Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 49 (1908)
- Issue
- Heft 20 (14.5.1908)
- Date
- 1908-05-14
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2446951-2449298-2449319--64486-2507079- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
14. Mat 1908 Der Israelit. Seite 13. No. 20. Unabhängiger herein i$r. Lehrer im Srokberrogtnm Herren. Generalversammlung 1907. (Schluß.) (Siehe „Pädagog. Beilage" Nr. 13.) Nach der Mittagspause bespricht der Borfitzende in ausführlicher kritischer Würdigung die Neuerscheinungen auf dem Gebiete der Schulltterätur. Zwar bezweifelt derselbe zunächst den praktischen Wert solcher Besprechungen, da es sich einerseits um Lehrmittel handle, welche nur einem kleinen Teil der Konferenzbesucher bekannt seien, und da andererseits die Möglichkeit einesubjektiven und deshalb oft einseittgen Urteils des betreffenden Berichterstatters nicht ausgeschloffen sei. Daher schlägt der Referent künftig nur eine Betrachtung derjenigen Bücher vor, welche in dm meisten hessischen Schulen eiugeführt seim. Nur auf diese Weise könnte eine Verbesserung erzielt und ein Fortschritt auf diesem Gebiete angebahnt werdm. Zu den einzelnen Werken übergehend, bezeichnet Referent die Rahmersche Fibel in der Bearbeitung von Abraham-Berlin als pädagogisch bemerkenswertes Buch. Nicht nur entnehme dieselbe den Lehrstoff in konsequenter Weise der und dem VVM besonders den für die ersten Schuljahre bestimmten Stücken, sondern fie suche auch infolge der einer-jeden Uebung veigegebenm Vokabeln, die sich häufig wiederholen und sowohl als Lesestoff dienen, als auch das Uebersetzen vorbereiten, den Lese- und UebersetzungSunterricht in organischm Zusammenhang zu bringen. Dagegen stehe die Levhsche Fibel vgra) hinter den bekannteren Fibeln zurück. Der Lesestoff jct zu sehr zusammengedrängt, die Verwendung selten vorkommender Wörter sei zu tadeln und auch die typographische Ausstattung laffe zu wünschen übrig; hoffentlich erweist sich eine Neuauflage als in jeder Hinsicht Verbeffert. Dagegen bedeutet die Neubearbeitung deS Rödelheimer Sidbur durch Levh ein wirkliches Verdienst. Entsprechen auch die sog. Berbandsthpen durchaus nicht den ästhettschen Anforderungen, so seien doch die formähnlichen Buchstaben leicht^zu unterscheiden. Außerdem erleichtert die finngemäße Interpunktion daS Lesen und bas Uebersetzen. Die Ausstattung sei gut, der Druck deutlich und die vorangehende Gebetordnung für die Unterweisung in der -Liturgie von Wert. Nur sei die Vermehrung der dem Text beigegebmen □’O'H zu wünschen. Auf dem Gebiete der Lehrmittel für den UebersetzungSunterricht sei in den letzten 59 Jahren nur ein geringer Fortschritt zu verzeichnen. In neuerer Zeit kämen nur die Abrahamsche Neubearbeitung der Rahmerschen ms© rfran und Levys mm njW in Betracht. Die Stoffauswahl beim ersten Werk erfolgt vom Leichten zum Schweren, bei dm zusammengesetzten Wörtern tritt durch Abtrennung der Bor- und Nachsilbe der Stamm derart hervor, daß das Kind denselben selbständig erkennt. Der aus den Vokabeln der Gebetstücke gewonnme Wortschatz wird zur. Bildung kleiner Sätzchen verwendet, und die in früherer Uebung vorgekommenen grammatischen Formen werden durch vielfache Uebung den Schülern bis zur sicheren Beherrschung ein geprägt. Die Levysche Arbeit geht von dem Gedanken aus, daß dem eigentlichen Uebersetzen eine Vorstufe vorausgehen müffe, auf welcher den Schülern die Elemente der