Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1901-09-26 · Heft 76-77 (26.9.1901) · page 45

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
42 (1901)
Issue
Heft 76-77 (26.9.1901)
Date
1901-09-26
Page
– (sequence 45)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
81% known words query
IRI
…/2446951-2449146-2449219--54336-2504971
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

45 **a bjw ns Ta» p»:n vy fjvn pb' 371:10 nx-r ip'ji pcw '2 dairrb cxiipn an cr.ip: cmiytyi rtesyi ndsn 77'sd wann -p ina^na c-27 >da cy jnr.n pres m^ran da nxty aiida r^wan da Dy ndan natpv pn7r [jims 77'dvn np* ne tj tdx px;m .,-ndL'N dy .sndnn 77N77 p-.ud rdn ri-d-an n'd,nan -np' 7x7 ndand p-^y 7X7 77'd'an dapaii nnx '’jy atr*n nee» s.ndv'n nnm rTcn nj';,n n:ra nd (r^i nx7,n ":yn.a n'dan 77insd pnnn nan myad nnvan??ad nidan da 'ad' ynxi .77'dwn syx snn da 2L"d7 aa xa' D'Jnm bzi p-n pjytr 'mya .a*anxa adynnd^ idry ndan nn:ya xipan nn?ys 2'NN7N2 -,L'y p-p p:>'L' mxd 'x D'.’in canpn da7 cjureyn da -vysd caann d-72 c-y-ip ndi^: anna nx7 daa 777'ad p:n d7axd xdn 7'dy da-pL» '2 px 7ad' Damnen L\p 7-ip'a pisn'L' '2 dai N7ysd7 xiad X7nn a-yn t-2L' v,y x">pd man px7 nda7 pnn n72L'd niyad x a" 'x'a'2' 'na 2'7i8L'2 '-XL' an'->nx nidv'd xd am dvyyn ay penn -c da nn-n p-77 -yn nan »npnp rya pn nn'yad pap dnpn da 're nx .n'yad xa' ’^-'-an maa7 ap'a .n-'nn 'da pan nnx nn'yan dx xiad s27727 ,-270 d7-y ^^dxn s'en svp niL'yd a'7na aed"aa -nan nnyn -2 d-7 p7nnd 777L'--n n;nnn -2; ny pd'X7 pPxn pen fop fei xdi npnnd xd 2t'72 iana p7nn '7-2 daa ndan7 pnnn dyx ria«' 'n-aa 'nadn? ndan7 sTinnd v'aiapn a'n^n7 n'aend myad na an 2 n':an;rn CL";n an .n;nnn 22: ny 2"" : '"nr -da d--2 r^p x-p;n nnn; nmyaa 77a ny f?"a.T ainn nnan dn aed'-aan nnana nnyj m da ,2Tep:-c ne x'sn d'-dx '1 '7 C7- C7',n d"an i^; Ein jüdischer Arzt in Hildeslieim am Ende des 16. Jahrhunderts. Von Dr. Lewinsky, In seiner „Geschichte der Medizin inHildesheim während des Mittelalters“ ') hat, der hiesige Königl. Kreis- und Oberarzt des Städtischen Krankenhauses, Herr Dr. med. Ernst Heckei', eine eingehende Schilderung von der „Ausübung der Heilkunde und der Handhabung der öffentlichen Gesundheitspflege“2) in unserer Stadt während jener Zeit geliefert. Jene kulturhistorische Studie enthält u. A. ein Verzeichnis der ältesten Aerzte,3) soweit sie in den acht Bänden des von Doebner herausgegebenen „Trkundenhuches der Stadt Hildesheim" erwähnt werden; in der Reihe der Heilkundigen wird auch ein jüdischer Augenarzt, Jacob,4) genannt, 1) Sonder-Ansgabe tns der Zeitsclir. für Mini.sdie Medizin. Bd. 38. Berlin 1890, Verlag von Avg. llirscliwald, in Kommission b;i Gebr. Gerstenlerg, Bildest. 2) S. Vorwort. 3) 8. 20 f. 4) 8. 21. von dem eine Urkunde aus dem Jahre 14465) uns Kunde bringt. Allein, bereits zu Beginn des 15. Jahrhunderts lebte hievselbst ein Jünger Aesknlaps jüdischen Glaubens, mit Namen Isak (de avste), der seinen Michaeliszins a. 14086) dem Käthe der Stadt in gleicher Weise wie jeder der damaligen Hildesheimer Juden entrichte! e, er scheint jedoch nicht lauge in den Mauern unserer Stadt geweilt zu haben, da wir in den Kämmereireebnungen der folgenden Jahre seinem Namen nicht mehr begegnen. Am Ende des Iß. Jabrli. fand ein jüdischer „Medicus“. Herz, der vom Kurfürsten Ernst II.7) von Köln, Bischof von Hildeslieim, wegen seiner ärztlichen Tüchtigkeit überaus geschätzt wurde, hier Aufnahme,8 9) und zwar auf Verwenden jenes Kirchenfürsten, der durch Vermittelung seines Statthalters Walter von Hoheneck den hiesigen Magistrat anging, die Niederlassung jener „taugenliche vnnd gelegenliche Personn, die darohen vil guelts schaffen mag“ zu gestatten. Deiaus Hamm stammende „Medicus Herrzl“, welcher wohl als Leibarzt0) des Fürstbischofs Ernst thätig war, wurde im Jahre 1584 von diesem an das Schmerzenslager seines von einem I iifall betroffenen Beamten, des genannten Hildesheimer Statthalters, gesandt und seiner sachkundigen Behandlung war die Wiederherstellung des Patienten geglückt, so dass Letzterer, von Dankbarkeit gegen jenen, ihm Heilung spendenden „Maister Hertzl“ erfüllt, bereitwilligst dem ihm Seitens des Bischofs Ernst ert,heilten Aufträge, seinem Wohlthäter behufs Niederlassung in Hildesheim „befürderlich“ zu sein, nachkam Am persönlichen Erscheinen in der Bischofsstadt in Folge seines Fussleidens behindert., richtete Walter von Hoheneck von Steil erwähl aus am Iß. Juni 1584 zu Gunsten des jüdischen Arztes ein Schreiben an den Rath von Hildeslieim, in welchem er mit warmen Worten der Thätigkeit des weithin bekannten Medicus gedenkt, der „von 6raven, Herren, vom 5) Doebner, l/rkdb. IV, Nr. 610, S. 519 (..jodiUn mester Jacuppe den ogenarsten, de iinsc medewoner wesen). ß) Unebner, Brkdb. V, 8.83?, sub „(’ensus Miehaelis.“ I>er Arzt Isak wird von Hecker a. a. <>. nicht genannt. 7) Ueber ilm (1573—1612) vgl. Bertram, Pie Bischöfe von Hildesheim, 1896, S. 149 ff. 8) Schon Larid.sLerg, Zur Geschichte der Synagogen- Gemeiude Hildesh. u. s. w., Hannover 1808, 8. 6, bemerkt: „Audi der Jude Herz wurde . . . als ausgezeichneter Arzt in Hildesheim ausgenommenJ 9) Zeppenfeldt in seinen „Historische ältere Nachrichten von den Juden im Hihlesheimschen Territorium“ (hamlschriftl. in der Beverin’schen Bibliothek, Nr. 859), 6, berichtet, dass der Fürstbischof Ernst „einen Leibarzt jüdischer Nation hielt“.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.