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Der Israelit · 1909-01-07 · Heft 1 (7.1.1909) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
50 (1909)
Issue
Heft 1 (7.1.1909)
Date
1909-01-07
Page
– (sequence 14)
Language
German
Belongs to
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Seite 14. Nr. 1. Der JSraeltt 7. Januar 1SVS die antisemitische Bewegung in der schärfsten Weise ausgesprochen, worüber damals die Zeitungen berichteten. Heinemann hatte sich bis zuletzt der grössten törperlrchen und geistigen Arische erfreut und ist nur einige Tage krank gewesen. Am 30. Dezember fand unter alls;erordentti3)er Beteiligung dir Beerdigung statt. Im Tranerhause gab der Lehrer P l; i l i p p der allgemeinen Trauer der Aamilie und der Eie mrindc Ausdruck in warm empfundenen Worten: der Landrabbiner Tr. Grone manu gab ein Bild der öffentlichen Wirksamkeit des Verstorbenen und hob in Anknüpfung an die Worte des Wochenabschnittes: „Ist zu finden gleich diesem ein Mann, auf dein göttlicher Geist min?" hervor, das; bei dem Verklärten m seltener Harinonie Klarheit und Schürfe des oleistes mir Tiefe und 'Innigkeit des Gemüts, praktischer Sinn und liohern Idealismus, Treue gegeir die allen Traditionen des Judentums mit Hingebung an die Be strebnngen der modernen Bildung der Kultur vereinigt geroesen seien. Zum Schlüsse rief der Sohn des Verstorbenen, der Rechtsanwalt H e i u e m a n n iir Llirrebnrg, namens der zahlreichen .uinder und Enkel lief empfundene Worte des Abschieds dem Heim gegai.geneic zu. In Marcus .Heinemann ist nicht blos; eine Zgerde seiner Gemeinde nno seiner Stadt, svn derik eine Zierde des Indentums zu (tzrabe getragen tvorden. Spreedraal. Geehrter Herr Redakteur! Gelegentlich einer Geschäftsreise mich hier aushaltend, werde ich auf eine Gewohnheit vieler Kollegen aufmerksam gemacht, die unseren jüdischen Geschäftsreisenden nicht zur Ehre gereicht. Ich wohne nnnlich hier in einem vorzüglichen jüdischen Hotel, welches da jYn&*2 anlangend, unter der Aufstcht des hiesigen orthodoxen Rabbiners steht. Die Besitzerin dieses Hotels gibt sich alle Muhe, ihre Gäste durch eine gute Küche, aufmerksame Bedienung sowie gut eingerichtete Zimmer zu befriedig n. Ich nahm an, das; daher auch stets grosie Illach frage nach Zimmern von seiten der Geschäftsreisenden vorliegt, höre aber zu meinem Erstaunen, daß dies durchaus nicht der Fall ist. Ich wurde vielmehr dahin aufgeklärt, daß unsere jvd. Geschäftsreisenden vielfach, wenn sie auch auf streng rituelles Speisen Gewicht legen, es "jcht iür'angebracht halten, durch das Wohnen in jüdischen Hotels diese zu unterstützen. Die gleiche . Er ahcung machte ich übrigens auch in Brüssel, wo das einzige Hotel, welches dort unter Aufstcht des orthodoxen Rabbiners steht sich steten Zuspruchs des reisenden nichtjüdischen deutschen Publikums erfreut, weil in verschiedenen deutschen Reisebüchern gut empfohlen nicht abervon seiten derjüdischenGeschä'tsreisenden. Es wird wohl anderen guten jud. Hotels ebenso wie den erwähnten ergehen. Wie oft hört man nun von klagen über mangelhafte Bedienung, mangelhaften Komfort in jüo. Hotels und dergl. mehr, man sollte aber daran denken, daß man selbst auf diese Weise die Leistungsfähigkeit derselben untergräbt, wenn m n die in dieser Hinsicht naheliegende Unterstützung ihnen entzieht. Wenn der orthodoxe oder wenigstens religiös-lebende ■»'■j'jj-p dort speist, so tut er dies doch wohl im eigenen Interesse, überdies sollte er nicht der großen Schwier gleiten vergessen, die ein jüdisches Restaurant zu überwinden hat und ganz beson ders in Erwägung ziehen, daß die Frequentier» g des Hotels in erster