Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 42 (1901)
- Issue
- Heft 95 (2.12.1901)
- Date
- 1901-12-02
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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2104 welcher in Algier auf den damaligen antisemitischen Maire Max Regis geschossen und denselben verwundet hatte. Das Gericht in Aix hatte im Delegationswege die Rechtsprechung über diesen Fall erhalten. In der Verhandlung wurde durch Zeugen der Terrorismus gekennzeichnet, welcher von den antisemitischen Machthabern der Stadtverwaltung in Algier ausgeübt wurde und Gewaltakte förmlich provoeirt habe. Gerault Richard aus Paris sagte, als Zeuge vernommen. Algier stand unter der Jchreelensherrschaft der Antisemiten. „Indem der Angeklagte den Angriff aus Max Regis beging, hat er sich im Zustande legitimer Nothwehr befunden, wir wollen Niemandes Tod, aber wir müssen das Recht haben, uns zu vertheidigen, wenn wir angegriffen werden. Indem Sie Talhoudec freifprechen. werden Sie den Antisemiten Frankreichs zeigen, daß Jedermann das Recht hat, sich zur Wehre zu setzen, und zumal dann, wenn er damit der Sache der Freiheit dient." Der Vertheidiger sagte: „Wenn Sie den Angeklagten sreisprechen, werden Sie einen Akt guter und spruches wurde mit den Rufen: „Nieder mit den Antifranzosen:" „Es lebe die Republick!" „Hoch die Jurist" aufgcnommen. Afrika. Port Said. (Eine „R i t u a l m o r d"- A s f a i r e.) Der „Hawazelet" schreibt: Während des letzten Hiittenfestes kam ein italienischer Barbier zum Richter mit der Anzeige, daß ein Jude seine sechszehnjährige Tochter stehlen wollte, um von ihr Blut abzuzapfen. Der Richter entsandte zwei Polizisten mit dem Befehl, den Juden vorzuführen. Der Italiener wies sie in eine Restauration auf einen gewissen Ehaim Kahane, welcher alsbald festaenommen wurde. „Wie lange habt Ihr noch bis Ostern?" fragte ihn der Richter. „Sechs Monate," eriviederte der Häftling. „Und da sucht Ihr jetzt schon Blut!" rief der Richter erregt und lieh in in's Gefängnifz abführen. Der Rabbiner von Port Said verständigte den Chacham-Pascha in Kairo, und durch seine Vermittelung wurde eine strenge Untersuchung durchgeführt, welche ergab, daß nicht der mindeste Verdacht gegen Kahane vorlag und daß der Italiener wegen eines Streites die Anzeige erdichtet habe. heilsanier Justiz üben." Die Verkündigung des Frei- Unfeinen» Für den folgenden Theil ist die Red action nicht verantwortlich At» Uldactton unternimmt nirmots eine Prüfung in Krrug «uf die riturlie Zuverlüsstgkrtt der ««gepriesenen Maar««. Die Kefieher habe», wen» st« in dieser Dinstcht gesichert sein wollen, die Anpreisungen. Deferenrrn «tr. selbst einer Tontrolr m unterwerfen. Kchtnft der Inseratenannahme ist stets: für die Uiontagsnnmmer, Sonntag Früh 8 Uhr, für die Donnerstagsnummer, Mittwoch Mittag VS Uhr. Knfer Platt gelangt regelmäßig Montag und Donnerstag in den Abendstunden rum Versandt. Deklamationen wegen fit späten Eintreffen« i» uede «an bei der betreffenden Postanstalt ru machen. Offerten auf Ehifferannoncen werden täglich, mit Ausnahme von Samstag wetterbefSrdert. Sensationelle J/euheitf j .Israelit"! tr s Zeitunas-Postkarten.; # ** G G „Israelit" photographisch verkleinert, mit A d Bild auö dem altjüdischen Familienleben. M Probesendung gegen (Einsendung von Psg M in Marken. M» Al"" St. Mk. ltt —, heute erschien, versend, die A 3 u. 'A'irtli’idjc WfhilchKiilkklti A.O., 3 J Mainz. OG»O»OO!GOG»G«IOGOOO«!GGGOGOG Innigpe Bitte. Eine höchst ehrbare Frau, die mit größter Anstrengung durch Verkauf von Maaren im llmherziehen, sich und ihre zahlreiche Familie ernährt. Kat, weil sie nicht abwartetc, bis ne von der Behörde das Geiverbe Patent erhielt, eine Steuer-Eontravenlionsstrafe von Mk. 00,— zn bezahlen. Ein Eestich wegen l^-rlussung der Strafe wurde von der Behörde abschläglich beschieden. Die wenigen Maaren, die sie besitzt, sollen ihr nun gepfändet und versteigert werden. Woblthätige Menschen iverden hierdurch aufgefordcrt, Beiträge zu diesem ivabren GemiluS Eh sed zu svenden, die die Geschäftsstelle d'eses Blattes unter 'Jfr. 81<>3 gerne entgegen nimmt. I;«. Rcfer uzen von hervorragenden Glaubensgenossen stehen zu Diensten Auch die Redaction dsS. Blatt, ist bereit, Auskunft zu ertheilen und Rainen zn nennen. «it Wwe. I. (Oumprich's ^lüclischss Kochbuch Soeben erschienen und vom Verfasser, sowie durch alle Buchhandlungen zn beziehen: vic Poesie der Hebele Israels $05 ikdtlbiilh kr Sunopgr in pelischkl ilcfcmropp von Dr. J Goldsclimidt. Grohif. Halilmtrr ju (Ofteubnrij n. Hi. Deutscher Text, geb- Vwd. mit Goldstlmitl Mk. t— Bereits 3. Auflage. Ein vollständiges Kochbuch für die jüdische Küche. Unentbehrlich für jeden jungen Haushalt, ein Raihgebcr für die erfahrene Köchin. — Enthält viele hundert Rezepte für den täglichen u. feineren Tisch nebst einer Anleitung für! Tischdecken und Servieren.! Vorzüglich geeignet zu Geschenken. Preis pro Exemplar I Mk. 4.— unter Nachnahme oder vorheriger Cassasendung.! Miederverkäufer Rabatt. Pu beziehen durch |F! Sr (£a, Trier.