Frau, durch Eröffnung einer rituellen Restauration, eine gute und sorgenfreie Existenz sich zu be- Sründen. Der frühere Inhaber deS rituellen Speisehauses, er ein wohlhabender Mann geworden ist, hat wegen Krankheit seiner Frau, sein Lokal vor einigen Wochen geschlossen. — Alle dteSbezügl. Anfragen find an Herrn Rabbiner Dr. Rosenwaüer dahier zu richten. New Bork, 1. März. Im Monat Januar find 3310 jüdische Einwohner in New Z)ork gegen 4889 im Januar 1908 gelandet. Es kamen aus Rußland 2235, aus Oesterreich 581, aus Ungarn 299, aus Rumänien 133, aus Deutschland 13, aus England 25 rc. Bon den Neueingtwanderten blieben 2417 in New Aork, während 893 fich nach anderen Plätzen t er Bereinigten Staaten begaben. - Ideen Frankfurt a. M., 10. März. Der Verein zur Versicherung gegen Stellenlosikeit j"QtP hält seine 10. ordentliche Hauptversammlung am Mittwoch, den 17. März, abends^« Uhr, im Lokale des Vereins „Mektor- Chajim", Schützenstratze 2 ab. Die Tagesordnung lautet: 1. Jahresbericht. 2. Bericht der Rechnungsprüfer. 3. Wahlen. 4. Antrag des Vorstandes auf Abänderung des Bereinsnamens in: Jüdischer Stellenvermittlungu. Versicherungs- Verein Frankfurt a. M.. 5. Antrag des Vorstandes aus Einreichung eines Gesuches an das Kaisers. Anfsichtsamt für Privatversicherung in Berlin auf Erteilung der Erlaubnis zum Geschäftsbetriebe für das deutsche Reich und Anerkennung als kleiner Verein im Sinne des § 53 des Bersicherungsauffichtsgefehes. 6. Antrag des Vorstandes auf Aenderung der von vorstehendem Antrag berührten Punkte der 'Satzungen. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung rechnet der Vorstand auf zahlreiches Erscheinen. Frankfurt a. M., 10. März. Der Verein zur Pflege jüdischer Lebensanschauung „Nachlaß Zwi" hielt seine diesjährige Purimfeier am vergangenen Montag-Abend im Saale des früheren „Kaufmännischen Vereins" in Form eines Herren Kommerses ab. In einer hunwrvollen, fein pointierten und nit schönen Wendungen reichen Rede begrüßte Herr Heinrich Eise m a n n die in stattlicher Anzahl anwesenden Kappenbrüder, woraus das Programm, mit echten Purinmumnlern versehen, einsetzte,. Da sahen wir zunächst den unvermeidlichen Chronisten in seiner Ehrfurcht gebietenden Patriarchengestalt, der aus einem dicken Buche heraus so manches autz der letzten Geschichte der Gemeinde und des Vereines las, das von der Versammlung mit begeistertem Jubel als „Gutbekanlltes" ausgenommen und begrüßt wurde. Herr Dr. B o n d i erfreute die Anwesenden, und besonders den jüngeren Flügel, der ihn sonst nur als ernsten Gelehrten zu hören Gelegenheit hat, mit einer würzigen Rede voll goldenen Humors und sprühenden Geistes. Zu den seltenen Darbietungen gehören vor allem die Gesangsvorträge eines Herrn Mncznik, der echt und unverfälscht in Ton und Sprache jüdischdeutsche Weisen aus seiner russisch-polnischen Heimat zu Gehör brachte. Sv mancher „Jargon"-Kenner und „Jargon"-Darsteller mußte sich angesichts dieser wirklichen Jargon-Darbietungen beschämt eingestehen, daß es nur ein Pfusch- und Machwerk ist, was hier oft unter der Marke „Jargon" geboten wird, und daß das wirkliche jüdischdeutsche Lied in seiner ganzen Eigenart und „Reinheit" nur da gesungen wird, wo es vom „schädlichem Einfluß" des Hochdeutschelt noch unberührt geblieben ist. Eine vorzügliche Nummer, besonders auch durch den frifcheir Humor ihrer jugendlicheit Darsteller, Zvar die der Roten Radler', als welche die Herren >sallh Michel und Martin Feist auftratell. Ein paar kleine Bühnen- Vorstellungen, in bellen sich als Dichter lind Darsteller zugleich Herr Leopold Oppenheimer ganz besonders auszeichnete, ernteten allgemeinen Beifall, auch bei denjenigen, die der Pllritllstimlllullg ganz inttc werden mußten, um sich nicht betroffen zu fühlen. Kouplets und humoristische Darbieturlgen, abgelöst von schönen, erfrischenden Chorliedern folgten auseinander und gestalteten den Abend zu einer echten, zwangiosell, jüdischeil Feier. Frattt