Linie erforderlich ist, um das ganze Unternehmen lelstungsfähig zu gestauen. Wir möchten daher mit diesen Zeilen den Herren Geschäftsreisenden die Anregung gegeben haoen, stets In formation sich zu verschaffen, ob man in der zu besuchenden Stavt nicht nur ein jüd. Restaurant, sondern auch ein gutes Hotel zu beziehen in der Lage ist. Geehrter Herr Redakteur! Bad Bertrich (das milde Karlsbad) in einem herrlichen Scttentale der Masel gelegen, ist alljährlich zn,r schönen Sommerzeit das Ziel zahlreicher Wanderer. Wenn schon die Eifel im Allgemeinen wegen ihrer wunderbaren Ralurschönheiten, wegen ihrer prachtvollen Wälder, wegen ihrer klaren, reinen Höhenillfl sehr viel bereist wird, so wirb Bertrich, die Perle der Eifel, noch dazu wegen seiner heißen -Quellen von Erholungsbedürftigen und Leidenden gerne ausgesucht. Tie Zahl der Kurfremden, die hier in den ozonreichen Wäldern ihre vorn Hasten und Jagen des Gr ißstadtlebens abgespannten Nerven stärken oder in den warmen Gewässern ihre Gesundheit wiedergewinnen wollen, war bisher schoil recht bedeuteno, dürste sich aber in Zukunft, da ein neues, prachtvolles Kurhaus im Bau begriffen und eine Bahnverbindung Mosel-Eifel projetteirt ist, noch sehr vermehren. Auch nusere Glanbensge»offen sind dort alljährlich recht zahlreich vertreten, doch tourde von denselben stets lebhaft bedauert, daß eilte rntielle Küche am Platze nicht existiert. Ein jüdisches Hotel oder Restaurant, welches vollständig tonkurrenzlos wäre, würde sich daselbst zweiesllos glänzend rentieren, da sich durch ein derartiges Unternehmen die Iregnenz der jüdischen Badegäste sicherlich noch um einen erheblichen Prozentsatz steigern dürfte. J. K. Geehrte Redaktion! Als ich im vorigen Jahre den Mangel eines -1272" Restaurants in Davos in Ihrem werten Blatte zur Sprache brachte, da konnte ich mich eines gewissen Vorwurfs gegen den „Verein zur Förderung ritueller Spei ehäuser in Hamburg" nicht enthalten. Umsomehr freue ich mich, daß dieser Mangel gerade durch die eifrigen Bemühungen und namhaften Opfer des genannten Hamburger Vereins so rasch behoben worden ist, daß ich den Tadel in Lob und Dank verwandeln muß. Der Verein hat in dieser relativ kurzen Zeithier in Davos ein Restaurant geschaffen, welches sowohl in bezug auf gute Verpflegung als auch auf fl'ntJD nichts zu wünschen üb ig läßt. Möchten unser: leidenden Glaubensgenossen, die im Winter das Hochgebirge aufsüchen müssen, von dieser wohltuenden Einrichtung segensreichen Gebrauch machen. Davos, 28. Dez 15)08. L. B. Briefkasten. C. F. in K Kann wegen Raummangels nicht erscheinen. Besten Dank. A. C?) Das Gedicht eignet sich für uns leider nicht. O. L. Solche Erklä-ungen führen erfahrungsgemäß zu Mißverständnissen und bleiben daher besser unv röffemlicht. Besten Tank! H. rli. in '4.4. Leider für uns unbrauchbar. Manuskripte folgen mit Dank zurück. Kantor R. in N. Sie können immerhin ein diesbezügliches Gesuch einreichen, dürfen sich aber keinen großen Erfolg versprechen. Bezüglich der anderen Frage sind uns die dortigen Berhältniffe zu wenig bekannt, um raten zu können. Hlb* Es würde zu weit führen, hier die Methode für die Zeitberechnung an,»geben, ein geeignetes Handbuch erhalten Sie in allen größeren jüdischen Buchhandlungen. I. M. Nur Artikel in deutscher Sprache kommen für uns in Betracht A. C. Eignet sich leider für uns nicht. Tr. A. N. Wollen Sie bitte näher bezeichnen, um was für ein Manuskript es sich bandelt. S. B. in I. Wie Sie sehen/ leider zu spät. D. W. in E. Wir haben leider für das Gedicht keine Verwendung. 