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Der Israelit · 1907-02-21 · Heft 8 (21.2.1907) · page 17

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Journal
Der Israelit
Volume
48 (1907)
Issue
Heft 8 (21.2.1907)
Date
1907-02-21
Page
– (sequence 17)
Language
German
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»; FebrrmrlS« Der ANraettt. Nr.S. Sette 13. Lebensweise vereinigen, wird er Hojer^riester ^INZ sNS und der Sinn von rntj ist/vielseitig. Denn nach dem Buchstaben 2 (der Samaritaner schreibt hier die Buchstaben in ftmaritänischer und hebräischer Quadratschrift. K.! gelangt er nicht vor vollendetem 20. Lebensjane. Und das 7! bedeutet, daß er voll sein muß \x 5 Bücher der Lehre Mosche's. Und das j Mgt, daß er der Zahl der Gerechten entspricht (xmeint sind wohl die 50 Zaddikim, um derentwillen Abraham die Rettung Sodoms erfleht. K.). (Der Sinn von WL72 Mehrzahl. K.) ergibt noch sin Zweites ('Jtf ftp 1? b'JTü oyfci). Danach btdeutet der Buchstabe daß jeder einzelne Priester.ein Diener der zwei Tafeln sein muß, auf denen die zehn C) Gebote stehen. Und das v (40) weist auf das Fasten des Herrn des Propheten, Mosche's ben Amram, hin, das 40 Tage und 40 Nächte dauerte, ehe er die Tafeln empfing. Und das Wort (die Endung) D' bedeutet „Meer" und' verlangt von den Priestern, daß ihre Weisheit dem Meere gleich (tief) sei (vgl. den Ausdruck 71V77>7) D\ K.) Und als der Hohepriester Amram ben Schelomoh sah, daß in seinem Brudersohn Jakck ben Ahron die erwähnten drei Eigenschaften vereinigt waren, da setzte er ihn in die Hohepriesterwürde an seiner Statt ein, während er noch lebte, vor seinem Tode. 'Und der Priester, der seine Brüder überragt (itikd Vnan fron, Hohepriester. K.) beginnt das Gebet und ruft: „Fürwahr, den Namen (DW3) des Ewigen rufe ich an" und er lieft weiter: „Höre, Israel, der Ewige, unser Gott, der Ewige, ist einzig." Und er liest den Satz des Segens (wohl das *p72\ K.) Und die anderen Priester lesen einige Gebete nach der Gewohnheit der Gemeinde der Kinder Israels, der Samaritaner, in Wahrheit. Hcherscharr. 7OV 'in* 'd yfa* mtoi n"ny 'bnz* tpd D d"id frun ruon mn ri8D onoDfii q'wmi .i*n .n p"pm* b"itr p8W jndn ,pusb l"D77l VV8p21!2 Vorliegendes Werk, das durch die Witwe des Berf., Frau Rabbiner E. Schwarz, H. M ä d. (Com.Zemplin, Ungarn) zu beziehen ist, ist das nachgelassene Werk des bekannten Müder Rabbiners, von dem bereits mehrere Werke halachiscben Inhalts, die sich in Fachkreisen ungeteilter Bewunderung erstellen, erschienen find. Das vorliegende Werk ist ein Kommentar zur Thoca. Freunden gediegener n7J8 wird dieses Werk aufrichtige Freude bereiten, denn Verfasser versteht es trotz aller Originalität und Geistesschärfe dem Grundsätze v-pp j$7pD pa lttltPO gerecht zu werden. Das Wert kann als eine schätzenswerte Bereicherung der modernen agadischen Literatur den Freunden des jüdischen Schrifttums aufs wärmste empfohlen werden Dr. Kl. Lebe« und Religio«. Gedanken aus den Werken Briefen und hinterlasienen Schriften von Max .Müller, Prof, der orientalischen Sprachen in Oxford. Verlag von Max Kielmann in Stuttgart. Die Vorliebe für philosophische Kerngedanken und der Erfolg der solche Gedanken in fich bergenden Aphorismensammlungen ist ein charakteristisches Symptom für die geistige Art unserer jüngsten Zeit. Das Leben findet sein Genüge nicht mehr an dem Wirrwarr des Greifbaren und wendet sich der Idee zu, als dem gegebenen'Wegweiser im Labyrint der Erscheinungen. Ein solcher Wegweiser können Max Müllers Gebankengänge für uns Juden allerdings nicht sein. Die religiöse Wärme und Innigkeit, die fie atmen und die uns sympathisch berührt, ist zu gutem Teile aus der Quelle der Psalmen und Propheten geflossen, aber nichts von dem, was dem Judentum als Offmbarungsreligton eigentümlich ist, hat gestattend auf Müller gewirkt. Ihm ist Name Schall und Rauch, umnebelnd HtmmetSglanz — uns enthält gerade dieser „Name", die Aussage des Judentums über Gottes Willen und Wirken, den wertvollsten Beitrag, dm