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Der Israelit · 1901-11-18 · Heft 91 (18.11.1901) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
42 (1901)
Issue
Heft 91 (18.11.1901)
Date
1901-11-18
Page
– (sequence 12)
Language
German
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1998 Herzog Maxstraße, entgegengenommen werden. Die Chanutafeier findet am 8. Dezember, Nachmittags, statt. Eintrittskarten find vom 1. Dezember an wochentäglich Vormittags im Vereinsbureau, Herzog Maxstraße 51, und bei den Herren Religionslehrern zu haben. Stuttgart, 14. Nov. (Israelitisches Lande s - A s y l.) Gemäß eines in der letzten Ausschußsitzung des „Israelitischen LandeS-Asyl- und tlnterstützungsvereins" einstimmig gefaßten Beschlusses wurde ein in herrlicher und gesunder Lage befindliches, fünf Morgen großes Areal auf der Gemarkung Sontheim bei Heilbronn angetauft, wodurch die längst als Bedürfnis; einpfundene Errichtung eines Asyls für alte und erwerbsunfähige Israeliten Württembergs ihrem Ziele näher gerückt ist. Mit dem Bau selbst soll erst begonnen werden, wenn das Grundstocks-Vermögen die statutarisch hierfür vorgeschriebene Höhe erreicht hat. Zu diesem Zwecke sei an alle Freunde und Gönner in Stadt und Land die Bitte gerichtet, dem Vereine weitere Beiträge und Spenden zuzuwenden. U n g a r n. Budapest, im Nov. Der junge Advokar Dr. M. L a d a n j i zog den hiesigen Bezirksrichter Dr. St. P e tz zur Verantwortung, weil derselbe ein Symbol der christl. Religion aus seinen Disch stellte. Der junge Anwalt erklärte auch, daß er vor einem solchen Disch nicht verhandle. Ein Disziplinarsenat der Advokatenkammer, unter dem Vorsitze des vom Diszar-Eßlarer Prozeß berühmten Advokaten Dr. Bernhard Friedman n , beschäftigte sich dieser Tage mit dieser Angelegenheit. Kammeranwalt Dr. IlleS P o l l a k, auch ein hervorragender jüdischer Advokat, vertrat die Anklage und machte folgende sehr bemerkenSwerthe Äußerungen: „Den Hintergrund der Affaire — meinte er — bilde die Kreuzbewegung der studirenden Jugend. Kaum waren die Wellen beruhigt, welche diese Aktion aufgepeitscht hatte, als sich ein Richter fand, der ein christliches Religionszeichen aus seinen Tisch stellte, und dann fand sich ein unbedachter junger Mensch, der den Richter hierfür zur Verantwortung zog. Der junge Mensch dachte nicht daran, daß den Richter nur seine Vorgesetzte Behörde zur Rechenschaft ziehen dürfe. Nicht einmal ein Richter hat hierzu das Recht, und that er es, so ist dies Stänkeret. Der Beschuldigte ist Jude, aber es sei dennoch nicht deutbar, daß er aus religiösem Fanatismus so gehandelt habe. Der Beschuldigte hat nicht daran gedacht, daß er als Jude gegenüber dem Symbol des Chriftenthums besondere Zurückhaltung hätte an den Tag legen müssen. Ist dies keine Stänkerei, so ist es der befangene Obskurantismus, und einen solchen wird das ungarische Advokatenkorps nie aecevtiren. Er bittet, den Angeklagten für schuldig zu erkennen und über ihn im Hinblick auf sein jugendliches Alter als mildeste Disziplinarstrafe eine Rüge zu verhängen." Dr. L a d a n y i erklärt, er sei das Opfer einer p'öswilligen Verfolgung. Rur das demonstrative Be nebinen des Richters!iabe ihn zu einer Unbesonnenheit hingerissen. Rach kurzer Berathnng entschied der Tisziplinarsenar, daß Dr. Ladanyi sich im Sinne des § 108 der Adookalcnordnung eines Vergehens schuldig gemacht habe, iveßhalb aber iljn eine Rüge verhangi wird. Ta-; Disziplinargericht bat sich darüber in keine Dis tuß'wn eingelassen, ob das Vildzcichen der christlichen Religion auf dein Tische des Richters am Platze war. aber es sei Tharsacbe, daß dieses Bild das von aller Wett geachtete religiöse Symbol des Ehristenthnms sei. Lad-imi da: eine Ungebührrichteit begangen, als er den Ri über ivegen dieses Bildes zur Rede stellte. Auch sein weiteres Betragen war Aergerniß erregend und bot den Beweis für eine Stänkerei und eine Unbescheidenbeit, die iveder eines Advotalnrskandidaken noch eines Advokaten lvürdig sei. ss* i' (*t i ti l» Snasrburg, 17. Nov. Der Artikel des Herrn Andorn enthält einige Stellen, die im Interesse des wahren Verständnisses unserer heiligen Thora nicht unwidersprochen bleiben dürsen. Herr Andorn erweist Nascht die „Ehre," dessen Erklärung znzustiinmen. Er schreibt: „Der berühmte Erklärer und w i r m i t i h m — sind!veit davon entfernt eh'." Er schreibt: „die Gatten sind sich offenbar? seit langem entfremdet . . suchen ihre Maßnahmen gegenseitig? zu durchkreuzen." rs'rr rr:r, w In unserer Tbora finde ick: nichts davon. Er nennt 2p>" „das verzog e n e sJJi u t t e r f v h n ch e n." „Auch prs* »re imttben verzärtelt." Ich wäre neugierig, woher die Belege dafür genommen werden. Ter Streit zwischen -rr -p>" wird ganz in dem Tone geschildert, ivie man ihn von vernimmt, i-w ist der heimtückische Mensch, den ww im gerechten Zorne mit den: Tode bedrohte. Als welcher „Schwächling" wird uns überhaupt "rr.np-w geschildert: den Hauptbeweis nimmt Herr Andorn aus Es steht zwar dort :'*”s “sr “iprv* cipa prvp / der geehrte Herr übersieht aber, daß in: folgenden " rs uns schon erzählt wird - s'" Und unsere wersind der Ansicht: zz~ ~z: s*Pn‘ ~"':r erpr r:m p.v Dr. X. Briefkasten der Medaetion. Jacob Schwarz, Papa: Wenden Sie iicki gell, an den Borfinenden der ..Dreien Vereinigung sür die Interenen des orrhodoren?>ndenthnms", Herrn Rabbiner Dr. Breuer, Praniflirt a. M. ><!. .<!. Trenefen: „Wajlaket chosef" in Bonvhad (Ungarn) Briefkasten der Expedition. I St., Horburg: Mk. IN.—, H. in Niedenstein: Mk. 12,23 empfangen.

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