fu t a. M., 10. März. Äln vergangenen Montag beendete Herr Oberlehrer Dr. Schüler im Iüd. Frauenverein seinen Vortragschklus über Ibsens Rosmersholm. Nach einer Darstellung von Ibsens Lebensgang und einer ausführlichen Inhaltsangabe von Ro.mersholm, die durch eine wirkungsvolle Wiedergabe einzelner Dialoge von Frau Rosa Oppenheimer uild Frau Tr. Marx noch lebendiger wurde, ging Herr Tr. Schüler dazu über, die einzelnerl Charaktere zu analysierell rmd die mannigfachen Probleme zu besprechen, die das Drania berührt. Der Redner verstand es ausgezeichiret, besonders Rebekkas und Rosmers Charaktere klar zu lnachen llnd Ibsens ideale Forderungen, die die sittliche Hebung des Menschen verlangen, auS Rosmersholm wie aus andern Werken herauszuschälen. Kurze Referate über „Brand", die „Stützen der Gesellschaft" und „John Gabriel Bockmailil" wurden von den Damen Schwarzschild, Aumann uild Ieidel erstattet, und trugen zum klaren Erfassen der grundlegenden von Ibsens Weltanschauung bei. JUingeu (Rgbz. Trier), 4. März. Herr Referendar Kahn aus Köln hielt am vergangenen in der hiesigen Ortsgruppe der „Freien Bereinigung für die Interessen des orthodoxen Judent u ni ö" einen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag über „Die Geschichte der Juden des letzten Jahrhunderts", sowie über Zweck und Ziele der genannten Vereinigung. Nachdem der Vorsitzende der hiesigen jüdischen Gemeinde, Herr Hermann Barth, die anwesenden Damen und Herren aufs Wärmste begrüßt hatte, ergriff der Herr Referent das Wort zu seinem Bortrage. Der Redner verstarkd es, in packender Weise ein Jahrhundert in der Geschichte der Juden und deS Judentums an deni geistigen Auge der Zuhörer vorüberziehen zu lassen. Streng wiffenschastlich und dabei populär und anmutig in der Form hielt der Vortrag das zahlreiche Publikum von An sang bis zu Ende gefesselt. Allgemeinen, begeisterten Beifall erntete der Redner mit seinem gediegenen Bortrage. In der sich anschließenden Diskussion kam nochmals die allgemeine Befriedigung und Dankbarkeit zum Ausdruck, mit der der Vortrag ausgenommen wurde. Viele neue Mit glieder wurden durch denselben denl Vereine gewonnen In später Abendstunde trennte man sich mit dem Bewußt sein, einige recht nützliche und vergnügte Stunden verbracht zu haben. 6. Biebrich a. Rh., 28. Febr. Am Sonntag, 21. Februar, feierte der „Israelitische Frauen Kranken-Berein" sein jährliches Stiftungsfest durch ein Festessen im Restaurant Deutsch „zu Wi sbaden". Die Borfitzende, Frau Reifenberg, konstatierte zur Freude aller Anwesenden, daß der Verein in den letzten Jahren an Zahl ziemlich gewachsen sei. Frau E. Marx brachte der Vorfitzenden für ihr rastloses Mühen um den Verein sowie auch besonders für das Zustandekommen des heutigen Festessens ein begeistert aufenommenes Hoch aus. Unter anregender Unterhaltung waren die schönen Stunden die sich bis gegen Mitternacht ausdehnten, schnell dahin und alle Mitglieder trennten fich voll des Lobes über das schöne Arrangement, sowie über die ausgezeichnete Küche, mit der sich Restaurateur Deutsch den Dank Aller stcheite. Wronke, 1. März. Auf Einladung dec Posener Ortsgruppe des Verbandes dec Sabbathfreunde fand hier am 28. ca. eine Versammlung statt, zu der als Delegierte der Posener Ortskruppe die Herren P. Pleßner und RzeszewSki erschienen waren. Herr Kantor Hirsch, der fich auch um daS Zustandekommen der Versammlung bemüht hatte, leitete die Versammlung und erteilte dem Herrn P. Pleßner das Wort. Herr P. Pleßner sprach über das Thema: „Was will der Verband der Sabbathfreunde?" Nach einer kurzen Diskussion meldeten sich 16 Mitglieder. Es ist noch ein weiterer Mitgl ederzuwachS zu erhoffen, so daß die Konstituierung einer Ortsgruppe wohl in nächster Zeit erfolgen wird. PreGburg, 1. März. Am Sonntag hielt der hiesig Veerein ,*65 NO22N unter Vorsitz des Herrn Elk an Mayer seine ordentliche Generalversammlung ab. Nach Vorlesung des Jahresberichtes wurde dem