Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 42 (1901)
- Issue
- Heft 96 (5.12.1901)
- Date
- 1901-12-05
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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m 42. Jahrgang.' Zweite Anlage zu M 96 des „Israelit". Literarische Umschau. bza e*spbo >bzz -ne^i» j-pnJIN ")2£1N 1BD 'O bv |'2J "HBS pYTDBI ,*7CB> p*W£0 nvn "tTX JTCipOn Qii onp’i cnenj cph'B rty ibetvo c: 'di ma p^x rro raxxta i? x > 1 z; pn toi '~zy h ,*;n “ib>x 'zvz .WZ"! pbn .x"z." *rtto p"pa pH V'xt "vbb'z ch Jahre sind verflossen, seitdem der dritte Theil des „2 z a r - H a g o d a u s" die Presse verlassen und nun nach langer Zeit erscheint endlich der vierte Theil desselben. Gewiß kommen fast täglich Bücher auf den Markt, nach denen man sich nicht sehnt, und wenn sie Fortsetzungen haben, so harret Keiner, außer der Verfasser, ihrem Erscheinen entgegen. Ganz anders ist dies bei dem uns vorliegenden Werke. „Ozar-Hagodaus" ist eine alphabetisch geordnete Sammlung der Agadas aus Talmud Bawli und Jerusalmi. Es ist dies also ein Werk, das Jeden interessirt, Vielen aber von unschätzbarem Werthe ist. Rabbiner, Prediger, Lehrer, Berufs- und Gelegenheitsredner, alle müssen sie es mit Freuden begrüßen. Denn die Agada ist eben die Quelle, woraus wir unsere Ethik, unsre Weisheits- und Sittenlehren schöpfen, und es kann nichts willkommener sein, als ein Werk, worin diese Weisheits- und Sittenlehren methodisch und alphabetisch geordnet sich vorfinden. Solch ein Werk ist dann ein unschätzbares Nachschlagebuch bei allen Gelegenheiten, da man nach einer passenden Agada sucht. Und so weit man den reichen Inhalt des Werkes jetzt schon übersehen kann, dürste man je kaum suchen, ohne etwas Passendes zu finden. Denn mit einem Riesenfleiße sind da zahllose Stellen aus Bawli und Jerusalmi zusammengelesen und Aehnliches an Aehnliches gereiht. Allerdings stellt sich gerade in letzterer Beziehung jedem Verfasser ähnlicher Werke eine kaum zu überwindende Schwierigkeit entgegen. Denn die ähnlichen Themata kommen unter dasselbe Stichwort; die, wenn auch ähnlichen Themata, sind aber nicht immer so gleich, daß sie für ein und dasselbe Stichwort passen; denn dieses soll den Kern des Themas enthalten; es soll dasselbe gewissermaßen durchleuchten lassen; nur dann ist ein rasches Auffinden desselben zu hoffen. Wo aber dieses nicht der Fall, wenn das betreffende Stichwort im Satze mehr oder weniger nebensächlich vorkömmt, so reiht man das Thema am besten in eine andere Rubrik, eröffnet, wenn thunlich, eine solche, um die Nutzbarkeit des Werkes nicht zu verkürzen. Gerade nach dieser Richtung hätten wir im „Ozar-Hagodaus" manches anders gewünscht. Manches Thema hätte in eine andere Rubrik besser gepaßt und dem Sucher sein Geschäft erleichtert. Um nur Weniges hervorzuheben: Erech S'chuß die Bezeichnung: wa auB, All' die Themata würde man kaum unter S'chuß suchen u. wenn auch in denselben Analogien hierzu zu finden sind. Erech Sman mit der Bezeichnung dt,ob; das sov bz tfyut es nicht; das Leitmotiv des Themas und sein Gehalt ist etwas anderes. Erech Siknoh,ro n'snz /b n:ziz. n*a nria gilt das Gleiche. Technisch wünschten wir. daß der Anfang eines neuen Buchstaben im Texte durch große Lettern hervorgehoben würde. Dieses alles soll aber dem Werth des Werkes keinen Abbruch thun. Dieser bleibt bestehen; er ist groß. Das mit immensem Fleiße ausgearbeitete Werk ist der darauf verwendeten Mühe werth. Es wird Niemand das Werk zur Hand nehmen, ohne Nutzen daraus zu schöpfen. Freilich, der rechte Nutzen kommt erst nach Vollendung desselben zur Geltung. Da der vierte Theil erst mit Buchstabe - endigt, hat es bis zur Vollendung allerdings noch gute Weile. Zweifellos kann man aber dieselbe beschleunigen durch einen kräftigen Absatz der ersten bereits erschienenen vier Theile, was bei dem billigen Preise keine große Ausgabe wäre. Jeder Theil kostet 70 Psg. unsrankirt, 90 franko. Das Werk ist beim Verfasser, Herrn Gabriel Müller, Mattersdorf (Ung.), zu haben. Wir wollen bei dieser Gelegenheit auch nicht verfehlen, aus ein zu Herzen sprechendes Musar Sefer, das der geehrte Verfasser herausgegeben, aufmerksam zu machen. Dasselbe führt den Titel: pix 'bnv. -g- 88. nxa zbrz n nrrf>o xtoSn bb'iz pfty -ßD hxhjxe pnzu bxnojjnxi rpe:a In unseren Tagen, da leider die Nachfrage um decisorische Bücher eine sehr geringe ist, muß man vor Allein den Muth anstaunen, wenn ein Verfasser mit einem ähnlichen Buche in die Oeffentlichkeit sich wagt. Das Buch ipey \w ist keineswegs eine Dutzendwaare, wie sie häufig auf den Büchermarkt getragen wird, die dann in einem Winkel des Schrankes vermodern, denn der verständige, litterarisch gebildete Leser, so er in die ersten Blätter genannten Werkes Einsicht genommen, wird es nicht eher bei Seite legen, bis er mit dem Inhalte desselben sich vertraut gemacht hat. Von Blatt zu Blatt wird sein Interesse reger und er saugt den Duft dieser herrlichen, Aug' und Herz ergötzenden Blumen mit Wollust und Gier ein. Der Verfasser hat es sich zur Aufgabe gestellt, Rabbinen und All' jenen, die das Amt eines solchen versehen, zu Hülfe zu kommen, indem er alle Gesetze über to und nnHv in reiner, verständlicher, kurzgefaßer Sprache nach dem -p uns vor Augen führt, mit erläuternden und erklärenden Beisätzen. Das viele, erschwerte Nachschlagen in den Codizes wird hierdurch überflüssig und schon darum hat der Verfasser ein Verdienst, das nicht gering anzuschlagen ist. Der