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Der Israelit · 1908-10-01 · Heft 40 (1.10.1908) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
49 (1908)
Issue
Heft 40 (1.10.1908)
Date
1908-10-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Nr. 40. 1. Oktober 1S0S Der JjSraettt. Seite 11 Dollendet und ist heute Mittag in höchst feierlicher Weise «ingeweiht und seiner Bestimmung Übergeben worden. DaS 'Werk lobt seinen Meister — daS kann man heute von dem prächtigen Bauwerk, daS eine neue Zierde der Stabt bildet, mit Fug und Recht sagen. Erst jetzt, too der Bauzaun gefallen ist, tritt der ebenso wuchtige und kompakte, wie geschmackvolle und . gefällige Bau in seiner ganzen Schönheit hervor. An der Seite nach der Solbaostraße find noch in letzter Sunde gefällige Blumen- und Pflanzenbeete angelegt, die mit Topfpflanzen, Zier- und Lorbeerbäumen geschmückt find und den Platz reizvoll eleben. Der Platz vor dem Haupteingang ist in einen. Lorbeerhain verwandelt und ringsum zieren den großen Synagogenplatz grüne Birken, die dem Ganzen treffliche Slimmung verleihen. Punkt einhalb eln Uhr begann der Zierliche Akt der Einweihung, zu dem auch Oberpräfident von Waldow und und. Regierungspräsident von Guenther erschienen waren. Die Herren wurden vom Synagogenvorstan ■> und dm Spitzen der Behörden am Haupteingang begrüßt. Maurer und Ztmmermeister Wettke' übergab hierauf mit entsprechenden Worten en Schlüffel des Gotteshauses dem Leiter des Baues, Stüdtbaurat Baumgarten; dieser überreichte ihn m t einer Ansprache dem Synagogenvorstand, Stadtrat Salvmonsohn, und letzterer händigte chn an den Rabbiner Dr. Kohn aus, der die Tempeltür unter Gebet unter Gebet und Segenssprüchen öffnete. Hierauf begal en sich die Ehrengäste, geleitet von den Repräsentanten, in feierlichem Zuge zu ihren Plätzen, während die Mufik Eine Hymne spielte. Den Gipfelpunkt der erhebenden Feier bildete die Weiherede des Rabbiners Dr. Kohn. An die Synagogen-Feier schloß stch um 3 Uhr in Weiß' Hotel ein Festessen. . Darmstadt, 20. Sept. Die israelitische Gemeinde Heusenstamm ist noch im Besitze eines Mehrwürdigen Friedhofs, der ursprünglich eine Schenkung des Gras:n von Schönborn war und auf einige Jahrhundert; zurückzuverfolgen ist. Biel Jahrhunderte war der Friedhof ein Tohuwabohu, dis endlich fromme Männer die Sache in die Hand nahmen uno für eine anständige Einfriedigung besorgt waren. Meyer Schwarzschud in Frankfurt, dessen Wiege einst in obiger Gemeinde stand, brachte es durch fleißige Sammlungen endlich dabin, daß eine große Umfassungsmauer gebaut werden konnte und ein allgemeines Denkmal errichtet wurde, wobei Herr Dr. Formstecher im Jahre 1857 die Weiherede hielt. Auch der hochselige Baron W. v. Rothschild leistete einen namhaften Zuschuß zu den Kosten und zur Unterhaltung dieser Mauer. Kitzingen, 20. September. Die vor 25 Jahren im maurischen Stile prachtvoll erbaute Synagoge wurde, wie wir bereits mitgeteilt, diner gründlichen Renovation unterworfen und während der Renovationsarbeiten der Gottesdienst regelmäßig in der kleineren sogenannten Wintersynagoge abgehalten. Vergangenen Freitag, den 18. September fand nun die Neueinweihung der von Herrn Malermeister Wittmann aufs Schönste