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Der Israelit · 1908-02-06 · Heft 6 (6.2.1908) · page 17

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Journal
Der Israelit
Volume
49 (1908)
Issue
Heft 6 (6.2.1908)
Date
1908-02-06
Page
– (sequence 17)
Language
German
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" Seäer Koda$cl>lm. Herr L. Meyer in Karlsruhe schreibt uns: Wenn ich heute dieses Kapitel wieder aufrolle, so geschieht es nicht, um über den Inhalt desselben zu diskutieren, denn darüber möchte ich kaum noch ein Wort verlierenes sei denn, um vielleicht später einige positive Beweise anzuführen. Für mich steht es fest, daß der Text des DTjp tid eben derselbe ist, den viele der craittttn gehabt haben, und nicht erst in jüngerer oder gar jüngster Zeit von einem 'nn p zusammengestoppelt worden ist. Denn wie es mit den Beweisen der drei Herren R., der Herren R., Ratner undRabinowitsch bestellt ist, habe ich bereits dargetan.') Was aber die Androhung betrifft, daß auch noch ein vierter*) Herr R., nämlich der größte Jeruschalmikenner, Herr?dt"d gegen den onsnp "HD losgehen will, so machen solche Superlative (wie „der größte Kennet) nicht auf jeden den gleichen Eindruck, ebensowenig wie jeder davon überzeugt ist, daß derjenige, der fünf Bücher tYiwru Dlbn zum 'vbwrv' geschrieben hat, auch denselben so kennen muß, daß Tin** "imr6 p«. Es gibt eben verschiedene Schreiber Der eine schreibt, was er weiß, der andere weiß, was er Schreibt, der dritte weiß nicht einmal, was er chreibt*. Ich sehe übrigens den Einwendungen es Herrn 7HT,//n ganz ruhig entgegen. Kurz gesagt, heute handelt es sich gar nicht um Literarisches,' sondern darum, einmal kundzutun, daß dem *) Diese Worte des Herrn M. find in der Tat für seine Selbstbeurteilung zu charakteristisch, als daß ich mit Stillschweigen daran vorübergehen könnte. Nicht der Schatte« eines Gegenbeweises gegen das von uns angeführte ist tnM.’S Vixttlel zu finden; mit dem was ich von Rab. citierte, hat er sich überhaupt nicht beschäftigt und dennoch hat er bereits „dargetan wie es mit dm Beweisen bestellt ist". Was Ratner betrifft,' so hat M. ihn angefallen in einem Blatte, in welchem R. seine Kritik nicht geschrieben hatte. Das ist jedenfalls nicht literarische Gepflogenheit und zum allermindesten h?.tte er ja Ratner die Blätter zusenden müffm. R. *) Zur Freude des Herrn M. wohl noch ein fünfter R. näu ltch der Dünaburger (Dwrnsker), Rabbiner R. Joseph Rostn, Verfasser des DareT V n;ye juwt, von dem bisher. 5 Teile erschienen sind und der sechste sich unter der Presse befindet. (ES kommen noch andere □'Srn hinzu, die nicht gerade den Namen R. tragen. Herr M. wird seine helle Freude daran haben.) Dieser ‘JKWi Shj schreibt von Fr.'s 'oiwrn nicht minder als nv» ppv und Wetter v'12-r NV21 mr JBfifr pW *b *\m Q'-rn NV21. Man wird wohl noch mehr hören. R. *) Was diese jedenfalls witzig sein sollende Tonart andeutet, weiß ich nicht. Sie wird weder 7 21^ der nach Herrn M. gegen den loiwVY» loSgehen (!) will, ch RÄinowitz, noch Ratner, noch dem Schreiber dieser Mett jmangMehwen A ugenbllck besorgen, höchstens lLüDAn abzwmgm. R » inb Eo«mentatt>r des -j-jq ■»öi’WVP manp wirklich ein Manuskript Vorgelegen hat; zweitens darzutun, auf welch wenig schöne und einwandfreie Weise die Hintermänner des Herrn R.4), nämlich die Herren Ratner und Rabinowitsch gehandelt haben, und die nvDvn-Geschichte ins rechte Licht zu rücken5) Was Punkt 1 betrifft, so bin ich seit etwa vierzehn Tagen im Besitze des Manuskripts zu □yidt'dd ’d5»TP sowie einer Photographie eines Pergamentblattes, welches ein Stück vom bereits gedruckteii Teile des O'Vip 'D 'it enthält. Es sei mir gestattet, über '"d und Photographie näher zu berichten und ihre Legitimität zu beweisen. Das Manuskript hat Großquart-Format, auf Karton, in einer Kolumne, in schöner, mit wenigen Ausnahmen überall gut leserlicher Schrift, im Jahre 5429 a. m. von einem TH£ pwv auf Bestellung des yen»T nnv in KW31MMW geschrieben. Hinter den» Titelblatt befinden sich einige Blätter mit gleicher Schrift geschrieben, welche die bekannten zwei Briefe enthalten, die bereits im kidd zu pyin '»opanT« abgedruckt sind, welche aber einige unbedeutende Abweichungen aufweisen. Vor dem zweiten Brief befindet sich eine größere Einleitung, welche vom '22t spricht, daß er bereits nBD war, wie auch das Datum des zweiten Briefes hier