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Der Israelit · 1907-02-14 · Heft 7 (14.2.1907) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
48 (1907)
Issue
Heft 7 (14.2.1907)
Date
1907-02-14
Page
– (sequence 14)
Language
German
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fettte 14. Rr. 7. ewiger Jagd nach Gold, den richtigen Weg verfehlt hatte, schlug mit Eisenfäusten auf ihn ein. Und im Alter hatte er die Sünde darauf gesetzt, das würgte jetzt an ihm- — wer pochte da draußen mit ehernem Finger, daß seine Seele darüber erbebte? „Jeder hält sich für achtbar", dachte Korn, weil er noch nicht für seine vorsätzlichen und unwissentlichen Sünden in den Kerker gewandert istweil seine schlechten Handlungen mit keiner gesetzlichen Strafe bedroht sind. O, wieviele, achtbare Menschen gibt's doch auf der Welt! Keine guten Vorsätze fassen, Versprechungen nicht erfüllen, Niemandem in der Not beistehen, andere enttäuschen, alles das und noch vieles mehr ist nicht strafbar, und doch straft es sich früher oder später." Korn rang schwer nach Atem. Nach menschlichem Recht und Gesetz war er weder strafbar noch ohne Anrecht auf Ehrbarkeit, aber vor sich selber und was in ihm rang und aufgährte, war er schuldig und verdammt. Er erhob sich, kleidete sich im Dunkel an, setzte sich leise fröstelnd ans Fenster und sah sttrrr in die Dunkelheit, in die ein grauer, mählich zunehmender Streifen Dämmerung hineintauchte. Der JSraeÜt.__ Ein kalter Tag, an dem Limbacher in Grabesnacht versenkt werden sollte, rang mit der weichenden Finsternis. — / Am Tage nach Limbachers Begräbnis kam Emil wieder zurück. Blässer wie sonst, mit verstörtem Gesicht, übernachttg und abgespannt, setzte er sich zu seiner Mutter. Nicht gewohnt, im Kreise der Familie das Wort zu führen, erzählte er im leisen Flüsterton, was er gesehen hatte. Kurz vor dem Begräbnis war er angekommen. Betty, welche mit dem Onkel, besten Frau und zwei fremden Personen in der Stube saßen, in der Limbachers Sarg stand, schrie laut auf, als sie Emil erblickte. Sie hielt krampfhaft seine Hand fest und bat ihn forlwährend, sie nicht zu verlasten. Limbacher war mit einem kleinen Gefolge, das vor der Stadt bis auf einige Personen bereits umgekehrt war, zu Grabe getragen worden. Gustav war nicht gekommen, obgleich das Begräbnis möglichst hinausgeschoben worden und fünf Tage seit der von ihm telegraphisch angekündigten Ankunft verflossen waren. In großer »mg setzte der Onkel den Telegraph nach ichtungen in Bewegung, eilte zur Polizei, an die Bahnhöfe, alles vergeblich — Gustav blieb wie vom Erdboden verschwunden. Niemand 14. Februar 1987. hatte ihn gesehen, niemand in den Hotels und Bahnstattonen, die auf der Reisestrecke lagen, konnte sich entsinnen, einen Menschen gesehen zu habe», auf den die Beschreibung paßte. Die Zeitungen begannen sich des rätselhaften Falles zu bemächtigen, und die Vermutung, daß der Vermißte einem Verbrechen zum Opfer gefallen sein mußte, gewann immer mehr Raum. Wie leicht denkbar, erregte der mysteriöse Fall im Städtchen wie auch an anderen Orten, großes Aufsehen und beschäftigte die Gemüter auf's Lebhafteste. Im Cafe hatte Adolf Eberftein die Vermutung ausgesprochen, daß Gustav wahrscheinlich nach Amerika abgereist und in diesem Falle so viel wie möglich von den Ausständen seines Hauses Zuvor einkassiert habe. Simon Korn, der in der Nähe saß, sprang auf und schrie entrüstet, daß kein anderer wie Eberstein auf solche niederträchtige Verdächtigungen kommen könnte. Es hatte nicht viel gefehlt, und es wäre von Worten zu Tätlichkeiten gekommen. „Limbacher hat Eure Freundschaft teuer bezahlen müssen", hatte Adolf wütend geschtten. Simon war totenblaß geworden und verließ gedrückt das Caft. — (Fortsetzung'folgt). Für den Inseratenteil Ist die Redaktion nickt verantwortlich; insbesondere Ist es ansschllessllch