Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 42 (1901)
- Issue
- Heft 101-102 (24.12.1901)
- Date
- 1901-12-24
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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2250 ded Redners zu verhindern, so daß Herr Dr. Werner es im Jnteresie der Würde der Versammlung, die bis dahin durch die vortrefflichen Darbietungen des Herrn Oberkantor Kirschner einen so schönen Verlaus genommen hatte, für angezeigt erachtete, durch Jnhibirung weiterer Ausführungen des Herrn Sichel erneute Reibereien fern;n halten. Es darf Jeder ruhig an nehmen, vast Herr Dr. Werner sehr genau die Obliegenheiten eines Vorsitzenden kennt, denen zufolge es parlamentarischer Brauch ist, einen Redner bei Entgleisnngen zu rettisiriren und ihm erst dann das Wort zu entziehen, wenn er der an ihn ergangenen Reetifiration wiederholt entgegen handelt. In diesem Jya0e muhte Herr Dr. Werner eben wohl oder übel der - mit welchem Recht bleibe untersucht — erregten Stimmung eines, und zwar des lautesten TheileS der Versammlring Rechnung tragen. Diejenigen, die diese Zwangslage schufen, indem sie den Redner niederschrieen, haben sowohl ihrer eigenen Sache, als auch der Würde des Litteratur Vereins einen sehr schlechten Dienst erwiesen. Abgesehen davon, das; in einem jüdischen Litteratur-Verein nicht die Gepflogenheiten antisemitischer Radauversamrnlungen, die ja bekanntlich ini Riederschreien un beauemer Redner Vollendetes leisten, nachgeahmt werden sollten, erinnert ein solches Verhalten allzu sehr an einen bekannten Spruch.' „Freund, Du hast lln-; recht, denn Tu wirst —-nervös!! Schweiz. Basel. ,'3 i o n i st i s ch e Akademiker- Si onsere n z.) Zweiter Tag. Die Sitzung wurde um l l Uhr Vormittags eröffnet. Anwesend waren über 40 Delegierte und zahlreiches, meist aus Studenten und Studentinnen bestehendes Publikum, das den Storchen Saal bis auf das letzte Plätzchen füllte. Dr. K o Han- Bernstein (Kischiness) gab die Grundzüge seiner am Vortage gehaltenen Rede über „Organisation" kurz in deutscher Sprache wieder, woraus die Diskussion über diesen Punkt eröffnet wurde, die bis Schluß dauerte. Um 1 -jlO Uhr Abends hob Präsident Weiznrann (Genf) die Sitzung aus. „Ein gemeinsames Abendessen im Storchen" vereinigte dann die Theilnehmer der Konferenz in anregender und gemüthlicher Weise bis zur späten Nachtstunde. (Basler Rachrichten.» Das Gasthaus zum Storchen ist, »nie unser Berichterstatter mittheilt, ein n i ch t j ü d i s ch e s Hotel!! Derselbe fügt hinzu: Daß diese Leutchen, denen das ganze liebe Jahr kein koscherer Bissen über die Lippen kommt, auch in Basel für 80 Ets. per Mahlzeit trepha essen, ist nicht zu verwundern: daß sie es aber noch durch Zeitungsberichte in die Welt Hinausposaunen, darin liegt Snskem und jedenfalls mehr als Verstand. Dermi)cbtcs. Budapest. (Ge mein oder dum m y.\ Der Direktor der HiestgenKommunal Handelsschule im Vf. Bezirk, S. Lenghel, ersann eine besondere Art der Judcnbeschämung. Die drei dritten Parallelklassen thellte nämlich Rr für die Wiener Verhältnisse wie geschaffener Pädagog so ein, daß in zwei derselben anssc! ließlich Iudenkinoer sind, weshalb diese auch „Judenklassen" genannt werden, der dritte Lehrsaal aber rein arisch ist 9:1111 beim! Diese Gemeinheit, Dummheit oder gar Beides zusammen kann in cen Rahmen :es Liberalismus, den die Budavefier Behörden jeder Beit in glänzendster Weise manifestiren, keinesfalls hineinpassen. Briefkasten Vcr Redaktion. D. (Äy. in R. T.. Angebotene Artikel erbitten zur Ansicht. Lehrer T. tn P.: Ob Iosel!R o sen b l a t1 anS Krzyivrze a. Dniestcr (Galizien) One Uitterstützimg würdig ist, wissen wir nicht, doch, werden wir uns zu iiiformiren suchen. i r. in M.. lieber ->'L' ist der ver; schieden, Sn.Mainz und Franisurt sagt man diesen un selbst n""i rctt’. In de i itteisten Gegenden sagt man ihn an jedem Tai'e, an welchem man kein ünn sagt. Wenn mau in Ihrer Gegend an.den anderen,7"^ Sagen kein wnkv OB' p'OXV sogt, so sagt man ihn am ,-wnvv umsomehr nicht. Alle achr Sage nnnn sagt man ganz Halle! also auch am n"~i ganz Hallel. 6 werthvolle Zeitschriften gratis erhält jeder Abonnent des „Berliner Sageblatt" und HandelSzeitnng und zwar an jedem Montag: „Zeitgei.stS w ssenschatitiche und feaillelonistische Zeitschrift, jedem Diitlwoch: „ Sechnische R u n d s cb a u", nllnstrirte polytechnische Fachzeitschrift jedem Donnerstag u. Sonntag: „Der W e l t s v i e g e l", iltustrirte Halbloochen-Ohronik, an jedem iFreitag: Silk", farbig illustrirtes, sntprisch potilifches Witzblatt, jedem L>amstag: „Haus Hoi , G arte n", iltustrirte Wochenschrift für Gartenu. Hauswirth'chaft, Taö Roinanfeuilleton des ,.B erlinerSage blatt bringt spannende, interessante Aovellen u. Romane erster Autoren. Bet einem sorgfältigen . Vergleich der Leistungen der deutschen Zeitungen wi d man sich bald überzeugen, das; in Beztig aus Reichhaltigkeit und GGiegen heit des gebotenen Inhalts, sowie im Hinblick aus die rasche, zuverlässige Berichterstattung des „Berliner Sage - blatt" an erster stelle steht. Belaumlich ist das „B. T.- durch seine eigenem an allen Weltplätzen, wie Paris, London, Petersburg, Wien, Rom, Konfiaminopel,. Rew Port, sowie an allen größeren Verkehrs Eentren augestellten Spezial Korrespondenten ^vertreten, die diesem Blatte allen zur Verfügung stehen. Die sorgfältig redigirte vollständige „H a n d el s z e i t u n g" dcö Sü erfreut sich .wegen ihrer unbeeinflußten Haltung in kaufmännischen unv industrieUelr K eisen eines vorzüglichen sttufes und wird wegen ihrer Unabhängigkeit auch von- Privat Kapitalisten als zuverlässiger Wegweiser geschävl. 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