Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 48 (1907)
- Issue
- Heft 46 (14.11.1907)
- Date
- 1907-11-14
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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MWWMMWWW 48/ 14^ Näveckver Theodor versprach ihr schttetzttty, er tiew Sanitätsrat darüber sprechen. Der alte A^t hatte ihm aufmerksam zuge- Wrt «Lieber Herr Gotthold," sagte er endlich, »ob Sie Ihren Vater gegenwärtig allein lassen dürfen, das kommt in dieser Sache erst in die zweite Linie, die erste Fraae ist, ob Ihre Frau Gemahlin jetzt verreisen darf." Theodor blickte ihn betroffen an. „Warum sollte meine Frau nicht reisen dürfen?" Der Slrjt lachte. „Sind Sie naiv!" Theodor errötete. „Wie? Sie glauben? — „Ja, mein lieber Freund, beim Glauben halten wir noch nicht. So lange ich die gnädige Frau nicht gesprochen habe, kann ich nur vermuten. Uebrigens werde ich. mir noch heute das Vergnügen macheu, Ihre Frau Gemahlin zu besuchen und werde mich dann mit größerer Bestimmtheit anssprechen können." So. werde ich mir noch heute Abend eren, mich nach dem Resultat Ihres Besuches zu erkundigen. Aus Wiedersehen!" „Auf Wiedersehen!" Die Herren reichten einander die Hände, Theodor entfernte sich und begab sich in das Kontor seines Schwiegervaters, in das er gleich nach seiner Hochzeit eingetteten war. „Grüß dich Gott, Theodor!" sagte Schröder, indem er dem Schwiegersohn die Hand reichte, „drk jchMst verstimmt zu sein, was gibts, was macht Malwi?" „Malwi fühlt sich sehr unglücklich, sie will durchaus reisen, hier ginge sie zu Grunde, behauptet sie." „Na, mit dem Zugrundegehen ist's wohl nicht so gefährlich sein. Armer Junge, du dauerst mich, wohin du kommst, überall findest du traurige Gesichter. Dein Vater bläst vermutlich beständig Trübsal, und wenn nun deine Frau auch anfängt zu klagen. — Uebrigens bist du ihr noch die Hochzeitsreise schuldig, die mir freilich im Augenblick nicht sehr angenehm wäre." „Mir gleichfalls nicht. Ich habe mit dem Sanitätsrat darüber gesprochen, er wird Malwi besuchen, vielleicht bringt er sie auf andere Gedanken." „Das wollen wir hoffen, denn ich würde deine Anwesenheit im Geschäft in nächster Zeit ungern miffen." Als Tbeodor Abends Nach Hause kam, trat ihm'der Arzt aus demselben enweaen. „Guten Abend Herr Gotthold! Les beaux esprits se reneontrent. Freut mich, daß ich das Vergnügen habe, Sie hier noch zu tteffen." „Guten Abend, Herr Sanitätsrat! — Sie waren bei meiner Frau — nun?" „Die gnädige Frau war so liebenswürdig, alle meine Vermutungen zu bestätigen, so daß sich meine Vermutung zum Glauben gesteigert hat und ich nun mit Ihnen das Allerbeste hoffe." Wieder schoß das Blut dem jungen Manne ins Angesicht. „Wenn meine Mutter das erlebt hätte." „Ja, du lieber Gott, wie viele Wünsche und Hoffnungen werden so im Laufe eines Jahres begraben. Doch ich werde erwattet, ergebener Diener, Herr Gotthold!" Er entfernte sich eiligst, Theodor begab sich in seine Wohnung, das Herz erfüllt von froher Hoffnung und doch nicht ganz unbesorgt, wie Malwine es aufnahmen werde, daß sie die so sehr gewünschte Reise auf lange Zeit werde verschieben müssen. (Fortsetzung folgt.) % jfirdsa Inseratenteil Ist die Redaktion nicht verantwortlich; insbesondere ist es ausschliesslich Sache der Leser, die im Inseratenteil Üflthaltenen Empfehlhngen ritueller Waren oder sonst'ge Angaben rellgtonsgesetzllehen Charakters auf ihre Zuverlässigkeit zu prüfen.' t:; Nachruf. . Am siebenten dieses Monats 'kn« vor Beginn des Sabbats entschlief im Alter von SO Jahren der Vorsitzende unserer Ehewra 9339 Herr Simon Marens. Der Verstorbene hat länger als 40 Jahre die Leitung «userer Chewra gehandhabt und während;dies« ganzen Zeit '-vertraute Ehrenamt unt der größten Treue und igkeit verwaltet. Seine tiefe Religiosität» sein vergebener Sinn und feine freudige^Hingebung ke tätig« Mmschenliebe werden unS stets vor» leuchten. Ein dauerndes Andenken bleibt ihm gesichert. fromm für die bildlich v in unser« Der Vorstand der Cbewra'ßediscba i. A. M. I. «aer. Piune. dm 10. November 1907. Hergestellt unt. strmg orthodox« Aufsicht seiner Ehrwürden, des Herrn (9169 Rabbin« Dr. I. Uuua, Mannheim. General-Bertreter für Deutschland: Feinste Thalmano ulte zum ßackfcn lochen Schwab nun. b. H., lanunh die Gutscheine wegen der — , . . «ette» «nd Schirme. PranAMN A. m. -H - WIESBADEN KapeHeastraße - « - von Hermine Wolff. M*hufrme von Sffgttuge» s* feber Bett* Pruspekte NN» «eßerenae» durch die Borsiehari». (4540 Aufruf! sM. . - ■ Das rituelle Badehaus in unserer Gemeinde ist vollständig M Verfall geraten und muß wiederheraestellt werden. Bei d« Ueberhürdung d« kleinen Gemeinde fehlen uns leider die Mittel hierzu. Edle Glaubensgenossen, reichet uUS hilfreich die Hand uud gewähret mis die Geldmittel» die für diesen. hochwichtigen telifi. Zweck nötig sind. Spenden nimmt dankend entgegen: Oehrer Wachsmann, Schöneck!, Westpreußen. . Obige Angabe bestätigend, bitte ich ebmfallS dringend, durch frrnWlige Spenden, d« Gemeinde Schöneck die Wiederherstellung der Mikweh zu ermöglichen. (9987) Rabbiner Dr. Münz, Bereut. * Dm bisherigen Spendern bestm Dank. Bitte um weitere Ständen. Am Schluffe wird öffentlich quittiert! (9236) Singer Go. Nähmaschinen Act. Ges Frankfurt a. 91.: Zell 17, Berger8tr. 15b, Frankfurtcmtr. 36, Ellsabothenstr. 51. Für ein achtjähriges, gesundes, schönes (9899 Mädchen von unehelicher Geburt (beff«er Herkunft) werden Adoptiveltern gesucht. Offerten erbet, unt« £>. Z. 11705 an Hansenstein & Bögler, A.-G., Frankfurt a. M. Fnitfin lMA s Hotel © empfiehlt (9024 prachtvolle Sftle für Hochseiten und --— Festlichkeiten.--— Separate rituelle Küche. in schönster AnsfQhrang 34 cm hoch, aus Messing M. fl.—, aus Nickel M 8 -, edit versilbert M- 12—, billigere Sorten aas Messing A m 2 — u. M- 3 —» aus Nickel m. 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