Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 49 (1908)
- Issue
- Heft 50 (17.12.1908)
- Date
- 1908-12-17
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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£eitt 24 Le 2Ac«Lt. Der "iss bemerkt: "7 avs 222^1 1221z?1? I 22222 mp rrrwrmi'i 222 221 w2 2*222 mw ______ ____. . . __'• ' hkh* rxiju. cx •_1 c*r_._trut1 _' unann ^« rrrbw 212-cr 201 212'trt 22I2 tf’po •JTi'022 Wir erfahren hier: Wie der DvnpeMenst, so muß auch die Pflicht der 0222 2222 von den Priestern stehend verrichtet werden. Soll der Inhalt des Priestersegens, der das Materieste und Geistige in harmoMchem Zusammenwirken durch die Befolgung des götttichen Willens zu einer dauerhaften, beglückenden Vollendung verbindet, seine voste Verwirklichung finden, sollen alle Glieder deS jüdischen Volkes. materiell und geistig zufrieden und daher in vollem Maße glückselig sein, so daß nirgends eine Not, nirgends eine Trübung des glückliche^ Zustandes aller Bewohner des Landes zu vermuten ist, und dann müflen die Worte, welche diesen Segen zum Ausdrucke bringen, mit der ganzen Energie des Wollens und des Denkens von den Priestern gesprochen und von Israel vernommen und beherzigt werden. Der symbolische Ausdruck einer solch intensiven Energie ist aber überall die aufgerichtete Stellung. Einem solchen Bekenntnisse ist die Sühne sicher. Die Priester erflehen sie. Die Thora verheißt sie mit der Verpflichtung, .den Mörder, sobald er fich findet, zur Verantwortung zu Achen. Bis dahin ist jedenfalls .der Wert des Menschenlebensund der 202«ntdjt nur vor.jeder Verkümmerung bewahrt, sondern durch den Vorgang der geschilderten Handlungen gerade ins rechte Licht gesetzt. Als Pflicht eines jeden Juden ragt aus dem Ganzen die Fürsorge für das Leben der . Mitmenschen durch materielle (213110) und persönliche (2-1^) Hilfeleistung hervor! Kchren wir nun zu dem Midrasch zurück, mit welchem wir unsere Besprechung eingeleitet haben, so zeigt es sich, daß er auf denselben beiden Momenten aufgebaut ist, die den Kern der 2^2-Lehre bilden. 2'tt)«22' Kap. 37, B. 14, schildert die Thora den Abschied von 2pJ?' unbrjpv’ Sie berichtet darüber: 2,22entließ den aus dem Tale s!222. Wir glauben, hierin eine Andeutung dafür zu finden, daß 2,22' von *]D1f nicht etwa in der Stadt ]12 22 selbst Abschied nahm. Er geleitete ihn, wie es scheint, eine Strecke weit zur Stadt hinaus, das Tal hindurch, etwa so weit, als dieses noch den Namen der Stadt ]T2 *nn verdient, -1-2 Sc? 2212-2 22 bis zur Grenze des Weichbildes der Stadt. Ist Liese Deutung zulässig, dann hat 2,22ganz in dem Geiste gehandelt, den die Thora später in hüs Problem der 2'2 faßte und den 2222 0: -l"-L S2K maSn) mit den Worten wiedergibt: np-racS pB"|t2 *p«2 rnSS |-£rt2. Wie das jüdische Gericht die Befugnis hat, säumige 2,22X* Zahler zur Leistung ihrer Abgabe heranzuziehen, so steht ihm auch das Recht zu/ diejenigen, welche imstande sind, schutzbedürstige Wanderer aus ihrem Wege zu begleiten, zur Erfüllung dieser Wicht zu zwingen. So begleitete vielleicht 2,22', , wie erwähnt, seinen Sohn rpl-: 2-2*22? 