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Der Israelit · 1901-11-25 · Heft 93 (25.11.1901) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
42 (1901)
Issue
Heft 93 (25.11.1901)
Date
1901-11-25
Page
– (sequence 12)
Language
German
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-4 2050 und Invalidität abzuschließen. Die (Einnahmen des ■ Vereins betrugen Mt. 11,854.81, die Ausgaben; Vit. 11,443.41, das Gesammtvermögen Vit. '.»888.20. In der statutengemäßen Generalversammlung wurden j die nach der Reihenfolge ausscheidenden Vorstandsmit j glieder, die Herren Amrsgerichtsrath Löwenherz und! Fritz Rothschild wiedergewählt, und an Stelle des! Herrn Mar Bendir zum Kassirer Herr Fritz Rothschild! gewählt. Es wurde beschlossen, in nächster Zeit zur Hilfeleistung in armen tränten Familien und zur Assistenz der Aerzte in solchen eine Schwester zu entsenden, die zugleich als Vertrauensperson des „Israelit. Frauen Vereins" in der Armenpflege thätig sein solle. Der Vorstand besteht aus den Herren Dr. B. Auerbach, Vorsitzender. Rechtsanwalt Carl Cltzbacher, stelle vertretender Vorsitzender, Dr. Fritz Cahen, Schriftführer, Fritz Rothschild, Schatzmeister, Max Bendir, Isidor Dülken. Amtsgerichtsrath Löwenherz, Philipp Neckarsulmer, Dr. L. Oppenheimer. Berlin, 24. Nov. Ueber Wilhelm II. bringt die „Staatsbürgerzeitung" die folgende für das Pücklerblatt bezeichnende Mittheilung: „Eine eigenartige Auszeichnung durch den Kaiser ist den Glaser Salomon Arndt'schen Eheleuten zu Jastrow zu Theit geworden. Aus Anlaß ihrer goldenen Hochzeitsfeier verlieh ihnen der Kaiser auf ihren Wunsch statt der goldenen Ehejubiläums-Medaille eine in hebräischer Schrift verfaßte illustrirte Bibel, auf deren Titelblatt der Kaiser eine Widmung niedergeschrieben hat. Aachen, 18. Nov. (Fünfundzwanzigjähriges Jubiläum des Fiebermann - schen Jugendvereins.) Zu einer eindrucksvollen Feier gestaltete sich in ihrem Verlaufe die gestrige Generalversammlung des Fiebermann'schen Jugendvereins zur Bekleidung bedürftiger jüdischer Schulkinder. Sie galt vorwiegend der Ehrung von Frau Wilhelmine Hartzfeld, welche in diesen Tagen auf eine fünfundzwanzigjährige Wirksamkeit als erste Vorsteherin dieses Vereins zurückblicken konnte. Nachdem die Jubilarin von zwei Damen des Vorstandes abge^ holt und unter den Klängen eines Harmoniums an ihren, mit einem prächtigen Blumen-Arrangement geschmückten Platz geleitet worden war, ergriff Herr Rabbiner Dr. I a u l u s das Wort. In formvollendeter, von Wärme des Gefühls getragener Rede rühmte er die Verdienste, welche sich Frau Hartzfeld durch ihr stets betätigtes Interesse und ihr rastloses Wirken für die edlen Zwecke des Vereins um diesen erworben habe. Ihrer Thätigkeit sei vornehmlich die Stellung zuzuschreiben, die der Verein unter den Institutionen der Gemeinde einnehme. Seine beziehungsreichen, Erinnerungen auffrischenden und auch die Betätigung allgemeiner Wohlthätigkeitspflege streifenden Ausführungen ließ Redner in den Wunsch ausklingen, daß die Jubilarin noch viele Jahre, wie bisher, dem Vereine ihre erspießliche Wirksamkeit widmen möge. Frau Hartzfeld dankte in bewegten Worten. Ihre rege Antheilnalnnk an der seltenen Feier hatten die Vereins Mitglieder durch ihr fast vollzähliges Erscheinen bekündet, so daß der Versammlungssaal bis zum letzten Platz besetzt war. Müncht.'», 24. Nov. Die hiesige israelitische Qu! tasgemeiude hat, wie bereits mitgetheilt lourde, an das Gemeindebevollmächtigten-Kollegium eine Eingabe um Erhöhung des gemeindlichen Zuschusses zu den Kosten für Ertheilung des israelitischen Religionsunterrichtes gerichtet. In der heutigen Sitzung beantragte der Referent Dr. B e d a l l Namens des Ausschusses, die Eingabe dem Magistrate zur Kenntnißnahme und vorgängigen Stellungnahme zuzuleiten. Gemeindebevollmächtigter Dr. H e n r i.ch erklärte, daß er zwar prinzipiell gegen alle gemeindlichen Aufwendungen für Kultuszwecke sei, daß man aber, nachdem man einmal A gesagt habe, aus Gründen der Billigkeit auch B sagen müßte, weßhalb er es für angezeigt erachte, die Eingabe dem Magistrat zur Würdigung hiniiberzugebeU. Nachdem Vorstand S e h b o t h noch konllatirt hatte, daß eine Verpflichtung der Gemeinde, derartige Zuschüsse zu gewähren, nicht bestehe, und daher die seitherigen Leistungen für den gedachten Zweck lediglich freiwillige und widerrufliche seien, wurde der Ausscbußantrag mit allen gegen eine Stimme zum Beschluß erhoben. Vermischtes Frankfurt a. M., IN. Nov. Herr Dr. Seligmann, dz. Prediger am Hamburger Temvel, ist von der israelitischen Gemeinde zu Frankfurt als Rabbiner angestellt worden und tritt ain 1. April in sein neues Amt ein — Der Redner des Talmud-ThoraVereins heißt nicht Steinemann; es ist Dr Isaae Heinemann. Briefkasten der Redaktion. Mit dem heutigen Tage haben wir eine un seren Abonnenten gewiss hochwillkommene Neuerung getroffen. Dieselben erhalten von jetzt ab nnentqeltliche Auskunft in allen (nicht blos das Judenthum betreffenden) R echtsangelegen h eiten, sowohl im Briefkasten als auch direkt brieflich. Abonnementsquittung ist gefl beizulegen. Die Anfragen werden von einem bedeutenden Juristen eingehend beantwortet. B. in A.: Der Unterschied zwischen dein Zudenthnme und den neueren materialistischen Lehren besteht auch zum Theil darin, daß die Darwinianer den Geist des Menschen als ein etwas rein Stoffliches zur öden Materie hinabsinken lassen. Das Judenlhnm hingegen erhebt durch seine Reinheits- und Speisegesetze den Stoff zur Höhe des Geistes Herr Hauptlehrer A n d o r n—Erefeld, bittet uns mitzutheilen, daß sein in Nummer 90 abgedruckter Aufsatz seit langer Zeit in der Mappe des Setzers ruhte und ihm versehentlich vor der Drucklegung nicht zu erneuter Durchsicht vorgelegt worden ist. Irgend eine Conzession an die Bemängelungen des Herrn Dr. X. zu Straßburg sei mit dieser Feststellung allerdings nicht beabsichtigt. Bergt, auch den Leitartikel in der heutigen Beilage von Dr. Blumenthal. Briefkasten der Expedition. M. M. in L.: Betrag von M. 2.80 empfangen.

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