Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 42 (1901)
- Issue
- Heft 100 (19.12.1901)
- Date
- 1901-12-19
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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2214 'Kabbinerjeniinars und öffentliche Bibellritiler als I Aolkslebrer und Zierden des Judenthums hinzustellen.! Dieses frivole Treiben mit den heiligsten Schützen des Judenthums ist gewiß nicht geeignet, die Manent-tuien ui reduziren. Budapest, im Dez. Eine Abordnung der ueologeu KultuSgemein.de in Zola - (5 g e r st e g sprach beim .Kultusminister vor und bat ihn, den dortigen Tempel bau durch Gewährung eines Darlehens aus dem jüdischen Schulfonds zu fördern. Der Kultusminister, ein Sohn dieses Drtes. versprach, die Kultusgemeinde in ihrem Vorhaben zu unterstützen. Kronstadt, im Dez. Herr I. I u ch s , Sohn des hochverehrten Grosttvardeiner Sberrabbiners, hielt am 17. dfs. Mts. seinen (finzng in hiesiger Gemeinde. Die Jnitallationrede des jungen Rabbiners fand grasten Beifast, doch hat die Anwesenheit seines berühmten Raters die feierliche Stimmung der hiesigen, strebsamen, jungen orthodoxen Gemeinde wesentlich gehoben. Torda, im Dez. Herr Rabbiner Albert Wesel aus Kronstadt, wurde am jüngsten Sabbat als hiesiger Rnbbiner feierlich installirt. Letzte Nachrichten. Basel, 18. Dez. An beiden Bahnhöfen desiliren zionistische Akademiker, um den Ankommenden Delegierten der „Jung-Zion-Konserenzen" als Quartiermacher zur Seite zu stehen. Die Konferenz beginnt heute 4 Uhr Nachmittags. Die Betheiligung dürfte trotz der Beschickung vieler neuer Ortsgruppen, der ungünstigen Jahreszeit halber, nicht so zahlreich sein, als im vorigen Londoner Kongreß._ Vermischtes Sturz (R ltnalmord ) Crne Mittheilung, die großes Aufsehen erregen wird, kommt aus Amerika. Des Skurzer Mordes, eines angeblichen jüdischen „Ritualmordes" aus dem'Jahre 1HS4 an dem Knaben CvbuUa zu Sturz im Kreise Prenßisch- Dlargard, war s. Z. der schriftliche) Schlächter Behrend angeklagt; er wurde freigesprochen, obwohl er stark verdächtig war, und ging nach Amerika. Dort ist er kürzlich gestorben. Bor seinem Tode aber hat er, wie durch Verwandte einer Lkurzer jüdischen Familie nach Deutschland berichtet wurde, eingestanden, daß er den Knaben Cybulla ermordet habe. Prag. Im hiesigen Polizei-Rayon leben nach der im im Dezember v. I. vorgenommenen Züblung unter 478.691 Einwohnern 26.820 Israeliten. Davon entfallen a>F Prag 19.214, Kgl. Weinberge 847)0, Karolinentha 1698, Smichow U61, Zizkow Wolschan 816 und der Rest aus die anderen zum Prager Polizei-Rayon gehörenden Drtschafken. Saaz. Ans (5 b na zurückge(ehrt ist de hier ansäßige Norbert Grünfelder aus Bayreuth in Bayern Als Soldat hat er den Krieg im deutschen Heere mitgemacht, wu de in der Schlackt verwundet und ist nach erfolgter Genesung wohlbehalten zurückgekehrt. Seine Eltern haben auS diesem Anlasse für den Tempel einen kostbaren Borhany gespendet, der junge Mann wurde zur Thora gerufen, sprach ein Dankgebei für seine Errettung und wurde von sämmtlichen Gemeindemitgliederu