Präsidium sowie dem Ausschüsse einstimmig Decharge erteilt. Anläßlich des 10 jährigen BorstandSjubiläum der Herren Elkan Mayer und Julius Fischer wurde ans Antrag des Ausschußmitglieds Herrn N. Rosenblüh einer braven, hiesigen Braut ein größerer Betrag bewilligt. Hierauf wurden die Herren Elkan Mayer und Julius Fischer zu Vorstehern gewählt. Pmonalie«. Frankfurt a. M., 9. März. In den Vormittagsstunden des letzten p V hat die hiesige Gemeinde durch den Tod des Herrn Jacob L. Posen einen schweren Verlust erlitten. Wenn der Heimgegangene auch, besonders in den letzten Jahren, zurückgezogen von öffentlicher Tätigkeit, nur seinem Berufe zu leben schien, so war doch die Wirksamkeit, die er im Stillen entfaltete, nicht gering anzuschlagen, und wer ihm näher stand, wußte, wie er mit reger Anteilnahme und scharfem, klarem Urteil alles verfolgte, was die Oeffentlichketc anging, und wie er, ohne nach dem Ruhm zu streben, von weiteren Kreisen gewürdigt zu werden, für alle allgemeinen und jüdischen Interessen, und nicht am wenigsten für die Interessen seiner Gemeinde, in seiner Weise einzutreten bereit war. Ein Sohn des so früh verstorbenen Klausrabbiners Rabbi Eiieser Posen hatte er von seinem Vater die Bescheidenheit, die ktnllich heitere Lebensauffassung und die große, aus dem Herzen kommende und die Herzen gewinnende Freundlichkeil gegen die Menschen geerbt und hatte schon in jungen Jahren gezeigt, daß er als Jude in die Fußstapfen seiner Ahnm, die zu den^"^ gehörten, treten wollte. Früb durch den Tod seines Vaters y'Xj gezwungen, fich auf eigene Füße zu stellen, hatte er sich in riner Umgebung, in der man die aufrichtige nKT* die diesen Frankfurter Jüngling beseelte, gar nicht verstehen konnte und nicht selten scharf anfeindete, als ganz junger Mann in seiner ganzen jüdischen AeberzeugungStreue zu bewähren verstanden, und diese charakterfeste Frömmigkeit hat ihm in seinem ganzen Leven stets die lchtung und Anerkennung nicht nur seiner Gesinnungsgenossen, sondern auch im reichsten Maße der Kreise er worben, die auf ganz anderem Boden standen, und mit denen er durch seinen Beruf und durch die Vielseitigkeit, die ihn auszetchnete, in Berührung kam. Ein.überaus reiches allgemeines Wissen, das er durch Seivstftudium erworben hatte, und das feine Bescheidenheit fast ängstlich verbarg, verbunden mit einem feinen künstlerischen Empfinden und einer großen Arbeitsfreudigkett, ließen ihn ja nicht nur geeignet sein, in seinem Berufe Hervorragendes zu leisten und die Firma, die er klein mitbegründet hatte, zu einer in der Welt rühmlichst bekannten auS zugestalten, sondern sie bewirkten auch, daß er imstande war, der Neigung seines Herzens zu folgen und mit Rat und Tat allen denen betzustehen, die es von ihm begehrten und die in ihm einen Ratgeber fanden, der für daS pratttsche Leben einen rechten Blick hatte und, wo es nöttg war, auch mit seinem theoretischen Wissen zu dienen vermochte. Wie vielen er auf diese Weise, und natürlich auch mit ma'eriellen Opfern, eine Existenz zu verschaffen suchte und verschafft hat, ist kaum zu sagen. Dem vielbeschäftigten Kaufmann war keine Zeit zu kostbar, wenn eS galt, für einen Bruder, der seinen rOIP halten und nicht von np'jx leben wollte, einen Weg zn suchen, der ihm die Möglichkeit bot, für seinen Lebensunterhalt selbst zu sorgen. So stand er, obwohl nicht in der Oeffentltchkett wirkend, mitten im Leben, hatte Beziehungen nach allen Seiten zu vertreten, und immer war er dabet peinltchst bedacht, daß das flHST gewahrt wurde, wie sein Haus den Stempel eines echtjüdtschen trug, und wie er in der Erziehung seiner Kinder in erster Linie darauf ausgtng, dafür Sorge zu tragen, daß sie im Kampf und Genuß - des Lebens nie vergäßen, als oberstes Prinzip ihres Lebens die rniri zu betrachten, daß ihre Häuser einstmals sich würdig den altjüdischen Häusern ihrer Eltern und Ahnen anreihten. Mit 57 Jahren ist er schon aus der Welt geschieden, aber er hat in viel