4*. in R. Sie finden den gewünschten Rückblick in' der heutigen Nummer. K. L in G. Wir haben in einer früheren Nummer! bereits davon Notiz genommen. IG. in Kommt für Chanukah zu spät I Besten Dank! i I R. in ftr. Wenden Sie sich an das Rabbtnat j der aschkenafischen Gemeinde in Konstantinopel. I Uereinskalender. Jüdischer Frauenverein e. B. Am Montag, 11. Jan., abends 8% Uhr im Hörsaale der Jsr. Rel.- Gesellschaft, Schützenstr. 12: „Jüdische Gebete I. rTClS "lntPn/ Herr Jacob Rosenhetm. — Am Mittwoch, 13. Jan., abends 9 Uhr, in der Realschule der Jsr. Rel-Gesellschaft, Am Tiergarten: ..Lektüre und Erläuterung des Buches Hiob". Herr Dir. Dr. Lange. Berein Mekor-Chajim, Samstag, 9. Januar, Nachmittags 3% Uhr, chützenstr. 2, Mikro-Bortrag des. Herrn Markus Hirsch. Vereinigung zur Pflege jüdischer Lebensanschauung ]Y?nj- Mittwoch, 13. Januar 1909, abends 9 Uhr, im Vereinslokale Schützenstr. 2: Vortrag des Herrn A. Mannheimer-Dettelbach über „Der Zug der Volkstümlichkeit in Lehre und Leben des Judentums". — Samstag, 2. Jan., mittags 12*/* Uhr, tm Hörsaale der Synagoge Frtedberger Anlage: Lektüre der „Neunzehn Briefe" unter Leitung des Herrn Dr. I. H. Bondr. TamilieiinacbricMen. Geburten. H. Rothschild >Dornbergerliier, Tiergarten 22, eine Tochter. — Samuel Sv eher Abeles», Antwerren, eimn Sohn. — Leopold Birnl'anm (Kahn», Fürth i. B., eine Tochter. Verlebte: Mali Emanuel, Joseph Messing-er, Fulda-Zürich. — Hennv Schäffler, Jaaues Sann, Frankfurt a. M. - Antwerpen. — Eugenik Wolf, Dr. Bernhard H amburger, Straßburg i Els.-Breslau. Verstorbene: Jeanette Spiegel geb. Adler, hier, 84 Jahre. — Edith Rothschild, hier, l Jahr. — Kurt Stern, hier, 7 Jahre. Sabbat-Anfang u. Ausgang. ORT: Anfang Datu» AuSgan; Uhr!Min. 1909 5609 Uhr iMm. 9. Jan. 16. Tebeth Frankfurt a M 4 20 5 35 Berlin ... - 5 2« München . . 4 30 5 23 Straßchurg . 4 30 ö 35 Stuttgart. . 4 30 5 30 Polen . . . - 5 15 Nürnberg . . - 5 22 Hamburg. 5 35 Prag. . . A — L- 5 io. Tur inni unBranmau in tu ReaaKUon uient verantwortlich; insbesondere ist es ausschliesslich Sache der Leser, die im enthaltenen Empfehlungen ritueller Waren oder sonstige Angaben rellgionsgesetzllehen Charakters auf ihre Zuverlässigkeit zu prüfen. I pennt dirigö par international de domolseiles isr Dr. M. Ascher, Neuchätel (Sulsse) Situation magnifique — langnes modernes —education religieuse et individuelle — meiUeures references. (.11187 Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme. welche uns bei dem Hinscheiden unseres teueren unvergeßlichen Vaters, des Herrn M. S. Rubens jr. y'T von nah »nd fern zugegangen sind, sprechen wir hiermit unseren aufrichtigen Dank aus. 1117^2 . . , 1H. Tebeth '<9 Amsterdam, 6. Januar 19 9 A. Paerl-Rubens B. A. Paerl 8. M. Rubens R. Lehren-Rubens J. Lehren G. Rnbens Berlin W.y Acbenbachstr. 3. Wollmann’sches TöcMerpensional Schulunterricht u. Fortbildungskurse Marie Kutnewsky. (8814 •cpdi»«»!. WIESBADEN Pensionat and ködere Töcfitersdime von Hepmine Wollt. «Uf»ah«e vorn Zögltugern z« jeder Seit. Prospekte »rnd Ktftttmtn durch die Borßteherirn. (4540 ffSNkfUft S. kl., Löäsrdsrgwsss 30 Familionpensionat Ettlinger für junge Mädchen zur Fortbildung in allen wissenschaftlichen Fächern. Gründliche hiinSliche n. gesellschaftliche Ausbildung. (11223 soeben erschien in meinem Verlag: (11708 Randbemerkungen zum täglichen Gebetbuch (Siddur) von Prof. A. Berliner. Preis: drosch. M. 3.—, gebunden M. 4.— M. Poppelaner^ KnchHanviung^ Serlin. DüSeslielmer- WIÜOB A fl Eh! Rüöeshelmersfrasse 5 vT luöDÄIlull, sfrasse 9 — Israelitisches Töchter 'Pensionat — gegründet 1874. Geschwister Sohernhelm, Erste Referenzen. drttudllche wluuenRchaftliche und hhu«* licke Ausbildung. (9990)

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