ganz genau zu lesen psVhrv' yottn. Wie mir scheint, sind diese Blätter später als der Inhalt der tntM geschrieben worden, was doch das spätere Datum besagt, und erst beim Zusammen heften an erste Stelle gekommen. *) Gegen diesen Ausdruck protestiere ich. Ratner habe ich mein Urteil erst mitg-teilt und er h-t mir nie die Gründe seines Urteils geschrieben, ja nicht einmal ungeachtet meiner Bitte, später die gedruckten Nummern des D^yn gesandt. Durch die Freundlichkeit des Herrn Dr. W. in C. erhielt ich sehr spät einige Nummern und die fehlenden erst lange nachdem meine Artik-l abgedruckt waren. Den Ausschnitt auS mpn sandte mir Herr Ratner am 12./12. 07. Rabinowitz ka nte ich überhaupt nicht einmal dem Namen nach. Infolge eines Briefes, welchen ich in dieser Angelegenheit fljin JVO T*ü nach BriSk gerichtet hatte, erfutr R. meine Ansicht und schrieb mir, indem er seiner Freude darüber Ausdruck verlieh, in mir einen die g eiche Anficht wie er über den Jerufchalmi Hegenden zu finden. Später sandte er mir seine Arbeit in nspn* Das geschah, nachdem zwei meiner Arttkel schon gedruckt und der dritte schon geschrieben war. Das Alles konnte Herr M. wissen aus Sit. Warte Nr. 29. lHerr M. spricht wenigstens nur von „Hintermännern", fein nobler Schütz'ing weiß xar, daß fich Ratner und die Redaktion beS Israelit mir verkauft haben.) Daß ich mich von Herren Ratner und Rabinowitz habe in „Schker ptau nehmen und verleiten lassen", wie Herr M. zu meiner Entschuldigung — ich danke ihm f r diese Entschuldigung nach Gebühr — schreibt, ist seine freie Erfindung! R. 5) JnS rechte Licht wird das alles wohl erst in meinem Nachwort gerückt werden. Welches Licht dann auf Person und Suche fallen, wird fich ja zeigen! R, Viv VV*« (J »Viv miv Frau Friedländer bereits vor vierzehn Tagen als nDin •'S1? nTPDö schrieb. Daß dies auf Wahrheit beruht, geht auch schon daraus hervor, daß ein Teil des Manuskripts mit einem gelblich abgeblaßten Faden geheftet ist, während der größere Teil mir einem groben Hanffaden genäht ist. Daß der gelbe Faden sehr alt ist, darauf machte mich der Oberbibliothekar der hiesigen Hof- und Landesbibliothek, Herr Geheimrat Dr. A. Holder, aufmerksam. Daß das Manuskript unzweifelhaft so alt ist, als es sich ausgibt, bezeugt kein Geringerer, als der in bezug auf orientalische Handschriften insbesondere als eine Kapazität allerersten Ranges bekannte Direktor der Straßburger Universitätsbibliothek, Herr Geheimer Regierungsrat Pros. Euting. Besitzt er doch eine ungeheure Sammlung hebräischer Schriftzeichen oller Zeiten und Länder, war er doch einer derjenigen, die vor Jahrzehnten die Unechtheit der Schapiro-niin entdeckten. Es sei mir gestattet, dessen Gutachten über unser Manuskript herzusetzen. Dieses lautet: „Kaiserliche Universitäts- und Landesbibliothek. Straßburg, den 25. Nov. 1907. Bezüglich des von Her L. Meyer aus Karlsruhe mir heute vorgelegten Fragmentes einer Jeruschalmi-Handschrist (Traktat Sebachim) vom Jahre 5429, vermag ich nur soviel auszusagen, daß kein Anlaß vorliegt, an dem angegebenen Alter des Papiers und der gleichzeitigen Niederschrift des Inhalts zu zweifeln. Prof. I. Euttng, Geh. Reg.-Rat." Die Photographie ist, nach Zeugnis des Rabbiners der Statusquo-Gemeinde in SzatmLrhegy, Herrn Dr. Alexander Jordan, vom 13. Elul T"DT>, sowie zweier anderer Herrn, des dorttgen 7vt H- Js- Klein und des Herrn Rabbiners Ephraim Fürth aus Nagy-Karoly, nach einem Pergamentblatt in Szatmar photographiert. Obengen. drei Herren attestieren, daß sie xnbn Dm DD die Photographie mit dem Pergamentblatt, sowie mit dem gedruckten Texte verglichen, genau geprüft und übereinstimmend gefunden haben. Dieser photographierte Teil des älteren Manuskripts enthält die ddeo b&2Dn tPMD, in der Edition beginnend D"y '1 pinn auf der untern Hälfte des iw Wie aus der Photographie zu ersehen ist, ist diese Handschrift Kleinfolioformat, in zwei Kolumnen, mit alten orientalischen Schriftformen beschrieben. Herr Geh. Reg.-Rat Euting war von den Buchstaben ganz entzückt und rief mehrmals aus: „Diese Schrift ist sehr alt." Da ich aber nur eine Photographie und nicht das Manuskript selbst hatte, so verlangte ich kein schriftliches Gutachten darüber. AWkr diesen Attesten von wissenschaftlichen AutoritöWr liegen Zeugnisse von yn» tzme! WN '2^ dkdöd p"jn td',io -forona ktt» n

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