2212-2 22 entsprechend der nachmalig festgelegten Halacha' 2T S87 .2212'2 22 2-öSnS 22.2. - Sinnreich schildert der 2-222 -2V2? Kap. 45, V 27 diese Begleitung. Er läßt «Dlzu 2,22' sprechen: Vater, begib dich doch nach Hause, ich künn allein wanderndoch 2,22' erwiderte, ich bin zu Deiner Begleitung verpflichtet. Wenn bann, «wie wir annehmen dürfen, 2,22' seinen Sohn über die weitreichende Bedeutung und die Einzelheiten dieser 21X0 unterrichtete, so hat er ihn in Wahrheit in die Lehre der n eingeführt und so die Abschiedsstunde mit einem überaus wichtigen, nachhaltigen Gespräche^ ausgefüllt. Der Midrasch spinnt diesen Gedanken weiter, indem er sagt: 2,21222 22C22~ 221« 2-StTnS "sS.2 «2« 2"« jfiJ-* schickte sich in jenem Augenblicke' ar^ die tiefgründige, oas 2lS«3 in 2-222. betreffende Vereinbarung Jan verwirklichen, die Gott mit dem herrlichen Manne (2.222«) getroffen, der in fron begraben lag. Die 2SD22.2 2222 ist ein Mustcrgrab aller Zeiten. Bedenkt man, daß selbst heute, in anderen Kreisen, die Toten oft schon nach 30 Jahren und früher aus ihrer Ruhe gerissen werden, so erkennt man den weiten Blick und die tiefe Empfindung Awrohoms, daß er schon damals seine Kraft und seinen Einfluß dafür aufwandte, seiner himgegangenen Gattin eine dauernde Ruhe zu sichern. Die Wichtigkeit der darin enthaltenen 21LO zeigt sich aufs deutlichste in der Tatsache, daß sie seit Jahrtausenden in unaufhörlicher Weise ihr eigenes 2121 schon hinieden erlebt, indem diese Grabstätte die schrecklichen Verwüstungen, von denen das Land so häufig heimgesucht worden ist, unversehrt überdauert hat. Hatte somit 2222« eine Gesinnung betättgt, die sich in das auf den Frieden der Toten geprägte Wort DlSt22 “jS fassen läßt, so war darin das weitere Prinzip im Keime enthalten, das in 2lSrS *]S feinen Ausdruck findet, dem lebenden Wanderer zu'einer friedlichen Erreichung seines Zieles zu verhelfen. Und diese 22S, die unser Problem der 2*2 als maflö bezeichnet, .finden wir bei 2,22' in pflichtbewußter Uebung. — Daß er aber gerade s)DT in dieselbe 'einführte, erscheint sehr begreiflich. War doch Rahel, Josefs Mutter, die einzige unserer Stammeltern, die nicht in der 2222 2SB2B2, sondern fernab, an der Seite einer Landstraße, ihr Grab gefunden. Wenn Josef sich daher wohl eher dazu angeregt fühlen mochte, seine Gedanken zu jener Landstraße hinaus schweifen zu lassen, so lenkte 2,22' feinen Geist auf die 2S&222 2220 um auch ih m das hehre Pflichtbewußtsein zu vererben, das der Großvater in der Anlage dieser Grabstätte bewiesen. In dem Geiste dieser *]D1' auf den Weg geleitenden Pflicht hatte sich 2,22' von ihm getrennt. Als die übrigen Söhne nun zu ihm heimkamen, wußten sie zwei besondere Taten Josefs zu erzählen. Zuerst hatte er ihnen 213110 mitgegeben. Die Tauroh hebt dies hervor, indem sie, wie sonst nur noch wenige Male, nicht einfach 22*, sondern *]22S 22S schreibt. (Kap. 45, V- 21) Ueberdies war er selbst im Sinne der 2*2-Lehre nur zu der Fürsorge verpflichtet, welche die Reise der Brüder nach Hause betraf. Den Proviant von J232 nach D-2S0 hatten sie ja eingekauft. Allein es lag f]DV daran, seinem Vater besonders noch die Wegzehrung für die Reise nach D'2Stt zu schicken (Vergl. B. 23), getreu der Lehre der 2*2 die er von ihm empfangen hatte. Die Wagen aber, dies er ihm sandte, scheinen das zweite Moment der 2"2-Lehre darzusteüen, die Begleitung. ,2222 hatte einfach angeordnet (Kap. 45, V. 19), die Brüder sollten irgend woher aus D-22CO Wagen für die Frauen und Kinder beschaffen. fr|DT* aber stellte die Wagen selbst und sandte sie in