Formenlehre hergebracht werden. Referent erklärt sich im Prinzip damit einverstanden, doch sei die Ausfüh.ung des Gedankens Mangelhaft Namentlich bestehen ganze Lektionen nur aus einzelnen Wörtern, wie auch die Sätzchen oft jedes Interesses entbehren? Hierauf bespricht Referent Einstädters „Deutsche Uebersetzüng zum hebräischen Gebetbuch", deren Neuauflage durch die niBN piD vermehrt wurde, in anerkennender Weise. Allerdings sei die Beigabe eines Vokabulariums zu wünschen. Bei Erwähnung der Neuauflage von Sterns Bibl. Geschichte betont Referent die vielen wesentlichen Berbefferungen derselben, bedauert jedoch, daß der erste Teil deS Buches dm betreffenden Schuljahren zu wenig entspricht und nicht einfacher abgefaßt ist. Die hierfür in der Vorrede angegebenen Gründe seien nicht stichhaltig. Am Schluffe seiner ausführlichen Arbeit bemerkt Referent nochmals, daß er trotz der Bemühung, stets objektiv zu bleiben, durchaus nicht den Anspruch erhebe, überall das Richtige getroffen zu haben, unter Hinweis auf des Dichters Wort: „Nie ward unter dem Himmelsbogen Die Wage gefunden, die alles recht gewogen!" Der Unterzeichnete dankt dem Vortragenden für seine intereffanten und sachkundigen Darbietungen, welche dm bewährtm Schulmann verraten und die Versammlung bestätigt diesen Eindruck durch' einmütigen Beifall. In der Diskussion wirb wiederholt der Wert solcher Referate für die Orimtterung des Lehrers über die Fortschritte auf dem Gebiete des Unterrichts betont, da für die Jugend das Beste gerade gut genug fei. — Zur besseren Vorbereitung der Konferenzbefucher für ähnliche Besprechungen wird der Wunsch geäußert, die Berlagsbuchhandlungm um Ueberlaffung einiger Neuerscheinungen an die Vereinsmitglieder zu ersuchen. Herr Buchhändler Kauffmann erklärt sich hierzu gern bereit, wofür der Borfitzende demselben dm Dan. des Vereins ausspricht. Für die nächstjährige Versammlung übernimmt Herr Direktor Dr. Lange aus Ersuchen deS Vorsitzenden in ftmndlicher Weise einen Bortrag über „das grammattsch und accentuell richtige hebräische Lesen". Für das Bundesthema: „Die Fortbildung des jüdischen Lehrers unter Berücksichtigung der vom Bund veranstalteten Fortbildungskurse", erhält der Vorstand die Ermächttgung, einen Refermtm zu bestellen. Bei Puntt V der Tagesordnung — Anträge — wird folgende Resolution angenommm: Die Generalversammlung des Unabhängigen Vereins israelitischer Lehrer im Großherzogtum Hessen richtet an den Vorstand des Bundes gesetzestreuer Lehrer bas höfliche Ersuchen, zur Förderung der Ziele des Bundes die Bildung von Zweigvereinen aus den in Frankfurt a. M. und Hamburg wohnend.n Bundesmitgliebern veranlassen zu wollen. Nach beendigter Tagesordnung, welche alle Tetlnehmer in angeregter Verhandlung bis zur Abendstunde versammelte, faßte der Vorsitzende deren Ergeb ,ifse kürz zusammen, dankt allen Teilnehmern aufs Herzlichste und schließt mit dem Wunsche: „Auf ftohes Wiedersehen im nächsten Jahre!" Dc. rmftadt, Januar 1908. I. Lcberina n u, Schriftführer. (Wegen der Uebcrsüllc aktuellen Stoffs mußte der -übrige Teil der „Pädagogischen Beilage" zurückgestellt werden.) ünpftlüHSHOfe Hotels, PusMe etc. der HeHemmei Soninerlrlsceeii und Kannte. Cngrldrrg. Beliebtester Luftkurort d. Schweiz 1025 Meter über dem Meer. Geführt von Frau Witwe Moise Levh. Nach allem Comfort der Neuzeit eingerichtetes Haus. Schöne Zimmer, große prachtvolle Speiseu. Gesellschaftssäle, Synagoge