Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 48 (1907)
- Issue
- Heft 48 (28.11.1907)
- Date
- 1907-11-28
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2446951-2449244-2449293--63967-2506537- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Riga 1× ep/1000826
OCR text
'^mmp'i x U: 28 HopemberlflOi. 48. Jahrgang. Sranhrurf a.M Wltfofl^ - jffi i«^-h^h»1sith, H-ftanStz^k» faaf zarn 2 Kxh RuAand 1 RtflfLngkcmd 2 sK, AKeüka sOets^ Richetlmtde 1F0 L) Abonnements bei ^KHiostmststt«» BachiMÜwWStzststie bbM W : , HestÄSgabe nur direkt. Inserater 30 Pfennig* für die sech-gespaltene Eolonel-Zeile; Rabatt nach Tarif. JNseratenamuchNse nur durch Haasrnstein u. Bögler A^G» hs » «pnto m der ST. sr. Vostsparrass« «Sien «». 7«6«r». Frankfurt a. M. und deren Filialen. . «ontbei der SNgaer «Wttner-danr in «ßv» Ggnda Ler d«n R^ DeftspatSafienantt Bndadeft Ste. 184*4. und deren FWalm in LwinSk^ Mb«, Bialpstck Reval «nd LR^ , I >. —» —E—. > »—M—S^l - ...UMMeBiBBggaBI ' MWWWWWWWWM'EMiAMWM ftr bitten um umgehende Einung der noch rUdifTändigen flbonnemenfäbefrdge für’das Z. u- 4 Quartal. Die am 8 Dezember noch offen flehenden werden ohne weitere Denadiritfifigung unterdufdtfagderRoKm durchnadinahme erhoben. Untere Monnenten in Oefferrridi-Ungarii Ulfen mir fid) imferer bei der K. R. Poßfparhafle Men Mo.-tlo 79605) und bei dem K. Pofffparhaffenamf Budapeß leio. No. 18424) errichteten Confi bedienen zu wollen. dahffleUen in Rußland bei der Rigaer Coinmeiibanh in Riga, und deren Malen in Dminsh, Mbau, Biafydoh, Renal und Lodz. Merlau des „Israelit", 0 m. b. K. «i Cbanticicdfest uvü maRkabä«r-T*ier. Bon Dr. I. Meichrove in Berlin. '* ttr rmwci ■ vi* MMä rMWMz-ML'EaEWHDiÄ Wäre es Gott nicht gewesen, der unser war — sage es nur Israel! Wäre es Gott nicht gewesen,- der unser war, als Menschen über uns aufgestanben, Dann hätten fie uns lebendig verschlungen, als ihr Zorn wider uns erglühte. Dieser Psalmverse Weisheit in der Betrachtung der Vergangenheit, des.Sängers Hoffnungsfreudigkeit ftzr Gegenwart und Zukunft Israels ist die Flammenschrift, die die Lichtlein des Chanuckaleuchters ausstrahlen, da sie uns künden von der Gütteshülft, die der kleinen Schar der Makkabäer den Sieg verlieh über die zahlreichen und kriegsgeüben Truppen des Syrerkönigs, die ihnen die Kraft einhauchte, sich die Freiheit der Gottestreue zu erkämpfen. Der Tyrann wollte die jüdische Lehre vom Erdboden vernichten, hatte dfe Beobachtung und Ausübung, ihrer Gebote und Vorschriften mit der Todesstrafe bedroht, ' ". ' ‘ " ein von „.. , . .Glaube soll in meinem Reiche herrschen. Und da nicht Her die Kraft zum Widerstande in sich, fühlte, nicht jeder dm Opfermut eines Eleysar, einer stnd ihrer Söhne besaß, Mt u&hm ffc loschen, vh rrrw 'n 'ViV wäre nicht der Ewige mit uns gewesen, und hätte er nicht in Matathias, dem hasmonaischen Hohenpriester unfeinen fünf Heldensöhnen, das Feuer der Begeisterung erwecktdas von neuem daö Licht des väterlichen Glaubens entzündete, jener Begeisterung, vor der die Schergen des Tyrannen nicht Stand hielten, vor der seine Scharen zerstoben wie die Spreu vor dem Winde. Und wie das Chanuckalicht vor unfern Augen Tag um Tag zunimmt, und in immer neuem Leuchten auffiammt, also wuchs den Makkabäern der Heldenmut und die Begeisterung immer höher und höher, bis sie den Feind fast aus dem ganzen Lande hinwegtrieben, den Tempel wieder weihten und heüigten und durch das wunderbar erhaltene und wunderbar gesegnete Oelkrüglein die Lichter im Heiligtum von neuem entzündeten. Was aber war es, das den Sieg an ihre Fahnen heftete? War es ihre grdße Zahl? Aber sie waren ja die wenigen, und jene die vielen ODZw T3! War es ihre Tapferkeit? Aber sie waren ja die Schwachen und jene die Starken D'V^n O'1132! War es ihre kriegerische Gewandtheit? Aber