Sache der Leser, die lm Inseratenteil enthaltenen Empfehlungen ritueller Waren oder sonstigeAngaben rellglonsgesetzllehen Charakters auf Ihre Zuverlässigkeit zu prüfen. Aufforderung. Aus der hiesige» Stiftung des verlebte« Hoffactors Moses Cmanuel Speyer und dessen ^gleichfalls verlebten Ehefrau Gütet geb. Euoch, soll fiir das Jahr 1887 an ein bedürftiges Mädchen, das mit de» Eimern verwandt ist, ein Brautlegat vo» 1888.57 M. vergeben werden. (6937) Diejenigen, welche hierauf Anspüche machen wollen» haben sich innerhalb sechs Woche» unter Einreich, ihr. Verwandtschaftsu. Armutszeuan. a. d.Unterzeichn.zu wenden. Michelstadt i. O.» 6.Febr.1907. Der Borstaud d. HoffactorSpeher'fchen Stift. $» Michelstadt. Rais. tag Scher, verkaufe m. gut- Metzgerei m. Hans u. g zu «nsterst günstig. Bedingungen u. wäre einem jung. Mann sichere Existenz geboten, indem der an der Bahn gelegene Platz eine große, jüd. Gemeinde u. wohlhabende Umgebung hat. Off. erb. unt. ©. Z. 1788 Saafenstei« & Bögler, A.-G. rankf. a.M. (6938) n einer aufblühenden Industriestadt» derProv. Hessen- Nassau soll Altershalber ein fiisMbais an guter Lage und guter Um ebung mit 2 großen Schau- . enstern, großen Wohnräumen, Gartenu. Hintergebäude preiswert unter günstigen Bedingungen bei geringer Anzahlung eventl. auch ohne Uebernahme der Waren verkauft werde«. In dem Hause ist seit ca. 80 Jahren ein Manufaktur - - - - Erfolge betrieben worden u. kann auch ein Colonialwarenge schüft angelegt werden, da in der Straße ein solches nicht istirt. Offerb. u. P Z 1784 aasenstetu Le Bögler, A.-G. AeaMkfurt^a^M^^MY Purimfreude wird erst gekrönt, Wenn Festspiel, Rede, Lied ertönt: Sie verfaßt, wie anerkannt» Aeußerst preiswert und gewandt Cmma Neustadt, Festdichterin Breslau 111, Sonnenstr. 116 ii, (6972) Borteilhafte Existenzgriiudmia. Mit bescheidenen Mitteln kamt eine flottgehende kleine Koscherfeifefabrik mit gntem Absatz S werden, da der bisherige :r Alters halber sich vom ’t zurüctziehen will. (6964 Anfragen unt. F. Z. 1888 — ^aasenstrinK »oglrr frOnkfiirta. M. H. B. dr Beer, Amsterdam. HollSndicche Liqueure HDD dp "1EO ij Unter Aufsicht und Siegel Sr. Ehrw. Hern» Oberrabbiners Dr. I. H. Dünner. Erhältlich in allen besseren Geschäften, wo nicht vertreten, durch die Firma Alexander Rehbock, Weingroßhandlung, Frankfurt a. M. Alleinverkauf für Deutschland. (6928) Existenz. In einem der besuchtesten Luftkurorte Thüringens ist ein Haus mit 40 komfortabel eingerichteten Fremdenzimmern in welchen seither ein (jüdisch) Restaurant betrieben wird preiswert Off asm verkaufen. -MM Offerten unter G. Z. 658 an Haasenstein & Bögler, A.G.. Frankfurt a. M. . (6749) nos Plflllta riD£ irrn Beste-, gelbes, geschmeidiges Pflanzenfett, zu Milchu. Fleischspeisen verwendbar, übertrifft an Fettgehalt u. 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I Albert Kalthoffs soziale Theologie. II Das Minäerproblein. Brosch. Mk. 8.50, Lwdbd. Mk. 3,25. Das Wesen des prophetische« Judentums. Ein Beitrag zum Verständnis der Propheten von Dr. S. Kaatz. Brosch. Mk. 8.—. Der Kampf zwischen Judentum und Christentum in de« erste» drei christliche» Jahrhunderten. Bon Dr. Ignatz Ziegler. Brosch. Mk. S.—, geb. Mk. S.50. (6984) Kaiserstrasse 57 seit 30 Jahren bestehend Israelitisches Töchterpensionat (6996) von Frau Hermine Heine. ist von den be- - —es Werner Breuer’s Approbirtes Caffe-Snrroc deutendsten Chemiker» Deutschlands als Nahrungsmittel bezeichnet worden. Es verbessert u. verbilligt den Kaffee u. Malzkaffee. Rituell hergestellt mit. ständ. Aufsicht Sr. Ehrw. d. Herr« Rabb. Dr. Wolf, Cöln. (5686 Fabrik Cöln-Rodenkirchen. Gegr. 1800. IfflD beseitigen gänzlich (6653 Schwerhörigkeit n. Ohrgerttusche. Patentamts, gesch. Aerztlich empfohlen. Im Gebrauche bequem u. unsichtbar. Zahlreiche Anerkennungen. 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