das Judentum zur Erlösung der Menschheit geleistet hat und noch leisten wird. Max Müllers Buch ist das Werk eines geretstm, fast überreifen altm Mannes, den ein + warmes aus dem Unbewußten fließendes religiöses Empfinden über. die Ergebnifie des alles Unterwühlendm skeptischen Dmkms hinwegträgt. Man kann fich ay diesem Empfinden erbauen, zum Aufbau aber einer wahrhaftigen Einheit zwischm Wissenschaft^ und. Religion in unserem Sinne kann es nur wenig bettragen. —m. Die jüdischen FrnnenWlichte» über rftn m2 nVaöl niT^D nbyrn. Nach dem heiligen Rituale bearbeitet unter vorzüglicher Benützung des ausgezeichnnetm Werkchentz apjp rVG7 7)7'I28 von S. B. Bamberger, Distrikts-Rabbiner zu Würzburg ^181- Zwette verbesserte Auflage. Satoräljanjhely, Alexanders Buchhandlung 1907. 48 S. 8». 60 Heller. " Ein Anonymus hgt die für das jüdische Pflichtleben ungemein wichtigen, im Titel bezeichneten Kapitel des Rituals in deutscher Sprache und Schrift herausgegeben, um damit denen, die des Hebräischen und des Jüdisch-Deutschen unkundig find, für die Erfüllung chrer Pflichten die notwendige Belehrung zu vermitteln. Einige der Schrift voraufgehenbe rabbmtsche Gutachten sollen die für eine solche Arbeit unentbehrliche, bei der Anonhmttät des Verfassers aber unkontrolierbare Autorisation derselben erweisen bezw. ersetzenfie dürften indes, da die in ihnen ausgesprochene Zustimmung nur bedingungsweise und unvollkommen erteilt ist, diesen Zweck nicht zu erfüllen geeignet sein.- Die Ausstattung des Titels scheint übrigens dm Eindruck erweckm zu sollm, als habe der Käufer eine (nur typographisch neue) Originalschrift des Berfasier von 2PZV 7)'2^ 717728 vor sich und habe die Anonymität weniger in der Bescheidenheit des Autors vorliegenden Schriftchms ihren Grund als in einer Spekulation auf die Unkunde und Leichtgläubigkeit des Käufers. Nur in einigen Tetlm schließt fich die Darstellung genauer an das genannte upy 7)7728 an; meist unterscheidet fie fich einerseits durch größere Knappheit, andererseits durch größere Weitläufigkeit, von jenem nicht sehr zu ihrem Bortell. Zu kurz find wichtige Kapitel der Ntddah-Dorfchristen, die Challah- und Melichah-Gesetze rc. behandelt, weitschweifiger als nötig find die Einleitung und die Exkurse über Gemeinde-Jnstituttonen für 7)17V2 und P77iv, ganz überflüssig das dmtsche Gebet nach der Benutzung des Ritualbades. Auch die einzelnen religionsgesetzlichen Bestimmungen find nicht einwandsstei dargestelltneben Unklarheiten in der Fassung find auch Unrichtigkeiten wie die unnötige Erschwerung bezüglich der geforderten Minimalhöhe des Tauchbades. Sprache und Orthographie lassen viel zu wünschen übrig, sodaß dem deutschen Publikum — zumal neben dem bewährten 7)71)28 auch für denjenigen, der die jüdischdeutsche Schrift nicht lesen kann, ein gut deutscher Ersatz in dem Münz'schen 2iV2 7)717) vorhanden ist — die vorliegende Schrift nicht empfohlen werden kann. Die Bodenreform in der Bibel. Aus: Soziale Zeitfragen, Heft 28, von A. Damaschke. Preis Mk. —.50. — Verlag: „Bodenreform Berlin". In der kleinen Broschüre versucht der bekannte Führer der deutschen Bodenreformer, Adolf Damaschke, die jüdische Bodengesetzgebung, wie fie im Pentat euch zum Ausdruck kommt, seinen Lesem vorzuführen. Die Bestimmungen über Schemtta und Jobel, sowie über die Einlösungspflicht find im Großen und Ganzen richtig wiedergegeben. Bon dem weitreichenden Einfluß, den diese Gesetze auf eine gleichmäßige Erhaltung des nationalen Wohlstandes haben mußten, spricht Damaschke in begeisterten Worten. Für uns ist es eine Genugtuung, auch in diesem Punkte zu erfahren, daß die Verheißung, die uns geworden '131 Q72yn -W □DDi'QI 227)2271 8'71 '2 in Erfüllung geht. Zsinagogai Betzsdek, ungarische Kanzelreden, von Rabbiner Dr. B. Edelstein in Buda, 100 S. 8. Preis 3 K. im Selbstverlag des Verfassers. In den jüngsten Jahren hat die ungarische Predigten- Literatur große Fortschritte gemacht. Hervorragende Rabbiner haben ihre Kanzelreden in ungarischer - prache veröffentlicht. Es ist nur zu bedauern, daß, mit ganz geringen Ausnahmen, in diesen jüdischen Vorträgen den wirklichen iund praktischen Aufgaben des glaubenstreuen Judentums wenig Aufmerksamkeit gewidmet ist. Die religiösen Gedanken und moralischen Betrachtungen find so allgemein gehalten, daß man den Eindruck gewinnt, es seien jüdische Predigten für nichtjüdische Zuhörer. Edelsteins Reden gehören zu den besseren Erzeugnissen dieser Art. Die schöne Sprache, Schlichtheit der Diktion und finnige Anwendung zweckdienlicher Bibel-, Talmud- und Midrasch-Stellen machen auf 'den Leser guten Eindruck. rv^n Literarischer Sprecbsaal. Zu den Erklärungsversuchen von Exod. 22, Vers 19 in Rr. 5 und 6 ihres geschätzten 33tatte$ sei auch mir eine kurze Bemerkung gestattet. Fast ausnahmslos wird in der heiligen Schrift der Name m^8 mit dem bestimmten Arttkel von Gott gebraucht. Raschi's gegenteilige Behauptung läßt fich nicht auftecht erhalten. Ichermnere nur an I. B. M. 5,22- 6,9- 20,6- 22,1. Wo immer eine Abweichung von dieser Regel erscheint, erklärt fie fich aus der Gegenüberstellung des vierbuchstabigen Gottesnamens und q\7*?8, die ein Mißverständnis unmöglich macht, so H. B. M. 1811. Dagegen liegt im II. B. M. 22,19 ein solcher Gegensatz nicht vor. OD^8 bedeutet, wie ja noch der Ausdruck 'T Oi zeigt, wo die Bedeutung „Macht" hat, „Allmacht", „Allgewalt", „Gottheit". Da diese für.dev Israeliten nur der Einig-Einzige sein konnte, so genügte schon die Hinzufügung des bestimmten Artikels, um kraft seiner individualisierenden und demonstrativen Bedeutung den Allgemeinbegriff O77^8 S» spezifizieren und den Einig-' Einzigen, nämlich „den^ Gott zu bezeichnen (Bgl. Ramban zu l. B. M. 1,1). Indessen ist dieser Name, selbst mit dem bestimmten Artikel versehen, doch nicht über jedes Mißverständnis oder gar - ber jede Mißdeutung erheben. Denn auch die heidnischen semitischen Völker kannten ihn und gebrauchten ihn für ihre Götter. Das ist wohl der Grund, weshalb das Verbot im II. B. M. 22,19 ergangen ist. Nicht der „Gottheit", der „Allmacht", worunter auch eine Allheit von Göttern oder Namrkräften verstanden sein könnte, darfft du dein Opfer darbrrngen, sondern Haschem allein. So scheint es auch der Talmud Sarchedrin 63 d verstanden zu haben, der hieraus die Lehre entnimmt: p 7pjtt 7178 7271 DW Dtf PJTWDTI 72 □y^T). Aehnlich erklärt diesen Vers auch Obabja Sforno zur Stelle. Rabbiner Dr. Holzer. Den Verfasser der exegetische Miscellen in Nr. 7 des Israelit möchte ich darauf aufmerksam machen, daß seine Ausführungen im Jeruschalmi Schekalim, Kap. 6, Halacha 1 zu Ende als Ansicht R. Meirs mitgeteilt und genau oargelegt find. Fürth, den 19 Febr. 1907. Dr. Deutsch. Für de« Reklamenteil ißt die Redaktion nicht verantwortlich: insbesondere ist es ausschließlich Sache der Leser, die im Reklameteil enthaltenen Empfehlungen ritnester Ware« oder sonstige Angabe« religionsgesetzliche» Charakters ans ihre Zuverlässigkeit zu prüfen. Kaiser Friedrich Quelle 6346) Offenbach a. II. Gegen dicht u. Rheumatismus hewUurt.4 Natürlicher Biliier Siiertnii diätetisches Tafelwasser erfrischend - wohlschm eckend - StlfltllPI reine nafurfttihing in 7i u.'/, ¥(. überall erhältlich. Hauptmederlage in (6687) Frankfurt a. M. bei H. KOlach Waehf., «ebstrnk 1. Salftchlirf (7006) ist anerkannt unerreicht als Keitmittet gegen. Steinleiden, Kettsncht, Sicht. Asse Drucksachen frei durch die Kurdirektio«. Irüt der i/iiter iuI si selr- Frühling muß es doch werden. In der Zeit des Ueberganges aber muß man sich vorsehen und wer klug ist, hat gerade jetzt Fays ächte Sodener Mineral-Pastillen immer zur Hand: auf dem Spaziergang, in der Werkstatt, im Bureau, in der Schule rc. Wo der Mensch sich erkälten kann, da soll er auch Fays ächte Sodener vorbeugend verwenden und er soll fie gebrauchen, wenn er Erkältungen loS fein w ll. Man kauft FayS ächte Sodener Mineral- Pastillen üveall für 85 Pfg. die Schachtel. : V, 6950853831

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