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Der Israelit · 1907-12-27 · Heft 52 (27.12.1907) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
48 (1907)
Issue
Heft 52 (27.12.1907)
Date
1907-12-27
Page
– (sequence 1)
Language
German
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48. Jahrgang. Sranhfurf a. 01.. den 27. Dezember 1Ö07. 22. Tebeth 5s6s. M*2 Wr^wi« dtza Pr IpKr Tagungen. M teMoMGer Bericht.) Wgvng für die Interessen iodoxen Judentums. Mißungen fei ein herzlicher Brudergruß der ~" c ' ' ' Budapest otthoboxen Landeskanzlei in Berlin, 26. Dezember, 4 Uhr nachm. Im großen. Oberlichtsaale der «Philharmonie" in Berlin tagte hmte die öffentliche Hauptversammlung der „Freien Bereinigung für die Interim des orthodoxen JrzZWums". ' W war eine überwältigende, von einMtiger Begeisterung getragene Kundgebung der dWtschen O'" " zugleich die erste öffentliche BMtigunWWtt reorganisierten „Freien BereiniäMI?. ,<Mmderte von Anmeldungen hatten^eM^amvMMgels S" * -ewiesen werde^MNffeM^Die.>/tlmsend- VerfammlunWMM. durch den Varn des VorsrMDD^ Rabbinbr M-Lr. Breuer-Frankfurt mJl, mitemiMnaWen> von jubelndem Bestall begrüßtotzl^MM eröffnet, .chorin er die Ziele der „Fw«W8ereinigung" kennzeichnete und seiner hohen Befriedigung darüber Ausdruck gab, daß es endlich dank den Erfahrungen der letzten Jahrzehnte gelungen sei, weitere Kreise der gesetzestreuen Judenyeit zu- . . .. , und das Banner der „Freien Bereinigung" zum ersten male hier in der Reichshanptstadt, dem Mittelpunkte der modernen Kultur in Deutschland, zu entfalten. Eine große Zahl von Körperschaften und Gemeinden hatten Vertreter entsandt, von denen MtMücksicht' auf die Zeit nur ein kleiner Teil;, MW^korMen. konnte. Es sprachen für die ^WWMMtzeVeinde „Adaß Jisr'oW Herr > LMhMertzL^ Sr die ng^geseH es tr e üer^R ao tziner ^D?uVfUlaMdS^ |>err Rektor Dr. D. Hoffmann- Berlin, str den „Verband orthodoxer An b b i n e r " Herr Provinzialrabbiner Dr. C a h n- FuDa, für-das Berliner Rabbiner-Seminar der Vorsitzende des Kuratoriums, Herr setzestreuer jüdischer Lehrer" Herr hrer Wo lf-Aürichfür den „ Verb an d der Sabbathfreunde" Herr Dr. Btberfekh-Beylin, fürden „Bund jüdischer Akademiker" Herr stud. Ehrmann-München, für. den „Verein zur Förderung, des gesetzest^euen Judentu ms in derSchweiz" Herr Rabbiner Dr. A. Cohn - Baseü Außerdem waren noch von größeren Verbänden vertreten: Der „Verein für rituelle Speiseyä'Aser", Hamburg, die „Jüdis ch-literarische Gesellschaft", Frankfurt, a. M., der „Ver- Jiin zur Wahrung der religiösen Jnte- Zttten deÄ Judentums in Westfalen", „Berei n f'ür die jüdis che n Int ei«lctund. der. „Verein der.Mtex.essey bU gestellvertretende Rosenheim'- Frankfurt a. M. Er gibt ein Bild von den überaus mannigfaltigen Aufgaben^ denen sich die „Freie Bereinigung" in der Berichtsperiode zugewandt, und den Erfolgen, die sie erzielt hat. Der Bericht schließt mit einem warmen Appell zur völligen Hingabe aller geistigen und wirtschaftlichen Kräfte der gesetzestreuen Judenheit an die Zwecke der Bereinigung. Dieser Appell wurde durch minutenlangen, begeisterten Applaus der Versammlung erwidert. Der erste Referent, Herr Dr. Josef Wohlgemut h-Berlin, erstattete ein groß angelegtes, gedankenreiches Referat über das „Wesen des gesetzestreuen Judentums", das mit Schärfe die geistige Eigenart des sogenannten orthodoxen, in Wirklichkeit einzigen historischen Judentums kennzeichnete. Herr Provinzialrabbiner Dr. Bamberger- Hanau gab eine kurze eindrucksvolle Darlegung über „Gebetbuch und Tradition", die die ungeheure Gefahr der badischen und anderer Reformbestrebungen aus dem Gebiete des Kultus, beleuchtete. Die „Gegenwartsaufgaben der gesetzestreuen Judenheit behandelte Herr Moritz A. L o e b, wiederholt von lautem Beifall der Versammlung unterbrochen. Ihren Höhepunkt jedoch erreichte d.ie Versammlung, als der Vorsitzende in seinem zündenden Schlußworte die deutsche Orthodoxie in Anlehnung an das Wort der Haftarah mit einem Baume verglich, dessen Wurzelarbeit zum tzuten Teil vokttNoet -U&" mm dis Autzabe habe, als kräftiger Stamm zum Lichte emporzustreben. Das könne nur durch die Einigung und Sammlung aller Kräfte erreicht werden. Der Tagung waren seit Dienstag Nachmittag eingehende Beratungen der Kommissionen, insbesondere derjenigen für „Schulwesen und Lehrerbildung", der. „Palästina-Kommission," der Kommission für Literatur und Presse" und derjenigen für „ländliche Wohlfahrtspflege" vorangegangen. In sämtlichen Sitzungen wurden wichtige Beschlüsse gefaßt, auf die wir noch zurückkommen. Die zwanglose Zusammenkunft, die am Mittwoch Abend stattfand, verlief in anregendster Weise und führte zu herzlichem Gedankenaustausch jwrschen den zu Hunderten herbeigeeilten Gemnungsgenoffen aus Nah und Fern. Soeben beginnt das Festesten, bei dem Kommerzienrat Hirsch- Halberstadt das^Kaiferhoch^ausbringt. Weiterer Bericht folgt. Ü Delegierfenfag des Oerbands der Sabbathfreunde. Berlin, 25. Dezember. WA D^besanst)^ y Sabbathfreunde" unter einer Teilnahme, die ch freulicherweste eine unerwartet r ‘ werden mutz. Es hatten dGL^. Mrg, MrlichiNgE^-o „ heim (Bayern), Bingen, Birstein (Hessen), i bach (Württbg.), Breslau, Burghaslach, Darmstadt, Ellingen (Bayern), Fischach, Freibmc Fulda, Fürth, Filehne, Frankfurt a. M., GM ' ausen, Gunzenhausen (mit Cronheim und Heid« heim), Halberstadt, Hamburg, Hanau, Hersfek Jchenhaufen, Karlsruhe, Kirchhain, Kitzinge öniasberg i. Pr., Langenselbold, Mannhett Marburg, Mainz, Merzig, München, Riede stetten (Württbg.), Nürnberg, Pinne, Pos« Rhina, Schwabach, Schweinfurt, Straßburg (LE Stuttgart, Treuchtlingen, Wächtersbach, Wie baden, Westhofen,'Wreschen. Außerdem waren Gäste in reicher Zahl e schienen. Der Vorsitzende des geschäftsführend« Ausschusses Dr. Ed. Biberfeld, Berlin, leite die Versammlung,- ins Bureau berufen wurd« als stellvertretende Vorsitzenden die Herr« M. A. Loeb, Frankfurt a. M. und Micho Jakobsen Hamburg, und als Schrsttsühke W. Frey han-Breslau und M. Neu berge Berlin. Bei der Berichterstattung konnte mit Genu tuung auf die Mehrung der Ortsgruppen, l wachsende Anerkennung der Tätigkeit des Bi bandes, und die rührige Jnnenarbeit der Ori gruppen hingewiesen werden. Nach Genehmigt des Verbandsberichtes wurde zu den Bericht der Kommissionen übergegangen, bei welch insbesondere das Referat über die ErrtchtW eines Kreditinstitutes im VordergrW des/Jntereffes stand. . > -TN^ MarLh A^ Hve b^ ledt^im NMen b im Vorjahre emtzesetzwn AMHÄfts Wen 68 Paragraphen ausgearbeiteten vollständigen Ei Wurf vor. Das Institut soll in Form m Genossenschaft mit beschränkter tung begründet werden und die Firma „Da lehenskasfe der Sabbathfreunde G nossenfchaft-mit beschränkter Haftuin führen. Der Reftrent begründet eingehend die Ha» punkte des Entwurfts, der bei richtiger Dm führung für die «Sache des Sabbaths einen grof Fortschritt bedeuten würde. Die Versammlung nimmt nach . länge Debatte folgende Resolution an: „Der Delegiertentag begrüßt fr« dig die Errichtung eines Kred instituts zurFörderungderHeilign des Sabbaths und fordert die Öri gruppen, wie auch die einzeln Mitglieder auf, für den AusbdieserOrganisation auf das kräftig einzutreten." Die weitere Behandlung wird der Ortsgrry Frankfurt a. M. überwiesen.

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