ihre Beschäftigung war ja die Thora und jener der Kampf *]min '’pD'ip T3 onn! Nein, von dem das sie zum Siege führte, leuchtet uns T vD'W N3V2 nD V Wer Mer pruch) ntzch dchsen Anfangsbuchstaben Juda der Hasmonäer den Beinamen Makabi erhielt, jener Spruch, der nur in anderer Wendung des Psalmsängers weisbeits- und hoffnungsvollen Ruf in : U7 nv sich birgt: nw Jm\ ' V*. ^tD3 'iVn fen. Zu allem gehört Glück. Und Glück hat das Chanuckafest gehabt. Es gehört zu den Festen, die zu feiern sich auch „moderne" rauben nicht schämen, oder vielmehr in den letzten Jahren ist dieses Fest „modern" geworden. Und zwar hat es dieses Glück durch dbtv nittr, durch eine einfache Namensänderung erlangt: es heißt nicht mehr Chanuckafest, es heißt Makkabäerfeier. Und nun strömen Jung und Alt, Männlein und Weiblein in hell erleuchtete, festlich geschmückte Säle und lauschen auf den begeisterten Bortrag des „interessanten" Redners von den Heldentaten der Makkabäer und auf die Deklamationen berufener und uriberufener Rezitatoren von Golußschmerzen und der Renaissance des Judentums, und zUm Schluß braust durch den Saal im Chorgesang des Ttt npö elektrisierende Melodie. Garderobe abzugeben", Und wenn oänn der bis rur frühen Morgen- , dann gehen fie nach 'WWWMß, als ,Die Hüte bitte, iy steht auf der Tanz die Gefells, stundezusammen würdige Enkel der Makürbäer wieder einuwl dys Judentum gerettet zu haben. — - Die spanische Epoche gilt als die „Glanz-, Periode in den Darstellungen der jüdffchen Historiker, eines Grätz und seiner Nachbeter. Warum? Hier war nicht nur das Einseitiges „verknöcherte^^ Talmudstudium die Domäne der fahrenden Geister, nein, man konnte mit t$n& Literatur paradieren, die dürchaüs gleicharM war der der andern Völker. Man konnte stolz Philosophen aufweisen und Dichter,. Dichter, Hie auch weltliche Lieder, ja sogar Liebesgedichte verfaßt, veritable Liebesgedichte, nicht symbolische von der Liebe Gottes und Israels. Und darum rief man voll Selbstbewußtsein aus: Seht, wir find ebenbürtig den andern Nationen. Auch wrp hahen unsere Glanzperiode der Dichtkunst Und der Wiffenschaft in der Weise der Völker ri^s um uns. So haben auch die Söhne der Neuzeit, denen Religion Privaffache ist, freudig die Erinnerrmg an die makkabäischen Freiheitskämpfe aufgegriffen und zu einer jüdischen Nationalfeier gestattet. Denn hier, so vermeinten fie, ertönt nicht, wie sonst in der jüdischen Geschichte, die schwache „Stimme Jakobi, des duldenden Ge ' Helden, hier recken fick empor die „ Esaus", desmutigen Hetoeu der tapferen die feigen scheu Zagens, ängstlichen Klagens" gewesen, wie fchwffe sie die Ghettomauern eingeschloffen, deren Kraft auf der Innigkeit des religiösen Pfiichtlebens beruhte, deren Stärke prtt» war, das felsenfeste Vertrauen auf den Gott, der sein Volk aus anderm Stoffe geschaffen und zu anderem Ziele beruftn. als hie „Völker der Welt". Wir' haben' auch aus unserer Mitte Helden des 5krieges hervorgebracht, ebenbürtig den größten Heldengestalten in der Geschichte irgend eiues Volkes. Ja, ist denn nicht diese Sprache im Grundedieselbe, die damals „in jenen Tagen um diese Ze^ die Hellenisten geführt? „In jenen Tagen^ gingen aus Israel ruchlose Leute aus, ünd beredeten viele, indem sie sagten: Laßt uns gehen^ und einen Bund schließen mit den Völkern, die rings um uns finddenn seitdem wir uns vcm! ihnen abgesondert, haben uns viele Leiden getroffen." „Die väterlichen Ehren achtetensie für siichts, nur die hellenischest! Ehren hüelten sie für die schönsten." Wenn es in der Tat nur die Erinnerung an die nationalen Heldentaten der makkabäischen Whstfti und ihrer treuen Anhänger gewesen wäre, dße alljährliche „MaDckäerftie^ lebendig er-, sollte, längst, längst schon wäre das Anan jene Tage nationalyc und patriottscher eme