im Hause. Feine Küche. Reelle Weine. Pensionspreis 10—13 Fees Juni—September Ermäßigung. [10435 Eröffnung am 10» Juni Engelberg Schweiz Jtjt —1000 Mtr. ü. Meer. — 1V2 Streng; ibo Neu angelegte Straße in 3 Minuten direkt vom Bahn» Hof zum Hotel. Großes Restaurant nur erstklassig eingerichlet. — Allseitig anerkannte, hochfeine u. abwechslungsreiche Küche. Prachwolle Zimmer mit vorzügl. Pension bei sehr mäßigen Preisen im Vergleich zu dem, was meinen verehelichen Gästen geboten wird. — (10423 Für außerdem Hause wohnende Gäste mittagu. abends ladls d’höte, sowie Diner et Souper a part, — Ebenso Speisen & la carte. — ' FamilieuArrangements. Beste und aufmerksame Bedienung zustchernd bittet um genetgten Zuspruch. Telephon Der Besitzer: A. HIRSCH, m . vormals in DavoS. Portter am Bahnhof. W Die Aufsicht über das untersteht ein von orthodoxen Rabbinern bestens empfohlener tsnttP -MM Kad Gm«. Ischl. I KadM««st-rs'Z.I | Kod Nauheim. Hotel de France 6. Brunst J9BE| Bahnhofftr.l. Altrenommier- I. Ranges. (10278) S Sonnenscheiu's Hotel «.Pension Meffingbetten. Erzherzog Franz Carl. —Streng HAtel Leng unter Aufsicht Sr. EhrwSrde« Herrn Rabbiner Dr. Nenwirth Bingen. — Bttder im Hanse. — Mod. Comfort. Telefon 483. (10282) Bötel boeb Fürftenstr. 16 Telefon 864 nächst den Bädern u. Park. Fein möbl. Zimmer mit u. ohne Pension. Mein Restaurant steht unter Aussicht Sr. Ehrw. Herrn Provinziat-Rabbiner Dr. Hirschfeld in Gießen. [10396 Bai Ffisdrlchsnidfl limt.' Jugenheim Marieudad. Kad Nenndorf. Stttna OeBffti. 1.5-1.10. sjiijp- ]. Mg, Herzogsweg. Bevorsugtfe vornehmste, ruhige Lage» direkt am Walde. Anerkannt vorzügliche Küche. Schattiger Garten; Wasierspulg. (10309) Hotel MsMl Herrlichst gelegen. Reu eingerichlet. (10228 Besitzer: Helnr. Koppel. Referenz: Sr. Ehrw. Herrn Rabbiner Dr. Marx, beauftragt Herr Lehrer Frank, Alsbach. Lettners Hotels Restauration Goldener Schlüssel ...— J 100 modern eingericht-Zimmer. l||ip3Hp Elektrsich Licht, buS bei jedem Zug. Anerkannt beste Küche. Schöne Speisesäle, große lustige Glasveranda. Empfohlen vom Verein zur Förderung ritueller Speisehäuser in Hamburg. [10148 Stärkste Schwefelquelle» Europas. (10244 — Streng* rituell. — Kad Grt>. Hamburg o. d.H« ->02 hstl Udlsr. w Einziges jüd. Hotel am Platze, großer schatt. Garten, mäßige Preise. Res.: Herr Rabb. Dr. Bamberger-Hanau. Herr Rabb. Dr.Wachenheimer-Aschaffenburg. Telefon Nr. 10. (10256 Inhaber: Adolf Adler. und Restaurant ersten Ranges. Mittettsthr Küche. - Telephon Mo. IS. T«?er«. Hötel »VallilH Franr-Ios-Platz Modernst ein gericht. Wohnungen. Personen-Aufzug. Elekrr. Licht. Bäder im Hause. Hohe lustige Sveisesääle. Vorzügliche Küche. Del. 164. Besitzer: 10406] D. Lttwenthal. Pilatnsstrafie 34 (10345) 1 llmn /fl?/ Hochelegante / AaP/ Appartements Lift. - Telefon 685. - Ostende. Hotel-Restaurant Frank Streng 61 Digoe de Her. (10271) Kad S-IMU-f.I Gegen Gicht «nd Rheuma Sooln. Moorbäder. Höfel Belleoue. 'Unter Aufsicht d. H. Rabb. Dr. M. Cahn, Fulda. Pension von Mk. 0.— au. Bes.: Jacob Str ausser. Kad Kode« i. 8. 11» 10881 Könfflffefnerffr. 2 Telephon 4L SchOne mObl. Zimmer» Unter Aussicht Tr Ehrw. Herrn Rabb. De. Breuer. I Wiesbaden. Nerostraße 28 Allernächster Nähe vom Kochbrnnne«. Nim Mti exqDtöte Wiener Kode unter Aufsicht Sr. Ehrw. Herrn Rabbiner Dr. Kahn, Wiesbaden und Referenzen von Sr. Ehrw. Herrn Rabbiner Dr. Breuer. Frankfurt a.M. (10429 Besitzer: Adolf Deutsch. -i 1 1 ■*? 646^44