Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 42 (1901)
- Issue
- Heft 94 (28.11.1901)
- Date
- 1901-11-28
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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M 94, Der Israelit. Ein Aentrat-Hrgan für das orthodore ZudenLhum. Begründet von Br. Xtfymuttfl in Hl«it»i. Donnerstag, den 2 8. November 5662 (1901)« sur Eine Mnek nbonnirt man bei allen Postanftalten für den Monat Dezember auf den „Israelit". Dieser Preis tritt aber nur ein bei Abonnements, welche rechtzeitig am Poft-Zeitungssckalter deS Wohnsitzes des Bestellers oder bei dem betreffenden LandbrieftrSai^. ausaeaeben werden. B6T“ Die Briefträger sind berechtigt den Abonnements-Betrag in den ersten 25 Tagen des Monats gegen Quittung in Emvfang zu nehmen. Ausland enlsvrechend höher. Die Expedition des „Israelit." Leitender Artikel. Pktki« m Wahmg Kr rcligisscii Ziitmjseil hts )»K>ilh>»»s in Kr Pmiiiz BkUstlc«. Seier der ossiciellen Ämlseinsührung des neugemähtten Rabbiners Herrn Dr. Marx, verbunden mit der A6fchiedsfeier für den bisherigen Rabbiner Herrn Director Dr. G. Lange. sBericht von S. Frankfurter, Wesel.) Einen Fest- und Ehrentag im herrlichsten Sinne des Wortes begingen die um das Banner des gesetzestreuen Judenthums geschnürten Westfälischen Gemein; den am 20. November d. I. in Dortmund. Nicht allein aus der betheiligten Provinz, sondern auch aus anderen, selbst entfernt gelegenen Theilen unseres Vaterlandes waren die Gäste, Damen und Herren, herbeigelommen, und als uni II Uhr Vormittags die Feier ihren Anfang nahm, da war der große zum Festraum ausersehene Saal des Vogell'schen Restaurants dicht besetzt. Schon durch diese äußerst zahlreiche Betheiligung, welche das große Interesse für die idealen Ziele des Vereins auf das lebhafteste bekundet, wurde die Stimmung unter den Anwesenden auf das schönste angefacht und auf das herrlichste dargerhau bjrpi pSx sb *3 daß Israel nidjt verlassen ist und sich und seine heilige Fahne nicht verläßt, sondern daß der alte Geist, der unser Volk Jahrtausende lang beherrscht und durch Wüste und Meer rettend hindurchgeführt hat, noch immer sein Begleiter ist und es stets bleiben wird. Große Freude bereitete es den Mitgliedern, ihren bewährten, um die Sache des Vereins viel verdienten Vorsitzenden, den Herrn A. Lewertoff aus Höxter, welcher mehreren früheren Versammlungen leidender Gesundheit halber hatte fernbleiben müssen, nun wieder anwesend und in seiner Funktion das Fest leitend zu sehen. Mit beredten herzlichen Worten begrüßte derselbe die Anwesenden und präsidirte in würdiger Weise dem so hehren Zwecke geweihten Feste. Dann betrat Herr Direktor Dr. G. L a n g e die Rednertribühne. Schlugen dem Manne, der unter so schwierigen Umständen ein so gewichtiges Amt übernommen und es so würdevoll und getreu verwaltet hat. schon die Herzen Aller entgegen, und war es Jedem eine innige Freude, ihn, der sich allgemeiner Beliebtheit in so kurzer Zeit zu erringen gewußt hat, begrüßen zu dürfen, so erhoben sich diese Gefühle durch die herrlichen, tiefdurchdachten, von lauterster Ueberzeugung durchwehten Worte, mit welchen das ehemalige geistige Oberhaupt des Vereins sich nun von seinen ihn hochverehrenden Getreuen verabschiedete, zu glühender Begeisterung. Wir vermögen nur den Inhalt der mächtig wirkenden, durch liebliche Bilder und klassische Citate geschmückten Rede wiederzugeben: „Es seien jetzt gerade fünf Jahre verflossen." so begann Redner, „seit der Vorstand des „Vereins zur Wahrung der religiösen Interessen des Judenthums in der Provinz Westfalen" ihm die Nachricht von seiner Erwählung für den neu geschaffenen Posten eines Rabbiners in Westfalen hatte zukommen lassen. So über-