renovierten .Synagoge statt.; Nach Beendigung des Nachmittaasgottesdienstcs, zu welchem die ganze Gemeinde versammelt war, erschienen die Herren Magiftratsrüte, sowie eine weitere Anzahl Ehrengäste, am Eingänge von der Kultusvorstandschaft empfangen und begrüßt, worauf um 6 Uhr der Fest akt begann. Derselbe wurde durch einen herrlichen Chorgesang eingeleitet, worauf Herr Rabbiner Adler .die Kanzel bestieg, um die Festpredigt zu halten. Seine vom Herzen kommenden und zu Herzen gehenden Worte machten auf alle Zuhörer einen tiefernsten, in steter Erinnerung bleibenden Eindruck. Nach abermaligen Gesängen, die in erhebender Weise vom Chore und dem Kantor, Herrn Bamberger, vorgetragen wurden, nahm der weihevolle Festakt mit dem Königsgebete sein Ende. Aur'ch, 23. September. Anstelle de8 am 1. Nov. aus dem Amte scheibenden Hauptlehrers Reuß wurde der bisherige 2. Lehrer. Benjamin Wolfs zum Hauptlehrer und Prediger der Hiesigen jüdischen Gememde gewählt. Altendorf in Ungarn, 25. September. Hier wohnt ein in dürftigen Verhältnissen lebendes jüdisches Ehepaar von selten hohem Älter. Der Gatte Hermann Unterberger ist 102, die Gattin 100 Jahre alt. Sie find miteinander seit 76 Jahren verheiratet. Die Zahl ihrer Kinder, Enkel rmd Urenkel beträgt etwa sechzig. Strastburg, 24. Sept. Die neu erbaute Leichenhalle auf dem jüdischen Friedhof in Hegenheim wurde am letzten Sonntag etngeweiht. Es wohnte der Feier ein zahlreiches Publikum bei. Konfistorialrat Bernheim (Mülhausen) eröffnete mit einer Ansprache die Feier, und sprach seine Befriedigung über die gelungene Ausführung des Baues aüs. Dr. med. Nordmänn aus Bafel gab einen kurzgefußten Ueverbltck über die Geschichte des fett 1873 existierenden israelitischen Friedhofes. Die Weiherede hielt Herr Rabbiner Dr. Schüler aus St. Ludwig. Bad» lassendorf, 20. Sept. Am Sonntag mittag wurde der Grundstein ge egt für bas israelitische Kinderheim für Westfalen und angrenzenden Bezirke. Die Kvstm des Baues find auf 7U0J0 Mk. veranschlagt. Das Heim soll im nächsten Sommer eröffnet werden. Das Heim wirb auf Anregung des Verbandes der Synagogen- Gemeinden Westfalens geschaffen. Es soll dazu dienen, solchen Kindern, denen eine Gelegenheit fehlt zum Aufenbyalt in frischer, freier Lust, ober die infolge von Krankheit Ueberanstrengung oder auch wohl nicht ganz ausreichender Ernährung Der Erholung und Stärkung bedürfen, den Aufenthalt auf dem Lande in gesunder Umgebung zu.ermbgllchm, damit fie dort Gesundung und Kräftigung finden. New»NvTck, 10. Sept. Die J&t Louis Times" erzäh len in ihrer Nummer vom 24. August d. Js. die folgende, wie besonders' betont wird, wahrheitsgetreue Mitteilung: „John Raffleson, ein Mann mit langem Barte und tun der sonne gebräuntem Gesichte, der Organisator der „Colony os Israel", einer Farmergemeinschaft russischer Juden in Nord-Wiscounsin, weilt gegenwärtig in der Stadt, um seine Glaubensgenossen lzu bewegen, daß sie die Kolonie mit Geld und Menschen fördern. Die „Colony of Israel" war der Traum Rafflesons seit 17 Jahren. Vorher war er Fabrikarbeiter. Ein Unfall zwang ihn, die schwere Arbeit aufzugeben und er wurde Peddler. ''Die Kolonie wurde im Mai gegründet und tvird vorläufig. von acht Frmilien bewohnt. .Sie