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Der Israelit · 1901-11-21 · Heft 92 (21.11.1901) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
42 (1901)
Issue
Heft 92 (21.11.1901)
Date
1901-11-21
Page
– (sequence 12)
Language
German
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SOLL Dänemark. Kopenhagen, 17. Nov. Von einem sehr schweren, schmerzlichen Gange kehrenwir soeben zurück; noch sind wir Alle wie von dem harten Schlag gelähmt, der uns hie in Kopenhagen, in ganz Dänemark und weit über seine Grenzen hinaus, getroffen! Einen der edleften, der besten Männer unserer Gemeinde haben wir in die Erde senken müssen! Benny M. Gold schm idt ist nicht mehr! Alle Zeitungen der letzten Woche sind voll gewesen von Anerkennung, von Lob und Preis dieses herrlichen Menschen, dieses Philantropen im vollsten Sinne des Wortes, wie es wohl selten gesprochen wird. Von ihm ist zu sagen, daß er nur für das Eine gelebt und gewirkt hat.- Gutes zu thun auf jede erdenkliche Weise, meistens im Geheimen. Alle, Alle haben wir ihn verloren, die Gemeinde, die mit berechtigtem Stolz ihn zu den ihrigen nannte, die zahlreichen Freunde und Bekannte mit denen er in Verbindung stand, die vornehmen Geschäftsfreunde — zuerst und zuletzt aber die Armen, die Hilfslosen, die Unglücklichen, die Heimaths- und Obdachlosen und die in dem großen Menschengewirr Heruntergekommenen, ja selbst den entlassenen Sträflingen reichte er nach ausgestandener Strafe, eine schützende und liebevolle Hand, half ihnen wieder zurecht, sprach zärtlich und milde zu ihnen, verschaffte ihnen Stellungen zum ehrlichen Broderwerb und erlebte auch die Freude, daß seine Bemühungen gelohnt wurden, dadurch, daß die früher Elenden wieder achtbare Mitbürger wurden. Großes Vermögen besaß dieser seltene Mensch, aber er fühlte doppelt die Pflicht zum Helfen, zum Geben, zum Versorgen, und zu Tausenden sind diejenigen zu zählen, die jetzt einen treuen Versorger, einen liebenden Freund, einen nie rastenden Beschützer, — ja einen Vater an ihm verloren haben. War er doch der Gründer zahlreicher Wohlthätigkeits-Vereine, die Seele und Leiter derselben, und wo es galt, Opfer zu bringen, Noth zu lindern, der Ersten einer war er! In den letzten Jahren hatte ihn eine schleichende Krankheit befallen, doch war er bis zu seinem Hinscheiden noch in seiner großen Kleiderstoff-Fabrik thatig, die jetzt von seinem einzigen ' Sohne geleitet wird. Fast 70 Jahre ist er geworden, tief wird er vermißt und aufrichtig ist das Gebet: n -2::n. P. E. Sprechfaul. (Erwiederung. Das Eingesandt der Verlagsbuchhandlung enthält in Bezug auf meine Ausführungen weder Neues, noch Gegensätzliches. Es besagt dasselbe, lediglich mit Umkehrung des logischen Verhältnisses von Ursache und Wirkung. Nicht die geringe Aussicht ans Absatzgelegenheit bedingt den Mangel an päd.-jüv. Anschauungsmitteln, sondern der Umstand, daß man dem Gedanken der Anfertigung solcher überhaupt noch nicht näher trat. Wiirde der Wille hierzu sich erst zeigen, so würde der Weg — durch den Verlag — sich von selbst bahnen. Für diese Wirkung ist jenes die Ursache, die Voraussetzung, nicht umgekehrt. Die Förderung durch Subvention oder Subskription ist ganz auch nach meinem Sinne. A. Mannheimer, Dettelbach. vermischtes London. Der „Manchester Guardian" theilt mit, daß sich die Zahl der Juden, die den gegenwälttgen Krieg in Südafrika mitgemacht haben, nach sorgfältiger Schätzung auf 2100 beläuft. Bonn a. Rh., 12. November. (R a b b i n e r w a h l.) Vorstanv und Repräsentanz haben heule einstimmig Herrn Dr. Kalischer, z. Zeit Rabbiner in Stolp i Pom., zum Rabbiner der hiesigen Gemeinde gewählt.__ Berichtigung: S. B. Bamberger 7" 2, ist nicht am 5. KkSlew, sondern 5. pcymo geboren._!V«n-Eröltnung; HALLE a. 8, Leipzigerslr. 271- Eisfeld*s rituelles Speisehaus streng- -sAD streng- Referenzen: Halberftädter $ Fulda'er Rabbinat. [8506] Ä « } t i fl t n, Für den folgenden Theil ist die Redaktion nicht verantwortlich. haben, Dt» M»»attt** nntorntmmt ttUmais eine pröfüng In gme auf die rituelle ZuverlSsstgürN der m»s-prtrsenen Maaren. Ai- Schwer rnenn Ne In dieser Ainstcht gesichert sein wolle«, die Anpreisungen. 8tef*r*ttfen etc. selbst einer Goutrole m unterwerfen. El »er Unser atenannadme ist stet»: für die Wontagsnnmmer, Sonntag Früh S Uhr, für die Donnerftagsnmnmer. Mittwoch Mittag 12 Uhr. WUN» gelangt regeimähig Montag und Konnrrftag in den Abendstunde» r«m Versandt. Reklamationen wegen i» späten Eintreffen« de- MWH »lf »er betreffende» Mastanstalt ju mache«. Effekten auf «hifferannoncen werden täglich, mit Ausnahme von Samstag wetterdefSrder». Lin junges Ehepaar sucht © gegen hohen Lohn ein braves, tüchtiges, jüdisches Jtfädchen, daalle häuslichen Arbeiten übernimmt. [6556 Jfidor Eppstein, Ludwigshafen a. Rhein. jurn Migionsunlerrichl in der ist. Schule von Nathan Bamberger, DistriktSrabbiner in Würzburg. Fünfte, verbesserte Auflage. Preis in Leinen geb. 0,60 Mk. Zu beziehen durch alle Buchhandlg., sowie auch beim Verfasser. **** «tederverkLufer erhalten Rabatt. **** junger Mann, 19 Jahre \» alt, der vor einem */* Jahre die Lehrzeit in der Arbeiter- Wäsche- und Herren-Eonfect.- Branche gut absolvirt hat und mit besten Zeugnissen versehen ist, sucht Stellung in ein. am rat? streng gefchl. Geschäft. Gefl. Off. u. L. H. Berlin, Postamt 18. [8567

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