erster Linie seinem Vater 121« 2«B?S, durch sie wollte er ihm einen sichern Schutz angedeihen lassensie stellten die Begleitung d-r, welche er ihm auf der Reise widmen wollte. Diesem Zwecke entsprechend wählte er jedenfalls die Wagen aus, so daß sie mindestens denselben Zweck erfüllten, als wenn er persönlich als Reisebegleiter mitgewandert wäre. — ' So kam es, daß 2,22', nachdem chm seine Söhne die Bewandtnis der Wagen geschildert hatten, beim Anblicke derselben die feste Ueberzeugmig gewann, daß Joses noch lebte. — | CÖIfl Die Wagen spiegelten ihm den Inhalt der Belehrung wieder, welche er seinem Sohne in der Abschiedsstunde erteilt hatte. — Der Gesichtskreis erweitert fich noch, wenn wir bedenken, daß der 2TH0 das 2lSj ins _Nr. ,50. 17. I9W. Auge faßt, in das Josef bei der Trennung von seinem Bitter hinauszog. Gibt es doch keine» schutzbedürftigeren, gefahrvolleren Weg als den Zug ins Golus. Auf diesem Weg hatte 2p2' seinen Sohn so fürsorglich hinausgeleitet, indem er ihn mit einer Lehre ausstattete, die ihm überall eine edle Gesinnung helfend zur Seite stellte. Und nun war ja auch 2,22' im Begriffe, aus dem Lande (232 ins Gorus zu wandern und fand in dem Sohne die eigne Stütze wieder. Es ist bemerkenswert, daß wir bei dem Tode der Jsebel die beiden Momente unserer Besprechung vereinigt finden, indem ihr ganzer Körper 4 ein Fraß des Tieres wurde,. während ihre Handle und Füße unversehrt bliebenihre Hände, wttl sie mit ihnen 2,22S ausübte und ihre Füße, well sie sich an 202 2'lS beteiligte. — „Es wäre sicher eine lohnende Ausgabe einmal die Vorschriften über die 202 2-lS im Lichte des geschilderten. Gedankens zu betrachten, der die Begleitung zu einer sichern Ruhestätte darstellt. Werfen wir noch einen Blick auf unseren Midrasch, so finden wir unsere Stammväter in der freiwilligen Uebung hehrer Pflichten, welche die Tauroh später in bündige Formen faßte. Sie entnahmen die Anleitung dam aus den noachidischen Gesetzen und zeigten dadurch, daß diese die Grundlagen des ganzen menschlichen Lebens enthalten, daß sie ursprünglich vollständig ausreichten, dem Menschen alle Gedanken und Entschlüsse nahezulegen, deren er zu einer gottgefälligen Ausgestaltung des Lebens bedarf. Wie schon die ersten Menschen opferten, wie schon unsere Väter 28720 abgaben und auf diese Weise bezeugten, daß die Opfer und das 21220 ursprünglich auf einer menschlichen Empfindung beruhen, die später in der Tauroh zur Pflicht des Gesetzes wurde, so bildet auch den Kern von 2*2 ein-e rein menschliche Empfindung, die schon unsere Väter hegten und pflegten. Diese verdienen daher mit Recht das Loh unserer Weisen, daß sie in gottvergessenen Zeiten den Geist der noachidischen Gesetze aufrecht erhielten und deshalb die Träger der göttlichen Herrlichkeit auf Erden waren! .222202 (2 (2 212«2 Betomnfinadiung. niarvoth. wie alljährlich erinnern wir auch in diesem Jahre die oerehrlidien Mitglieder des Vereins für die jüdischen Interessen Rheinlands und des Vereins jur Wahrung der religiösen Interessen des Judentums in der Provinz Westfalen daran, daß sie nur solche niamts Haufen mögen, deren rituelle Verstellung seitens eines orthodoxen Rabbiners geroährleistet wird. Die unser vertrauen genießenden 0-02ir möchten wir hierauf noch besonders aufmerksam machen. im Mslero 566V. vr. wo». Recklinghausen, -V \ vr. Marx.