liegt in der Nähe von Hawkins in der Grafschaft Rusk des Staates Wiscounsin. Die Nächstliegende größere'Stadt St. Paul ist 150 Meilen weit entfernt. Gegenwärtig ist die Kolonie mit der Aushohung der Gegend beschäftigt. Mit der eigentlichen Landwirtschaft soll im Herbste begonnen werden. Das Landgebiet wurde von den Kolonisten unter langfristigen Zahlungsbedingungen! erworben. Es besteht aus 920 Aecker zu 10 Dollar. Ueber die Kolonie äußert: sich ' Raffleson: Der russische Jude kann genau so einen guten Farmer ab geben, wie jeder andere. Es ist nicht gerecht, ihn immer als Peddler zu betrachten und ich möchte ihn nicht immer in der Stadt als Hilfsarbeiter in Fabriken oder in Schnitzbuden sehen. Es ist viel besser, in freier Luft zu leben, abgesehen davon, daß ein solches Leben auch erfolgreicher u nd erträgnisreicher ist. Hier ist er frei und unabhängig und fällt keiner Gemeinschaft zur Last. Für den Fall, daß einer unserer Leute in der Kolonie erkrankt, haben wir die ausdrücklich angnommene Bestimmung, daß die Andern ihm aushelfen müssen, bis er wieder hergestellt ist, und so arbeiten wir in Harmonie und Konflikte sind in allen Fällen ausge schlossen. Die Kolonie-Gemeinschaft ist im Begriffe, eine Kon sumentengenossenschaft ins Leben zu rufen, sich ihre eigenen Vorsteher mit einem Präsidenten, Bizeprä sidenten, Sekretär und Kassier zu wählen. Die' Häupter der einzelnen Familien bilden das Schiedsgericht, das über jeden Streitfall zu entscheiden hat. Die Kolonie hat sich verpflichtet, die jüdischen Gesetze ein zuhalten. Der Sabbarh wird als strenge unverletzbar? hochgehalten. Raffleson betonte besonders, daß er nur arbeitsame, ernste Menschen brauche. Müßiggänger ftnd Schmarotzer sind von der Kolonie ausgeschlossen. Sollte diese Kolonie von Erfolg begleitet sein, so kann sie als Vorläufer mehrerer anderer in demselben Land striche betrachtet oder eventuell weiter ausgedehnt werden, da in der Nachbarschaft Land genug zu günstigem Preise zu haben ist. ttg Vefundm war, wurde die beantragte Entlastung ausgesprochen. Der bisherige Vorstand und die beiden Rechnungsprüfer wurden wtedergewählt. verelarvrre«. Breslau, 17. September. Die „Israelitische Kranken Verpflegungsanstalt" zu Breslau hatte im Jahre 1907 in der medizinischen Abtellung 922 Pattenten. In der medizinischen Polykltnik wurden 2034 Patienten ambulant beandelt. In der chirurgischen Abtellung wurden 566, in der chirurdischen Polykltnik 1040, auf der gynäkologischen Statton 164, auf der Station für Augenkrame 94 Patienten behandelt. Unter den Patienten aller Abtellungen waren sämtliche Bekenntnisie vertreten. Währen des Jahres 1907 wurde ein Lehrkursus der Schwestern des jüdischen Schwestornhetms beendet und ein neuer eröffnetdas Examen legten vier Schwestern ab. Neu emgerichtet wurde etnLedrmrsuS für Wärterinnen, um aus dem UMerpersonal ein geeignetes Wärterinnenpersonal für das Krankenhaus heranzubtlden. Beutkeu, 18. Sept. Inder Sitzung des „BerbandeS der Rabbiner Oberschlestens", die am 13. ds. im hiestgen jüdischen Gemeindehause stattfand, wurde der bisherige Borstand < Rabbiner Dr. Kohn- Kattowitz und Rabbiner Dr.Münz- Gleiwitz), wiedergewählt. Auf der Tagesordnung stanven verschiedene Fragen, die