Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 42 (1901)
- Issue
- Heft 99 (16.12.1901)
- Date
- 1901-12-16
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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^■77TT?^r-?.Tr^i 42* Jahrgang. - ...... Aeitage zu M 99 des „Israelit". Leitender Artikel. LhaimKa-Äeier in den Gemeinden. Hann.-Münden, 8. Dez. Am heutigen Tage wurde in hiesiger Stadt eine kleine religiöse Feier abgehalten. die Allen, welche dieselbe mitgemacht, noch lange in angenehmer Erinnerung bleiben wird. Aus unsere Einladung hin, war denn auch unser verehrter Landrabbiner, Se. Ehrw. Herr Dr. Lewinsky, aus Hildesheim herbeigeeilt, um die Feier zu vervollständigen. Des Abends ging man zuerst in das Gotteshaus und hielt Herr Dr. Lewinskv, nachdem die Ehanukalichter angeziindet waren, eine der Feier des Chanukafestes entsprechende begeisterte, sesielnde und lehrreiche Predigt. Nun schritt man zum Abendgebet. Nachdem man bann die Synagoge verlassen, begann Abends um 7 llhr die eigentliche Chanukafeier, welche Herr Lehrer M e r t h e i m in meisterhaster Weise durchsührte. Nach dem Prologe trugen sämmtliche Schüler und Schülerinnen Weihegedichte vor, und nachdem scimmtliche Schüler aus offener Bühne entzündet und „Moaus zur Jeschuosi" gesungen hatten, begannen die Ausführungen theils mit Theater, tHeils mit lebenden Bildern, wovon besonders ein Oppenheim'sches Bild, „Das Ehanukasest," allgemeinen Beifall hervorrief. Zum Schlüsse schritt man zur Berloosung und wurde jedes Kind reichlich bedacht. Memel, 11. Dez. Gestern Abend fand im Saale des Gesellschaftshauses Hierselbst ein „Chanuka-Konzert" statt, welches Herr Religionslehrer Emil B e n j a - m in von hier, unter Mitwirkung einiger Mitglieder der Memeler Musikkapelle veranstaltet hat. Zu dem Konzerte hatte sich eine stattliche Zahl von Damen und Herren eingesuuden. Bon den verschiedenen hebräischen Kompositionen war das Rezitativ „Ahawo Rabboh" von dem ehemaligen, in weiteren Kreisen rühmlichst bekannten Kantor Joel David aus Wilna — besonders bmerkenswerth, sowie die hebräische .Komposition „Schir Zion", beides von dem Vortragenden selbst in Noten gesetzt und rhntmisirt. Außerdem wurden verschiedene Arien aus den jüdischen Bühnenwerten „Bar lochba" und „Sulamith" (komp. von Goldfaden) und das beliebte jüdische Volkslied .Schiwath Zion" von Eliaiun: Eensor, zu Gehör gebracht. Das anwesende Vublikum gab seiner Zufriedenheit mit dem Dargebote^ neu durch wiederholte Beifallsbezeigungen Ausdruck, was zugleich für die Ersprießlichkeit und Nützlichkeit solcher „Gelegenheitsveranstaltungen" spricht. Niederstetten, 9. Dez. Gestern Abend beging im Löwensaale dahier die israelitische Gemeinde die Feier des „Chanula-Tempelweihefestes," verbunden mit einer Gabenverloosung für die Schuljugend. Den aufopfernden Bemühungen des Herrn Lehrers Adler war es gelungen, den fast vollzählig anwesenden Gemcindemitgliedern einen ebenso weihevollen wie genußreichen Abend darzubieten. Nach dem von der Schuljugend wirkungsvoll vorgetragenen „Moaus zur Jeschuosi" ergriff Herr Lehrer das Wort zu einer formvollendeten herrlichen Festrede. In schwungvollen Worten schilderte der Redner die innere Bedeutung des Lichtfestes als Friedens-, Freuden- und Kinderfest. An der historischen Grundlage des Festes erläuterte Herr Lehrer Adler die große Macht der Einigkeit. Anschließend daran brachte der Redner einen, von einem Gemeindemitglied verfaßten Prolog zum Vortrag. Alle Anwesenden dankten für die großartige rethorische Leistung des Herrn Lehrer Adler mit langandauerndem Beifall? In anmuthiger Abwechslung wickelte sich nun das Programm vor den Zuschauern ab. Die schönen Gesangsvorträge und Deklamationen der Schüler und Schülerinnen, welche sich alle der lebhaftesten Anerkennung erfreuten, legten ein beredtes Zeugniß davon ab. wieviel Mühe der Arrangeur der Feier, .Herr Lehrer Adler, auf die Vorbereitungen verwandt hatte. Verschiedene erwachsene Gemeindemitglieder trugen durch äußerst beifällig ausgenommene Gesangs-, Klavier- und deklamatorische Borträge zum Gelingen des Abends bei. Die Gabenverloosung verlief in animirtester Stimmung. Frau B. Strauß sprach hierauf in gewählten Worten über die Bedeutung des „Jsr. Frauenvereins" in der hiesigen Gemeinde und schloß mit einem Hoch auf denselben. Herr Dr. Luchs dankte in warmer Rede Namens der Anwesenden Herrn Lehrer Adler für dessen Mühe und Darbietungen. In das Hoch des Redners auf den Gefeierten stimmte Alles begeistert ein. Zum Schlüsse sprach noch Herr Max Stern über die auf die Erhaltung der Eintracht in der Gemeinde und die würdige Ausgestaltung des Gottes dienstes hinstrebenden Thätigkeit des Herrn Lehrers Adler und schloß mit einem Hoch aus die isr. Gemeinde und deren Führer. Die Veranstaltung gewann ihren Werth dadurch, daß sie aus der Erlenntniß heraus geschaffen war, auch den Kindern gehören nach sauren Wochen frohe Feste, und aus der gleich richtigen Erkenntniß. daß die Eltern die Freude doppelt genießen, wenn sie ihre Kinder im Lichtglanz des Glückes erblicken! Zaber,r, 11. Dez. Sonntag, den 8. dss Mts., am vierten Chanuka-Abend, ist in unserer Gemeinde ein herrliches Fest gefeiert worden. Es wurde nämlich der