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Der Israelit · 1907-09-12 · Heft 37 (12.9.1907) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
48 (1907)
Issue
Heft 37 (12.9.1907)
Date
1907-09-12
Page
– (sequence 14)
Language
German
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i*. ► Seltftun! seltsam! — warum erinnerte ihn diese feuersprühende Riesenschlange an die Haböalahkerze, die er als Kind zu halten gepflegt, wenn sein Vater am Ausgang des Sabbaths den Habdalahsegen sprach? W. Herr Gott im Himmel! jetzt erst fiel es ihm eines war ja heute Sabbath gewesen, vermut- Wh deshalb hatte ihn die feuersprühende Dampfriesenschlange, die der Maschine entströmte, an die Habdalahkerze seiner Kinderjahre erinnerte. Er selbst hatte nie den Habdalahsegen gebrochen/ ein so frommer, von den Lehren des Judentums begeisterter Jude er auch zu sein rühnlte, am Sabbath der Arbeit sich entett, das erschien ihm in der Gegenwart eine lnmöglichkeit. Daher konnte es nicht befremden, daß er auch einmal vollständig des Sabbaths vergessen hatte, daran war vermutlich die großartige Feier des verflossenen Tages schuld, die .Wun einen so überaus traurigen Ausgang genommen. — Großer Gott! dieser Contrast! — Wer hätte derartiges voraussehen können! — Urplötzlich kam ihm ein seltsamer Gedanke. »Wenn er das unmöglich Scheinende möglich gewenn er stets den Sabbath nach Vorgehalten hätte, dann wären auch seine gewöhnt gewesen, am Sabbath jeglicher Der JSraettt. Arbeit sich zu enthalten — dann wäre das gegenwärtige Unglück, das ihn getroffen, am verflossenen Tage unmöglich gewesen! — Herr Gott im Himmel! war es möglich, war es denkbar, daß der Allbarmherzige also strafen konnte? Fort! fort! mit dem Sinnen und Grübeln! er durste nicht denken! er fürchtete sonst wahnsinnig zu werden. — Uno doch — und doch — er mochte sich wehren soviel er wollte, die Gedanken ließen sich nicht bannen — sie drängten sich ihm auf unablässig. Er preßte beide Hände gegen die Schläfen, als könne es ihm dadurch gelingen, die ihn marternden Gedanken zurück zu drängen. — Umsonst. — Er fühlte nur wie es klopfte, wie es pochte, wie es hämmerte — aber die Gedanken blieben dieselben — ihm war als fühle er sie kriechen durch alle Windungen seines Gehirns. Herr Gott im Himmel! war das am Ende gar der Anfang von Wahnsinn? Er ächzte laut, kalter Schweiß perlte auf seiner Stirn. Nur nicht denken 1 nur nicht denken! Wie seine Frau so ruhig schlief — Nun ja steilich, warum hätte sie nicht schlafen sollen? Nr. 87.12. September 1907. wußte sie doch nicht, was er wußte. — Die mannigfache Erregung des verflossenen Tages und dann die eiligen Reisevorbereitungen in der Nacht hatten die zarte Frau ermüdet. — Und überdies ihr kamen keine marternden Gedanken, sie hatte sich nichts vorzuwerfen, sie hatte nie den Sabbath entweiht. Er hätte ihr den Schlaf neiden können und des Gewissens Ruhe. Ob er wohl je wieder würde ruhig schlafen können? Und Plötzlich kam ihm ein Gedanke. Herr Gott im Himmel, Du bist doch allwissend, kennst die Gedanken eines jeden und darum weißt Du auch, daß mein Kind, mein teures unglückliches Kind keine Ahnung hat, daß Du. die Arbeit am Sabbath verboten hast, darum wirst Du doch auch den Unschuldigen nicht strafen! — Strafe mich, mein ist alle Schuld! — Doch wenn Du mir verzeihen willst, wenn Du mir meinen Sohn erhalten wirst, dann gelobe ich Dir, fortan den Sabbath zu halten, genau nach Deiner Vorschrift. Er athmete tief auf, das Pochen im Herzen und in den Schläfen ließ nach. — (Fortsetzung folgt.) den Inseratenteil ist die Redaktion nickt verantwortlich; insbesondere ist esansschllessllchSache der Leser, die fin Inseratenteil ikltenen Empfehlungen ritueller Waren oder sonstige Angaben lellgtensgesetzllchen Charakters auf ihre Zuverlässigkeit zu prüfen. lehiöim u. flmarhalim 9er öemeinöen 9es heil. Landes?u Amsterdam. Für unser in Jerusalem zu errichtendes ständiges Bureau werden gesucht: l.) als Leiter ein k«»f«iin»isch, technisch, »der rrntiorralökorromisch gebildeter