GtanbeStntereffen betrafen. Zunächst wurde ein eingehender Bericht erstattet über die letzte Sitzung des ZentralauSschufles des allgemeinen deutschen RabbinerverbandeS in Berlin. Hierauf wurde eingehend der Organisationsentwurf für die preußischen Juden behandelt. Einen besonders breiten Raum nahmen die Berrchte ein über die seitens der oberfchlestschen Rabbiner geübte Revision des Religionsunterrichts in den jüdischen Gemeinden des Regierungsbezirkes Oppeln und über die darüber mtt dem oberfchlestschen Synagogen- Semetnde - Verbände geführten Verhandlungen. Zehn tabbiner nahmen an der Sitzung teil. Dilsit, 25. Sept. Der Verein für jüdische Geschichte und Literatur hielt gestern im Sitzungszimmer deS neuen BetfaleS feine diesjährige Mitgliederversammlung ab. Der Boefitzende, Herr Rabbiner Dr. Ehrlich, gab den Geschäftsbericht. Nach demselben zählt der Verein gegenwärtig 93 Mitglieder. Während deS verflogenen Winterhalbjahres fanden acht Borträge statt. Nach den Satzungen sollten in Zwischenräumen von je 14 Tagen Sitzungen srattfinden, und zwar abwechselnd ein BortragS- und ein DtSkuffionsaVend, doch ließ sich das aus mehreren Gründen nicht durchführen. Eine Reibe auswärtiger Redner ist fül das bevorstehende Wintersemester bereit« gewonnen. Der Schatzmeister, Kaufmann Moritz Glaß, gab den Kassenbericht. Da die Jahresrechnung revidiert und rich- PmotaiitR. Berlin, 25. Sept. Hier starb am 32. September Sanitätsrat Dr. Salomon Reumann im Alter von 81 Jahren. Der Verstorbene war einer der hervorragendsten Männer Berlins und stand an der Spitze vieler jüdisch philantroptschen- und Gemetndeinstitutionen. Er war auch Mitglied des Zentralkomitees und Ehrenvorsitzender der Deutschen Ko nferenzgem ein schuft der Alliance Jsraölite Universelle. Auch im vffenttich politischen Leben nahm er eine bedeutende Stolle rin. An seiner Bahre, der Lausende folgten, hielt Herr Rabbiner Dr. Cschelbacher die Trauerrede, in welcher er das Leben und Wirken deS Dahingegangenen würdigte. Kitzingen, 14. Sept. Eine kleine aber dafür um f4 erhebender Feier war es, die am Sonntag, 13'. d. M. stattfand. Herr Distriktsrabbiner Adler blickt nunmehr aus eine 40jährige Amtstättgkeit in einem und demselben Wirkungskreise zurück. In seinem bescheidenen Wesen lehnte derselbe all die ihm seitens deS Distrikts und der hiesigen Kreisgemeinde zugedachten größeren Ehrungen ab, weshalb auch dieser denkwürdige Tag einem größeren Kreise unbekannt blieb. Doch sollte oas 40jährige Amtsjnbiläum des in allen Schichten der Bevölkerung und bei allen Konfessionen ob seiner Freundlichkeit und Friedensliebe beliebte» Herrn Rabbiners nicht ganz klanglos vorübergehem, Um 10 Uhr versammelte sich das Kollegium der israelitische» Gemeinde unter. Führung der beiden Kultusvorstände, mehrerer Vorstände de? Distriktsgemeinoem die Lehrer dieser Gemeinden, an deren Spitze Herr Lehrer und Kantor Bamberger, sowie .die Vorstände und Deputterten der beiden religiösen und Wohl* tätigkeitsvereine und betraten gemeinsam die festlich und sinnreich geschmückten Räume des Herrn Jubilars, von demselben und seiner verehrten Sattln auf das Freundlichste empfangen. Der erste Kultusvorsteher, Herr Benj. Stern, ergriff zuerst das Wort, um dem