Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 48 (1907)
- Issue
- Heft 23 (6.6.1907)
- Date
- 1907-06-06
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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MWMWWWWWWWWWWWMWM8 6. Juni 1907. Der ASraettt. Ro . 28. GW 14. mühte sich aber selber eine Ä^äne zü unter-- örücken. „Weißt," plauderte die Kleine weiter, Damals war es schlimm bei uns- Die Mama hatte Schmerzen, sagte es uns aber nicht. Wir hatten unger und baten um Essen. ,Später/ sagte die ama, ,wenn der Vater heimkommt/ Wir saßen am Fenster und warteten. Gegen Abend kam er. Er war traurig und sah betrübt auses fror ihn undZ er lehnte den Rücken an die Ofenwand, aber sie war kalt. Er wollte was sagen, aber da die Mama zu weinen anfing, so sagte erjnichts. Wir getrauten unsnicht mehr Men zu fordern und gingen hungrig ins Bett. Die Mama krächzte und stöhnte die ganze Nacht. Am Morgen sagte der Vater, die Mama sei krank und muß in das Spital. Wir hatten so Angst vor dem Spital . . . Dann . . . Nun, dann warst du so gut zu mir und sagest mir nach einigen Tagen, die Mama sei bald gesund und ich hätte ein Schwesterchen bekommen. Und dann zeigtest du mir das kleine-Schwesterchen und lerntest mich für sie Strümpfchen stricken und ..." Das Kind schaute, da sie keine Fortsetzung mehr finden konnte, still und dankbar zu Rosa hinauf. (Fortsetzung folgt.) darauf zu lege«, bald Überall an den Ehrentitel Oberin oder Oberschwester gewöhnen müssen. Es war die erste Morgenstunde. Nachdem Rosa von Zimmer zu Zimmer gegangen und sich überall nach Befinden und Bedarf erkundigt, überall die nötigen Anordnungen getroffen, zog sie sich in das Sprechzimmer zurück, um noch eimae Privatangelegenheiten zu besorgen. Es klopfte an die Tür. Rosa schaute nach der Uhrder Doktor konnte es noch nicht sein. Nein, es waren Kinderschritte. «Herein!" Nun stand sie da, etwas schüchtern und unsicher/die kleine Malle mit ihren treuen, bittenden Augen, in ihrem ärmlichen, aber sauberen Gewände. Denn nur sauber und tadellos gewaschen und gekämmt, durfte sie vor der Wohltäterin erscheinen. Es war das siebenjährige Töchterchen der armen Wöchnerin. „Guten Morgen, liebe Schwester! Darf ich jetzt, zu der Mama?" „Noch nicht, liebes Kind- Deine Mama hatte eine unruhige Nacht und sie schläft jetzt." „Darf ich hier so lange warten?" bat das Kind. ,^Jawohl. Und Marie holt Dir eine Tasse i warme Milch." Das Kind wagte es nicht abzulehnen und indem sie sich erwärmte, wurde sie auch freier tmb gesprächiger. „Das Strümpfchen, das Du wich stricken gelernt," lachte Malle, ein kleines Bündel auspackend, „ist über Nacht gewachsen. Schau nur her, liebe Schwester, wie lang es jetzt ist. Darf ich es hier weiter stricken?" „Ja, mein Kind!" erwiderte die Schwester, die Maschen des kleinen Kunstwerkes eingehend betrachtend. „Und nachher der Mama zeigen?" „Ja, es wird ihr große Freude machen." „Und gelt, das Schwesterchen soll die später anziehen." „Gewiß, mein Kind!" Geschickt hantierten die kleinen Fingerchen mit den großen Stahlnadeln die Maschen übereinanderfügend. Wie das immer wächst. Wie wunderbar und doch so einfach. Warum konnte sie das früher nicht? Früher? Ja. wußte sie denn auch früher, daß es so liebe Menschen gibt wie das Fräulein Oberin, die doch ihre Mama nicht ist und doch so gut zu ihr ist. . . . ,/Liebes Fräulein," sie schaute von ihrer Arbeit auf und ihre Wangen glühten, „warum warst du nicht schon früher hier?" „Früher? Wieso das?" „Früher ging es uns schlecht, aber seitdem ich dich kenne, habe ich nicht mehr geweint." ,/Weinen nützt nicht viel und paßt für ein großes Mädchen auch nicht," bemerkte Rosa, be¬ Fbdan hueratsHtel) ist ile Redaktion nicht verantwortlich; insbesondere Ist es aisschBessllch Sache der Leser, die hn Inseratenteil enthaltenen Empfehlungen rituellerwaren oder sonstige Angaben religionsgesetzlichen Charakters anf Ihre Zuverlässigkeit Zn prtfOn. für Calestm, Cefllttn etc., o vuno 0e- -0es(henhe ist Sie hebräische Don uchhanüluna R. 1 tlofmann, Sranhf urf a. m. ntlertieillgensfr. 87 (neben CateOoIOsdimlOf) Tel. 13680 Tür IDieSferDerhflufer höchster Rabatt — ■■ Kiinstsfidterei M* SSW^S Der nachstehend abgebildete (8307 D.R.G.M. ist der denkbar einfachste 1L prftktischste! Versagt nienm£! gÄr Tiere selbst über 1000 ,Bfd. Schlachtgewicht mit hervorragendem Erfolg verwendet! — Schriftliche ' Garantie, daß Stmtz, Stoß od. iBer» letzutzg der Tiere cmSgefchMen ist. 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Mohlim-Tereinrlffunf. Vorstand H. S. Gelbart, Goch, 8344) , Bheinproyinz. Sclnverh5i4|keitniid Ohrferünnehe werd.be- *' seitigtbeim Gebrauch d^getch. Patronen Aeunserst b e quem zu tragen. Im Gebrauch _ unsichtbar. Aerztl. empfobl. Zablr. Anßrk. Prosp. grat. u. franko. (6658) Hans. Sieger, Bonn a F?b- Silbepwapenfabpik, Modellier- und CiselierwerkstStten Lüzarus Posen ID«. Frankfurt a. f1. IJerlin tf. Künstlerisch äusgefflhrte Kultusgegensttode in Silber: (6852) Ss Ghajint, Tui, J«d, Vir-Tdihii, 0l«iiüh>llMipia etc. etc., worüber Masterheft und Preis-Oourant gratis und franko. M«e KLckrtri soll st» einer gröstere« jüdische« Gemeinde errichtet werden. (8360) Bewerber, die sich über ihre strenyreligiöse Lebensführung, sowie, chre Tüchtigkeit, auch in der Mazzebäckerei, auSweisen können, wollen ihre Offerten mit den Entsprechenden Zeugnissen unter „BSrkerei" an di« Geschäfts, stelle d. Bl. rjchten. Solche die auch die Fembäckerei verstehen werden bevo^ugt. iitlqnarlSGl» Wein lehraica o. 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