Kermaltnngsbeamter, hen den laufenden BerwaltungSgeschästen die Aufgabe hätte, an der Einleitung und fuhrung der zur wirtschaftlichen Hebung der Bevölkerung notwendig erachteten Maßen mitzuarbeiten. ei« simgerer gebildeter vornehmlich der Verkehr mit de» Rabbinen und die unmittelbare Wirksamkeit in der tkerung zufallen wird. — Auskömmliche Besoldung ist vorgesehen. Als Bewerber können für beide Posten ausschließlich solche Herren in eacht kmnme», die in Gesinnung und Lebensführung auf dem Bode« des »doren Judentums stehen. Meldungen mit ausführlichem Lebenslauf, Zeugnissen und Referenzen wolle man rsVi^steuS 15. Oktober d. IS. an den Präses der Pekidim, Herrn M. S. Rubens jr. ><wn richten. iste.rd, Verwandten, Freunde» und Bekannten wünscht innigst (8904 - D’TTO - Dr. med. Korltz Wallach, Jerusalem. Allen meinen wert. Sreun gen u. Bekannten (ssiö) - eine her?Ii(heroifc no,»nn iv) з. Ries, Solei Ullmann, Yranftfurf a. M Familie Arnold Kahn, Mainz wünscht allen Freunden и. Bekannten herzlichst (8929 Natflrlieliep Miner Sanerbrnnn! Hervorragender Repräsentant der alkalischen Natron-Quellen. Bei gichtischen Ablagerungen, Magen-, Nieren-, Blasenleiden, sowie bei Diabetes von Aerzten aller Kulturländer in dauernd steigendem Masse verordnet. Als prophylaktisches und diätetisches Getränk ganz besonders zu empfehlen. Käuflich in den Mineralwasserhandlungen, Apotheken, Drogerien. Auch in Hötels n. besseren Restaurants zu haben. (7321) Brunnen - Direktion Bilin. j Allen meinen werten Freunden und Bekannten wünschen herzlichst raits n^nn td j «• &-> nmw David Baue«* u» Familie Frankfurt a. M., Börnestr. 29. toriD - Maschinenbau, Elektrotechnik r) Automobilbau, Brückenbau. ^■ChuhurirnnT folgende?i i Mnnsth- Gnthednnge« gingen «ach Schluß de» I. Kerrrichniße» bei Unterzeichnetem ei«: Rabbiner E. Bamberger, Kiffingen. — Dr. med. erger, Kiffingen.—DistrittSrabbiner Dr. S. Bamberger rgu. Kiffmgen. — Zahnarzt S. B. Bamberger, Kiffingen. — or R. Einstüdter, Würzburg. — Albert Eller» u. Frau. — Dr. med. E. Ehrenreich, Badearzt Kiffingen — -,. hwege u. Familie, Thüngen. — Angela Fenchtwanger rilte, München. — Lothar Fenchtwanger u. Familie, i.' — E. Frank und Frau, Niederomen. — Lehrer Heuberger u. Töchter» HeidingSfeld.—L. Frendenberger, im Hammelburg. — Seminarlehrer Eliasgnt u. Familie, H- «nudelfinger und Frau. Ulm. — Familie Erünbanm, Nürnberg. — Seligmann Haarvnrger und Berlin. — Josef Heft jr. u. Familie, Birstein. — Benno » und Frau, Cöln. — Frau Ester Hirsch, Berlin. — Achenhünser u. Familie, Fünh. — Josef Jeidel u.Frau, Würz bürg, den 11. (Bepttiv. 1907. Kiffingen (Hotel Ehrenreich). — Familie Samuel Kahn, Cöln.— Jsak Lehman« u. Frau, Darmstadt. — Hermann Lehman« u. Frau, Lengfeld. — Carl Lehmasm u. Frau, Darmstadt. — Lehrer S. Levi, Birstein. — Lehrer S. Lewy, KülSheim. — Louis Ltebensteß«, Mainbernheim. — Carl Löwy u. Frau geb. Wechsler» München. — Rabbiner Dr. Marx u. Frau, Recklinghausen. — Dr. med. Julius Möller, Altona. — Wolf Möller u. Familie, Altona. — Lehrer N. Rnftbanm, Oherthulba. — Albert Reis, Kitzingen. — Dr. med. A. Rofenthal und Frau, Bad-Homburg. — Lehrer E. Schlaft, Düffeldorf. — Cwltusheamter Moses Silberschmidt u. Frau, Bayreuth. — Jakob Ullmann u. Frau, Schweinfurt. — Dr. R. Weinberg u Frau, Bad-Orb. — Lehrer Wtftman« u. Familie, KünzelSau. — Dr. Würzburger, pract. Arzt u. Frau, Rappenau. — Frau Lina Zimmer und Söhne, Fürth. Unthn« Kamberger, Distrikts-Rabbiner. Durch persönlichen Einkauf sind wir in der angenehmen Lage Bsroflim, buloroim unO tlaflassim z« denkbar billigsten Preise« r« liefern. (8803 Singer & Friedberg Buchhandlung Frankfurt a. M. Allerheiligenstr. 81 Den verehrlichen Mitgliedern der Synagogengemeinde „Jsrae. Religionsgesellschast^ wie allen weiteren Freunden und Bekannten wünscht herzlichst raits riDYin -idj und v"' rmvV. (8878 Obercnniop FriesMnder« Berlin W.f Schaperstr. 9. Wollmano’sclies Töetilerpensioiial Schulunterricht u. Forthildungelcurae Marie Kntnevsky. <8#u

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