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Der Israelit · 1901-10-24 · Heft 84 (24.10.1901) · page 11

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
42 (1901)
Issue
Heft 84 (24.10.1901)
Date
1901-10-24
Page
– (sequence 11)
Language
German
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1833 (UincjC'U)iit qcuütt gegenüber befindet sich die Nische, in welcher einst de-; Weltbeherrschers Königsthron gestunden hat. Zu beiden Seiten derselben, ein der Nord front des Saales, sind farbenprächtige, noch erhaltene Ornamente zu sehen, welche für die Kunstgeschichte außerordentlich bedeutsam sind. Harnburq, 22. Olt. Zu lehren des am ersten Tage Roschhaschono Ovie bereits gemeldet) so Plötzlich abbcrnfcnen Herrn Em. B o d e n h e i m e r , fand am Sonntag (Borabend vom rwny in der Synagoge Borkkstroße, tvoselbst der Verstorbene für Thoraverbreitnng gewirtt, eine Trauerknndgebung statt, die ein ebenso zahlreiches, ivie gewähltes Publikum herbeiführte, welches die Synagoge selbst,!vie ihre Nebenräume, bis auf den letzten Platz besetzt hielt. Nach beendigtem Minchagebet hielt Herr Rabbiner Dr. S. B a m b e r g e r von der Alten Synagoge die Trauerrede, den verstorbenen Zadik unter Hinweis auf die Wochenabschnitte mit Noach und Abraham vergleichend. Der Redner wußte in seiner vorzüglichen Rede der Trauer um den Dahingeschiedenen so beredten Ausdruck zu verleihen, daß der zitierte Geist desselben sicherlich davon erwärint ivorden sein dürfte. C'ne n;ö\*p cnm w-ern::. „Erwärme mich bei meiner Trauerrede, denn ich werde dabei anwesend sein," sagte einst ein Weiser zu seinem Schüler, von dem er annehmen durfte, selbiger würde ihm einstmal die Trauerrede halten. Aber auch die gesammte Trauerversammlv.ng, an deren Spitze der Oberrabbiner, der 91 jährige Rabbi Löb. Adler, Dr. S. P. Nathan, der Klaus- und Svnagogenvorstand, war tief ergriffen und voll des Lobes iiber die sowohl in Form wie Inhalt gleich gediegene Rede, welche der trauernden Wittwc und der einzigen Tochter wahrhaften Trost geboten. Schreiber Dieses kann nur noch den Wunsch hinzufügen, daß es dem verehrten Redner vergönnt sein möge, fortan nur bei freudigen Anlässen zu wirken und dabei das Publikum mit seinem Talent zu erfreuen. 7r:~>: ~-jc rs n'~zz' i-'-M üw H. B. Breslau, 21. Okt. Behufs Schaffung einer festen Organisation zur Unterstützung für überaus hilfsbedürftige jüdische Rückwanderer und zur Berathung der ganzen Auswandererfrage ist ein Kongreß der israelitischen Gemeinden und Hilfskomitees zum 4. Nov. nach Breslau einberufen worden. Posen, 21. Okt. (Keine Ausweisung ausländischer Jude n.) Das „Posener Tageblo.lt" theilt mit, daß die Meldung von der Ausweisung vieler ausländischer Juden unzutreffend sei. --- Von anderer Seile wird trotz des Dementis versichert, daß einige ausländische Staatsangehörige jüdischer Religion, darunter Handlungsrcisende und Schüler, ausgewiesen worden seien. Kassel, 22. Okt. In dem Prozeß Werner-Erdmannsdörffer sah das Schöffengericht den Beweis für die Behauptungen gegen Werner betreffend dessen Verbindung mit dem Journalisten Hamburger, und daß eine bewußte Unwahrheit Werners bei Ableugnung dieser That vorläge als erbracht an und hat Erdmannsdörffer wegen dieser Behauptungen freigesprochen. Dagegen wurde er wegen einer spöttischen Briefkastennotiz von nebensächlicher Bedeutung aus formalen Rücksichten zu einer Geldstrafe von 50 Mark verurtheilt. LttdwiftSt'irrg. Dem Rechenschaftsbericht von 1600—1901 des „Verein zur Unterstützung von Wittwen und Waisen armer israel. Lehrer und Vorsänger Württembergs" entnehmen wir: Die israelitischen Gemeinden des Landes unterstützten unsere Bestrebungen, indem sie uns Opferspenden oder feste Beiträge zukommen ließen. Voll Dankes gedenken wir dieser Beihilfe, deren wir so sehr bedürfen: denn die Anforderungen an unsere Unterstützungskaffe haben einen bedeutenden Umfang angenommen. Die Gesammtsumme, welche wir im verflossenen Jahre vertheilten, belief sich auf 2740 Mark. Lag uns doch neben drei sonstigen satzungsmäßigen Vergabungen die Unterstützung von 16 Wittwen ob. und wenn die Summe des vorhergehenden Jahres mit 2005 Mark nicht erreicht wurde, so liegt dies nicht etwa, daran, daß die Anforderungen an unsere Kaffe sich vermindert hätten, sondern daran, daß wir die einzelnen Gaben verringerten, um mit unseren laufenden Einnahmen sicher auszureichen. So bitten wir denn herzlich, daß die seitherige wohlwollende Theilnahme unseren Bestrebungen auch ferner zugewendet werden möge. > Vermischtes. •*- Frankfurt a. M. Herr Rabbiner Dr. H o r o w i tz bat aus Gesundheitsrücksichten einen Urlaub von mehreren Monaten genommen und wurde sein Sahn Herr Rabbiner Dr. Jakob Horowitz, mit seiner Stellvertretung betraut. Renern i. Böhmen. (A m t s i u b i l a u m eine- Rabbiner Sl. 7i“'N j-m 'anc begebt die Kiesige israel. Cultusaemeinde das 25-iiibrige Amtsiubiläum ibreS Rabbiners Herrn M. Reiter in biesiaer ttlem tnde. Sr. Ehrm. Rabbiner Reiser ist bekannt als Verfasser der mnn, der rn w und der D’jznn noan. Brieftkafterr der Redaktion. Alter Abonnent im Kreise Hanau und mehrere Andere: l'einen kommt von dem lateinischen ledere, lesen; oren. ebenfalls von dem lateinischen wäre. Aus dem Russischen stammt Pletze. die Schulter, ans dem Polnischen: chodche-<liocinz — obgleich; aus dem Jtal'eckschen benschenbeuedire. Sandek kommt von 8mdae<i-SvndikttS. Sargenes-8«.rKa.no-Sterbehemd. Uzen stammt von wiedia- Belustigung- Der Ausdruck Boles für Festtazsgeback soll aus dem Portugiesischen stammen.

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