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Der Israelit · 1908-06-18 · Heft 25 (18.6.1908) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
49 (1908)
Issue
Heft 25 (18.6.1908)
Date
1908-06-18
Page
– (sequence 14)
Language
German
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ss?”- <• ' . >' - . ‘ Sette 14, «r.I26. _ ter war ihm einst sehr, zugetan und wenn sie sich an seinem Wohnort aufhält, zweifle ich nicht, daß sie ihn aussuchen wird. Dem werde ich durch meinen Buchhalter dasselbe schreiben lassen. Sie werden sehen, das wird Erfolg haben. Aber Sie müßten den betreffenden Postämtern auch schreibe): lassen, daß sie für die erwähnte Mitteilung an Frau Gotthold eine nicht unbedeutende Belohnung aussetzen." „Das ist eine originelle Idee", sagte Gotthold, „aber sie leuchtet mir ein. Doch auf raschen Erfolg dürfen wir nicht hoffen, dieser Brief ist vor drei Monaten geschrieben. Wann nun unsere Briefe an die betreffenden Orte gelangen werden, wann Edwin dorthin kommen wird, wer kann das wissen?" „Wir müssen uns eben in Geduld lasset'., Hauptsache ist, daß wir doch jetzt gewissermaßen in Fühlung mit ihm stehe::. Und Sie werden sehen, unser Edwin ist brav und bleibt brav und wird sich weder von seiner Mutter noch von sonst irgend jemand verleiten lassen." „Das gebe der Himmel!" -i- * * Geduld war ihnen tu der Tat vonnöten. Gleich am folgenden Tage hatte:: sie alle Hebel in Bewegung gesetzt, das Vereinbarte in Aus führung zu bringen. Schröder hatte eigenhändig dem englischen Detektiv geschrieben und denselben über alles an kait gesetzt und persönlich hatte er seinem langjährigen Buchhalter den Brief an seinen Neffen diküert, in dem er denselben von seinem eigene:: Tode m Kenntnis setzte und __ , Der JSraelit._' ' die Bemerkung hinzufügte, daß die Behörde die foforttge Heimkunst seiner Tochter wünsche, und Gotthold hätte der Verabredung entsprechend, an sämtliche Postämter der von Edwin genannte:: Orte geschrieben und hatte die Bitte hinzugefügt, ih:::t elegraphische Mitteilung zu machen, sobald der betreffende junge Mann den an ihn adressierten Brief in Empfang genommen haben werde — ihm telegraphische Mitteilung zu machen, sobald Doch Woche auf Woche verging, Monat reihte sich an Monat, von Edwin kam keine Nachricht und über ihn gleichfalls keine. Der alte Schröder, der in der ersten Zeit nach den: Anlangen von. Edwins Brief in Wirklichkeit frischer geworden-war, fiel zusthends zusammen, Gotthold ward von Tag zu Tag düste-, rer, dem: ein volles Jahr war bereits verstrichen, seit sie wiederum vollständig ohne Nachricht von Edwin waren. Wieder war es Winter, wieder trieb der heulende Sturmwind die herniederfallenden Schneeflocken in wildem Reigen durch die Straßen, als Gotthold eines Tages zu ungewohnter Stunde in das Zimmer seiner Frau trat. „Wie siehst du aus?" rief sie ihm entgegen, ' „du bist ja über und über mit Schnee bedeckt." „Ach verzeih!" entgegnete er, den mit Schnee bedeckten Ueberrock abiverfend, „in der Eile, dir die frohe Nachricht zu bringen, habe ich vergessen, :nich draußen abzuschütteln. Denke dir, Edwin ist auf der Heimreise." „Edwin?" ries sie aufspringend, „woher weißt du das?" WWMMMMWWWWMMWWM 18. Jmü ISvst „Durch Dieses Telegramm des Postamtes in Capstadt. Frau Gotthold und Sohn haben heute die Heimreise angetreten." . „Gott sei Dank! Nun können wir dochjhoffen, ihn bald wieder hier zu haben. Gotthold zuckte die Achseln. „Es ist ein weiter Weg von Capstadt bis hierher, und dann kommt es darauf an, mit was für einen: Schiff sie fahren, ob es ein Schnelldampfer ist und ob und wie oft und wie lange er unterwegs Station macht. Die Depesche ist gestern aufgegeben, Schröder wird sich daher erkundigen lassen, welches Schiff gestern von Capstadt nach Europa abgegängen, dann hofft er erfahr«: zu können, wann und wo dasselbe erwartet wird. Auf einige Tage läßt sich das selbstverständlich nicht im vorhinein berechnen." Wieder war eine Reihe von Wochen vergangen, in der kommenden wurde das betreffende Schiff erwartet, Schröder und die Familie Gotthold befanden sich in begreiflicher Spannung und endlich kam die heißersehnte Nachricht. Der Telegraphenbote brachte dieselbe an einem Sonntag Vormittag, die Depesche lautete: „Ankommen Abends sieben Uhr fünfzehn.^ Edwin." Laut jubelnd sprang Clementine im Zimmer umher und schwenkte das die Freudenbotschaft enthaltende Blatt Hoch in der Lust. Und dann bat sie die Eltern, ihr zu erlauben, dieselbe dem alten Schröder zu überbringen. (Fortsetzung folgt.) Fflr dn Inseratenteil ist die Redaktion nicht verantwortlich; lnshesnnnere ist es ausschliesslich Sache der Leser, die im Inseratenteil enthaltenen Empfehlengen ritueller Waren oder sonstige Angaben religio»gesetzlichen Charakters anf Ihre Zuverlässigkeit zu prüfen. Qtrleg von Gtbridtr Knauer in frankiert a. m . Kelzgraben ri. Soeben erschien: Unter feinem Männer Ein Beitrag znr Würdigung Rabbiner Samson Raphael.Kirschs Bon Dr. Raphael Breuer. Preis broschiert M. 4.50, elegant gebunden M. 5 50. Dieses anläßlich der wo. Wiederkehr des Geburtstages Rabbiner Samson Raphael Hirschs von seinem Enkel heraus gegebene Buch ist berufen, eine schmerzlich empfundene Lücke in der populär-wissenschaftlichen Literatur des Judentums auszufüllen und darf darum auf keinem jüdischen Familientische fehlen. (10596 OCHBUCH von K! Marte Elsässer. Das ausfOhrllehstc Jüdische Kochlrach Vorzüglich! 3759 Rezepte. In Prachthand H. 7- Kochkunst-Ausstellung 1905 ME* Goldene Medaille. Ml J. Kauffmann in Frankfurt a. Main. (4374 Bad Suderode a. H. ieo Pension Licfitenstein durchaus einzige rituelle Pension am Platze. Untersteht dem B. z F. r. Sp. Hamburg. Unter Aufsicht Sr. Ehrwürden Herrn Rabbiner Dr. Auerbach, Halberstadt. (10569 Vorzügliche Verpflegung — Herrliche Lage — Gottesdienst im Hause. Bad Brückenau. ßegrönd 1876 Telefonruf 18 Strenge Erstklassiges Haus mit anerkannt feinster Berpstegung, in nächster Nähe deS Kurgartens, des Waldes und der Quellen. Großer «arten, gedeckte BerandaS. Mai und September Preisermäßigung. 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