Herrn Rabbmer für seine 40jährige segensreiche Tätigkeit und seine große anerkannte Friedensliebe den Dank und die herzlichsten Glückwünsche im Namen der Gemeinde darzubringen, seine eigene» Wünsche daran anreihend. Im Namen der Distriktsgemernden gratulierte hieraus Herr Kultusvorstanv Weinberg-Marktbreit und im Namen des Wohltätigkeits- und des Bestattungs-Vereins die Herren Sigmund Stern und Nathan Gerft. Zum Schlüsse ergriff Herr Lehrer Bamberger das Wort, um im Namen der Lehrer für die große Fürsorge des Herrn Rabbiners für die Religionsschule und für die' Lehrer zu danken, besonders das gute Einvernehmen zwischen Rabbiner und Lehrer hervorhebend. Herr Lehrer Bamberger gedachte auch der Jubilarin, die stets für das . körperliche Wohl ihres Gatten bedacht war und die es sich nicht nehmen ließ, denselben in den letzte«! Jahren auf seinen.Dienstreisen stets zu begleiten. Sämtliche Redner überreichten im Namen ihrer Auftraggeber wertvolle und sinnreiche Ehrengaben. Während des ganzen Tages liefen noch seitens vieler Privatleute Glückwünsche, begleitet von Ehrengaben und Blumenschmuck eip. Sichtlich ergriffen und gerührt von all den ihm zugedachten Ehrungen nahm nun der Herr Jubilar selbst das Wort, um den Erschienenen seinen Dank auszusprechen. Seine tiefempfundene Rede machte auf alle Zuhörer einen erhebenden Eindruck und ein jeder verließ die gastlichen Räume mit dem Wunsche, daß in weiteren 10 Jahren Herr Rabbiner Adler fein fünfzigjähriges Amtsjubiläum in gleicher Rüstigkeit begehen möge. Auch der Herr Büi> germeister Grass nebst mehrerer« Herren deS Magistrats und der Stadtverordneten haben vecföaüch dem Herrn Rabbiner ihre Glückwünsche dargebrächtr ebenso Herr Regierungsrat Ruck, fowie Herr Rektor Kern in sehr schmeichelhaft gehaltenen Schreiben. .Gewiß ein schönes Zeichen der hier herrschenden Tolerantz, und der Beliebtheit des Herrn Rabbiners. A. 8. Hohewa za, 25. September. Dem Rabbiner Dr. Kohn in Hohenfalza ist der Rote Adlerorden vierter Klaffe verliehen worden aus Anlaß der dort stattgefundenen Einweihung der neuerbauten Synagoge. Cannstatt, 21. Sept. Bei der gestern erfolgte» Wahl eines Nachfolgers für den bisherigen langjährigen Lehrer an der hiestgen israelttischen Gemeinde, Herrn Metzger, der vor einigen Wochen in den Ruhestand getreten ist, wurde mit 55 von 75 abgegebenen Stimmen Herr Lehrer Adler aus Stuttgart gewählr. Hoppstätteu i. Btrkenfelo, 17. Sept. Dem Lehrer an der israeittischen Volksschule, Herrn F. Eppstein, wurde aus Snlaß feiner Penstonierung von Sr. König!. Hoheit dem Großherzog von Oldenburg das Shrenkreuz 1. Klaffe verliehen. Herr Eppstein wird am 5 Oktober 70 Jahre alt und hat fast 50 Jahre im Schuldienste gestanden. Postyeu, 21. Sept. Am Sonntag, den 30. d. M., wurde Frau Witwe Abraham Stern geb. Blau, Präsidentin des Postyener israelitischen Fraurn-WühltätigkeitSvereinS, im Alter von 65 Jahren zu Grabe getragen. In Frau Stern ist eine Jüdin alten Schlages dahtnaegangen. Sie entstammte einer der angesehensten Familien und waren ihr die echt jüdischen Tugenden einer wahren „ElscheS chatl* eigen. Ihre Treue war mufterglltig und ihre Aufopferung für thre Famile kannt

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