jüngerem Alter als sonst die Menschen zu wirken begonnen, und wenn Jahre nicht gezählt, sondern gewogen werden, so wiegt sein Leben schwer, und deshalb ist der Verlust, der unsere Gemeinde bettoffen, ein starker. Die allgemeine Trauer an dem Heimgang dieses echten Menschen und Juden'fand in einem außerordentlich großen Trauergefolge seinen Ausdruck, und wenn dieser Trauer am 2^12 sVIV nicht Worte verliehen werden konnte, so ist es, wie unsere sagen ,-D^rD *7SD3 *6tP 0*7*6 NL' sVD. n"32Uri- Dr. H. Hildesheimers Redakteur - Jubiläum. Berlin, 9. März. Zu einer ehrenvollen Kundgebung wohlverdienter Hochachtung und Verehrung gestaltete sich das Festmahl, welches aus Anlaß des sülisundzlvanzigjährigen Chefredakteur-Jubiläums des Herrn Dr. Hirsch Hildesheimer gestern Abend hier in Lewin's Burghotel stattsand. Ein Comitee der „ältesten Mitarbeiter" des Jubilars an der „Iüd. Presse", bestehend aus den Herren Prof.B e r l i n e r, Dr. Ed. B i b e ris e l d, Dr. Arthur Kahn und Albert K a tz, hatte sich in einem Zirkular an diejenigeri Männer, welche Berns und öffentliche Tätigkeit mit der „Presse" in Berührung bringt, gewendet und sie unter Hinwei * aus die unvergänglicheil Verdienste, welche Herr Dr. H. Hildesheimer sich um die Bekämpfung des Antisemitismus erworben, besonders aber auf die rastlose, aufopfernde und ersolggesegnete Tätigkeit, welche er aus klärend und zur Abwehr äusrufend überall entfaltet, wo die Schechitah durch Angriffe und Anwürse bedroht ist, zu einer Ehrung dieses Kämpfers mit der Feder an seinem Schriftsteller-Iubiläumstnge aufgefordert. Mit Rücksicht auf den allzubescheidenen Sinn des zu Feiernden war von einer Veranstalttmg in größerem Stile Abstand genommen und nur die allernächsten Kreise waren zur Teilnahme eingeladen lvorden. Ausnahmslos lauteten denn auch die Arltlvorten iu herzlichstem Toue uud freudig beistimmend und von allen Seiten wurde hervorgehoben, daß es geradezu eine Pflicht der Allgemeinheit sei, den Ehrentag Dr. H. Hildesheimer nicht unbeachtet borübergehen zu lassen. Es war denn auch eine kleine, aber gelvählte Versammlung, die sich gestern Abend zunr Festmahle zusammenfarrd. AIS Vorsitzender des Kommitees begrüßte Herr Dr. Ed. Biberfeld den Jubilar, die Seinigen und die Gäste und wies daraus hin, daß wieviele Jubiläen auch sonst begangen werden, es wohl daß erste Rial in der Geschichte geschehe, daß das Redakteurjubiläum eines jüdischen Blattes gefeiert werde. — Herr Dr. K a r p e l e s, der sich durch unanfechtbare Dokumente als Begründer und erster Redakteur der „Iüd. Presse" legitimierte, gab in humorvoller, geistreicher Rede einen kurzen Abschnitt der Geschichte des Blattes bis zürn Eintritt Hirsch Hildesheimers in die Redaktion uild rühmte die Entwicklung, die es seitdem genommen uüd die es vor allen den journalistischen Fähigkeiten, deni Arbeitsfleiß u«ld der Hingabe an den Dienst der öffentlichen Interessen, die seinen Chefredakteur in so hohem Maße ziere, dankte. — Herr Rabbiner Dr. Eschelbacher weihte sein Glas der des Gatten würdigen Frau des Jubilars, die in hohem Maße diejenige Opferwilligkeit allzeit betätige, welche die Inanspruchnahme ihres Mannes durch seine Arbeit im öffentlicherr Dienste ihr zumute. — Herr I. R o s e n b l ü t h überbrachte den Glückwunsch der Adaß Jisrael-Gemeinde; Herr S. Guggenheim unter Verlesung eines Telegramms der „Freien Bereinigung für die Interessen des orthodoxen Judenthums" deren „Segenswünsche für den bewährten Streiter",- Herr Dr. I. Kaftan (Berl. Tageblatt) feierte den versöhnlichen Sinn und die Gegensätze versöhnende Wirksamkeit des Jubilars- Herr Chefredakteur Dr. Landau (Börsencourier) brachte der jüdischen Frau ein Hoch aus- Herr Katz verlas einen wgrmempsundenen, schriftlichen Gruß des in der Ferlie weilenden Herrn Prof. Dr. Berliner- Herr Dr. K a h n die eingelaufenen Telegramme, darunter einen besonders herzlich gehaltenen

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