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Der Israelit · 1901-11-07 · Heft 88 (7.11.1901) · page 32

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Journal
Der Israelit
Volume
42 (1901)
Issue
Heft 88 (7.11.1901)
Date
1901-11-07
Page
– (sequence 32)
Language
German
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ri946 Dem gegenüber ist es auffallend, wie schwer und befremdend das Wort u’dn prar für unser Ohr klingt! (Zs bedarf der Erklärung, die in Folgendem versucht sei. — Um einen Ausdruck oder eine Bezeichnung uns recht geläufig zu machen, daß sie sich „in's Ohr legt", muß dieselbe öferts wiederkehren, häufig gebraucht oder wiederholt werden. Die Namen des ersten und dritten Stammvaters werden viel öfter angewendet, als der des Patriarchen Jsak. Es liegt das in ihrer Geschichte. Aeußerlich betrachtet, bestätigt schon die Zahl der Kapitel, in welchen uns die Patriarchengeschichte erzählt wird, die Richtigkeit der Annahme. Die Geschichte Abrahams und Jakobs ist abwechslungsvoller und reichhaltiger, für die Geschichte des späteren Israel mehr grundlegend als bei Jsak, selbstverständlich ohne das Sechus dieses Patriarchen auch im Entferntesten zu unterschätzen. Denken wir nur an die Prüfungen Abrahams, an seine große Berufung. Viel wird uns erzählt von seinen Zügen, von der Wegnahme Sarah's. von dem Streit mit Lot, von der Fürsprache für Sedom, die Opferung Jsaks, der Kauf der Machpela. Und gar erst die Geschichte Jakobs, welche in der Thora in epischer Ruhe und Breite erzählt ist. Die Geschichte dieses Stammvaters allein umfaßt die Hälfte des ersten Buch Moses. Der Begründer der 12 Stämme hatte einen wunderbaren Lebenslauf in der Jugend wie im Alter. — Die Geschichte Jsaks tritt uns eigentlich nur in drei bedeutungsvollen Momenten vor die Seele: die Opferung auf dem Berge Morijah, Jsaks Heirath, die Segnung Jakobs. Es ist darum natürlich, daß wir in Midrasch und Talmud den Namen Abraham und Jakob zehnmal öfter begegnen, als dem Namen Jsak. Wir hören öfter, wir lesen und sprechen häufiger: crrcx und zpy eben deßhalb ist es uns bekannter als pnp. Zu Logik unserer kleinen. An meinem Tische spielt mein noch nicht vierjähriges Töchterchen mit Ein- und Zweipfennigstücken, welche das Dienstmädchen vom Krämer zurückbrachte. Sie zeigt mir ein Einpfennigstück: „Was ist das, Papa?" „Ein Pfennig?" Der kleine Lockenkopf stört mich aber noch öfters. Diesmal hält er mir einen „großen Pfennig" (Zweipfennig-Stück) dicht vor die Augen und fragt wieder neugierig nach dem Werthe. „Das sind zwei Pfennige!" lautet die Antwort. Die Kleine wird nachdenklich. In langgezogenem Frageton kommt es halblaut aus ihrem Munde: Zwei Pfennig?? — — „Das ist ein Pfennig?" behauptet sie. Sie nimmt nun einen Pfennig hinzu und sagt lächelnd: „Das sind zwei Pfennig." Ich wiederhole meine Behauptung, doch die Kleine bleibt hartnäckig bei ihrer Meinung. Und sie hatte Recht vom Standpunkte der Logik aus. Das Kind hat blos die Stückzahl im Auge, nicht den Werth. Es ist aber durchaus unlogisch zu sagen: „Das sind z >v e i Pfennige," es müßten denn zwei einzelne fein. Es hätte in unserem Falle heißen müssen: „Dos ist ein Geldstück im Werthe von z w e i Pfennig," eine für das Kind freilich zu schwere Denkoveration. Man sieht: Was kein Verstand der Verständigen sieht, Das übet in Einfalt ein kindlich' Gemüth. Berlin, 3. Nov. Wie uns mitgetheilt wird, ist Dank den eifrigen Bemühungen des stellvertretenden Vorsitzenden, Herrn L. M. Bamberger, der „Pensions-Wittwen- und Waisenkasie des Verbandes der jüdischen Lehrervereine im deutschen Reiche" aus der Plaut'schen Nachlaß-Masse ein Legat von zehntausend Mark zugewendet worden. Hn ) ( i 0 e n, Für dcu folgenden Thcil ist die Rcdaction nicht verantwortlich. Atr Ulldarttov «tternlmmt vtemat» rtnc Prüfung In $tfng auf die rituelle Zuverlässtgkrtt der augeprieseueu Maaren. Die Serieller Halle», »en Ke in dieser «inftcht gesichert sein wollen, die Anpreisungen, Nrferrnrrn etc. selbst einer Controie m unterwerfen. Schl»ß der >»serate»anuahme iS Set»: für dir Montagsnnmmer, Sonntag Früh 9 Uhr. für die Donnerstagsnnmmer. Mittwoch Mittag 12 Uhr. »Wer Atatt gelangt regrtmähig Montag und Donnerstag in de» Abendstunde» rum Versandt. Deklamationen wegen ju späten Giatrelfen» belieb» «an bei der lletrestirade» PostanstaU »u mache». Äfferteu auf Chiiferannonceu werden täglich, mtt Ausnahme von Samstag wettirbefSrdrrt. Innigfe Bitte. Eine höchst ehrbare Frau, die mit größter Anstrengung durch Verkauf von Maaren im Umherziehen, sich und ibre zahlreiche Familie ernährt, hat, weil sie nicht abwartete, bis sie von der Behörde das Gewerbe-Patent erhielt, eine Steuer-Eontraventionssirafe von Mk. 60.— zu bezahlen. Ein Gesuch wegen Erlass ng der Strafe wurde von der Behörde abschläglich beschieden. Die wenigen Maaren, die sie besitzt, sollen ibr nun gepfändet und versteigert werden. Mobtthätige Menschen werden hierdurch aufgefordert, Beiiräge zu diesem wahren Gemilus Eh sed zu svenden, die die Geschäftsstelle dieses Blattes unter Nr. 8103 gerne entgegennimmt. Ia. Refer nzen von hervorragenden Glaubensgenossen stehen zu Diensten. Auch die Redaclion dss. Blatt, ist bereit, Auskunft zu ertheilen und Namen zu nennen. Das "beste DCocli'te'u.cla. für die jüdische Küche ist Wwe, Oumprich9« Kochbuch« Leicht faßliche selbst erprobte Rezepte für den feinsten und bürgerlichen Tisch. Jede gute Hausfrau sollte dies schon in 3. Auflage erscheinende Buch als unschätzbaren Rathgeber besitzen. Vorzüglich geeignet zu Geschenken. Preis pro Exemplar Mk. 4.— unter Nachnahme oder vorheriger Eassasendung. Wiederverkäufer Rabatt. Zu beziehen durch |F Kaufmann Sc Co.» Trier.

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