herzlichst beglückwünscht. Berichtigungen. In dem „Berliner Brief" in Nr. 98 muß es, wie schon der Zusammenhang ergibt, selbstverständlich beißen : es wird mit konservativen Reden fortgewnrstelt werden" (nicht I Radau.) Das Wort N">2J wird nur mit geschrieben. Siehe "ny und Itevy Lericon. Dalmnn n. s. w. ' Ein s-treit. ob man Nie:! oder mcJ schreibt, wird von einem Gelehrten geschlichtet. mit der Antwort: Die Buchstaben von n-oji sind die Anfangsbuchst:ben von rV'Dpn?"*n mm pD>n w tw'-on twe r.nv^rn ttn-.c) nsipcn 'm* snrs rnyran r8y nicny In den, Aufsatz. „Die drei steinernen Stufen zur goldenen Menorab" der Rummk'r 96. soll es utm Schlüsse heißen: anstatt zwei Brunnen wachten um gedeihen, „zwei Bäume" wachsen um gedeihen, und zweimal anstatt bestäiigen, „bethätigen". Juristischer Beirath des „Israelit." Huf etc Abonnenten erhalten unentgeltliche Auskunft in allen R e chts a n g e l e g e n h ei t e n. Abonnementsguittung ist gesl. beizulegen. Auch wolle man angeben, ob man die Anfragen brieflich oder im Blatte beantwortet zu habe« wünscht. Die Anfragen werden von einem bedeutenden Juristen eingehend beantwortet. P. in I.: Sie haben allerdings nickt mitgetheilt. welchen Inhalt der Vertrag haben soll, es ist aber zu vermmhen, daß Sie einen Aust llnngsvertrag meinen Zu seiner Gilügk it iß weder eine notarielle, noch überhaupt eine schriftliche Form nothwendig, doch ist die schrifckicke Abfassung zweckmäßig. Die Genehmigung eines solchen Vertrages durch die Regierung ist gesetzlich nickt vorgeschri den, möglicherweise giebt es aber in der Provinz Ost preutzen besondere Bestimmungen darüber. Fragen Sie bet der Regierung in Gumbinnen an M iu K.: Wenn in dem stviidh n 3l>ncn und der (Gemeinde abgeschlossenen Anstellungsverlrage nichts bestimmt ist, haben Sie weder Geineindeumlagen noch eine Vergütung für den Stand in der Sunagoge zu zahlen: auch Ihre Frau hat den Stand frei Briefkasten der Nedaetion. Herrn Rabb. L., Dr BZ. und Rabb. A. tu Ungarn : Ihrem Wunsche gemäß, konüaiiren wir. daß Herr Dr. R'osenthat, dessen Werkchen pcy iL"*£' in unß rem Blatie besprochen wurde, .bta.bbiner einer Kongreßgemeinde ist Jndein diese Schrick von V'i DTpys ■vne '“i i'NJin begutachtet ist, nabmen wir keinen Anstand einer kleinen Reeension Raum zu gewähren. Der rituale Werth dieses Merkchens ist übrigens in diesem Gutachten selbst am besten utakirt, indem es daselbst beißt: „Ich kann die Wahrheit nicht unterdrücken, wie meine Seele es verabscheut, daß viele Rabbiner heutzutage auf solche Hilfsbücher angewiesen sind." Briefkasten der Gppeditton. Talmudverein in D., ,,Jeschiba" in <$)., Rabb. M. in Ungarn: Wir bedauern Ihrem Verlangen nicht willfahren zu können. Eine Preisermäßigung wird Ihnen gewahrt; doch müssen Sie sich dieserhalb an unseren geschäftlichen Vertreter für Ungarn: Herrn BZ. Alexander in S. A. Ujhelh wenden. An Mehrere in Ungarn: In jedem Falle erhalten Sie unser Blatt regelinäßig und prompt aus Mainz zngesandt W. in Kr.: Wenden Sie sich gefl. an Herrn Moritz A. Löb, Frankfurt a. M., Göthestraße 11-