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Der Israelit · 1908-04-02 · Heft 14 (2.4.1908) · page 17

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Journal
Der Israelit
Volume
49 (1908)
Issue
Heft 14 (2.4.1908)
Date
1908-04-02
Page
– (sequence 17)
Language
German
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2. April 1908. Der JSraettt. Seite 13. Rr. 14 und sich auch gegenwärtig noch nicht anstrengen durfte hatte der Direktor es für richtiger gehalten ihn in die Klaffe, die er im Vorjahre besucht hatte, wenigstens teilweise repetteren zu lassen. Das war dem stolzen Knaben nicht angenehm, doch er mußte sich fügen. Nun aber verlangte er dringend, den Unterricht bei dem Talmudgelehrten wieder auszunehmen, mit dem er einige Wochen vor dem Ableben seines Vaters begonnen. Davon aber wollte seine Mutter absolut nichts wissen und darin stimmte ihr auch der Sanitätsrat zu, daß er sich vorläufig auf den Unterricht in der Schule beschränken müsse. Es war in den spätern Stunden eines Sonntag Nachmittags, der Regen floß in Strömen hernieder und prasselnd schleuderte der Sturm ihn gegen die Fenster. In dem Wohnzimmer der Familie Gotthold herrschte eine überaus angenehme Temperatur, denn in dem großen amerikanischen Ofen brannte ein Helles Feuer. Irma saß an dem einen Fenster mit einer Handarbeit, ihr Gatte an dem andern mit Lektüre beschäftigt, und zwischen beiden an dem Pfeilertischchen Clementine mit ihren Schularbeiten. Da ward die Thür plötzlich aufgeriffen und ohne Kopfbedeckung und Ueberzieher in vollständig durchnäßten Kleidern stürzte Edwin in's Zimmer, direkt aus seinen Großvater zu, auf dessen Schulter er sein geisterbleiches Antlitz barg. „Ums Himmelswillen, Edwin, was ist geschehen? was hast du?" Der Knabe antwortete nicht, aber durch seine schmale Gestalt fuhr ein Zucken, alle Glieder bebten. Angstvoll sahen die Großeltern einander an. „Edwin, liebes gutes Kind," bat Irma, die hinzugetreten war und liebkosend das nasse Haar des Knaben streichelte „sage uns was geschehen ist, sonst können wir dir doch nicht Helsen." Da hob E win den Kopf und neigte sich dicht zu dem Ohr seines Großvaters, dem er einige Worte zuflüsterte. Gotthold verfärbte sich. „Unmöglich, Kind, - du mußt dich geirrt haben." Edwin aber schüttelte energisch den Kopf. „Nein, nein!" stammelte er, „ich habe mich nicht geirrt — ich habe's gesehen — ich weiß es ganz gewiß —" Und dabei wurden die Zuckungen immer stärker. „Aber was ist denn geschehen?" fragte Irma. Ihr Garte bedeutete ihr durch einen Wink nicht weiter zu fragen, während er den Arm um den heftig zitternden Knaben legte und ihn zum Kanapee geleitete. „Komm, Kind, du mußt dich auf ein Weilchen niederlegen. Aber du bist ja ganz naß, du iannst dich erkälten, du mußt die Jacke ausziehen —" „Drüben im blauen Zimmer liegt Edwins Sommerüberzieher" sagte Clementtne ^,ioll ich den holen?" „Ja, thue das und bringe auch ein Handtuch mit, sein Kopf ist auch naß." Während die Kleine hinauseilte waren die Eltern bemüht durch freundlichen Zuspruch den mächtig erregten Knaben zu beruhigen, er aber wollte nicht darauf hören. „Ich gehe nicht wieder hinüber" flüsterte er, noch immer zitternd „nein, ich thu's nicht, ich kann's nicht!" „Beruhige dich, Kind," bat Gotthold, ihm die Wangen streichelnd" wenn du dich nicht geirrt hast und nicht hinüber willst, so bleibst du bei uns, wir behalten dich gerne. (Forts, folgt.) kür den Inseratenteil ist die Redaktion ncht verantwortlich, ist es ansschliessuchSache der Leser, die ln Inseratenteil enthaltenen Empfehlungen ritueller Waren oder sonst ge Angehen religio ungesetzlichen Charakters anflhreZnverläss'gkeltzn prüfen. TnaulhfliA mit Ottlllenquelle WM»»» bej paderborn unter ärztlia er Leitung. Bor.üglicher Kur« und Erholungsaufenthalt b« Beng. HeronltMen. al,Sw Asthma... nos St? *itso Hergestellt unt. streng ortho doxer Aufsicht seiner Ehr> würden, des Herrn (9169 Rabbiner Dr. I. Am«», Mannheim. 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Sammlungen z« veranstalte« zur Erretmng dieses schwer heimgesuchten 'v'vtt can ms;rt daß er Gesundheit und Lebensmut zurückgrwinne mid sich eine Existenz gründen kdnne. Die namhaftesten Rabbiner Deutschlands (zu erfahren durch die Expedition d. Bl.) sind gerne bereit die Wahrheit der obenstehenden Mitteilungen zu bestängen. Gaben unter Chiffre „Linderung" nimmt die Expeditton dieses Blattes entgegen. (9623 -- Mein Spezial-Atelier -- für Scheitel und Perücken befindet sich jetzt Frankfurt a. M. Bell 2», I. (9884 _Joseph Oepea. hergestellt unter der streng riwellm Aufsicht für Pesach bcS Herrn Rabbiner Dr. Kohn in AnSbach. \3e/'f>s/e3¥/anzen-!J3uttef'-3,taraarim>t IHJCHLINCKÄ C=Zfannfie/m.^lZSZ,

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