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Der Israelit · 1901-08-29 · Heft 68 (29.8.1901) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
42 (1901)
Issue
Heft 68 (29.8.1901)
Date
1901-08-29
Page
– (sequence 12)
Language
German
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1498 bekam seine antisemitischen Unruhen. Der Unterpräsekt, der die Israeliten hätte schützen müssen, hat sich von den Unruhen zurückgezogen. Er hat sogar versucht, sie. Der Minister des Innern Saratosf: Das ist nicht wahr. Rizoff: Es ist >vahr und ich werde Ihnen einen offiziellen Brief vorlesen, welcher es bestätigt. (Lärm.) Der Redner verliest einen Brief vom israelitischen Ge meinderath zu Küstendil, nach welchem der Unterpräfett sich geweigert hat, irgendwelche Maßregeln gegen die Bande, die sich auf das jüdische Viertel stürzte und, unter Vermittelung des Ivan Stamenkord, 300 Francs von der Gemeinde verlangte. Der Interpellant versicherte, Persönlich eine Visitkarte des Unterpräfetten ge sehen zu haben, auf welcher die Worte standen: „Ist diese Sache erledigt vder nicht?" Es handelte sich um die 300 Francs. Der Minister des Innern Saratosf: Er verlangte sie als Anleihe. Rizoff: Das ist nicht wahr. Dieser Unterpräfekt hätte abgesetzt und nicht eine andere Unterpräfektur erhalten müssen, wie letzteres geschehen. Dieses Gebühren Ihrerseits steht nicht in Harmonie mit der neuen Aera des Friedens und der Gerechtigkeit, welche einzuführen Sie feierlich erklärt haben . . . Der Minister des Innern antwortet, daß er ernstlich das Betragen der Antisemiten zu Küstendil verdamme. Die Juden haben ein Recht auf den Schutz oer Gesetze und der Behörden. Sie werden auch diesen Schutz haben. Der Unterpräfekt von Küstendil hat bei dieser Gelegenheit einen Beweis seiner Ungeschicklichkeit und Unfähigkeit geliefert; er weist aber mit Entrüstung die Zweifel an seiner Unparteilichkeit, welche gegen seine Verwaltung erhoben worden sind, zurück. Mit der Frage der 300 Francs ist die Justiz beschäftigt, sie tvird Ihnen sagen, ob Gelderpressung vorliegt oder nicht. Die einfache Tagesordnung schloß diese merkwürdige Interpellation. Literarische Notiz. Weiler Louis, drei Predigten, gehalten am Versöhnungstage 3001. Frankfurt a. M. Verlag A. I. H o s m a n n , Preis Mk. 0,60. Der in seiner Gemeinde als Prediger sehr geschätzte Verfasser bereichert durch seine drei Reden die Predigtlitteratur um einen werthvollen Beitrag. Die Reden zeichnen sich durch originelle, eigenartige Gedanken aus und sind geistvoll durchgeführt. In treffender Weise versteht der Verfasser auf die in der Gegenwart in unserem Volke und allerorts sich leider so breit machenden „Giftpflanzen" und deren schädliche Wirkung auf das Judenthum hinzuweisen. Die schwungvolle, aus einem religiösen Herzen kommende Sprache, die die Hörer sehr zu fesseln vermochte, verfehlt auch aus ihre Leser den Eindruck nicht. Die Predigten verdienen als Zeitstimmen allseitige Beachtung und wärmste Empfehlung. Z. SW?“ Die Fortsetzung der „Sprüche der Bäter" erfolgt in der nächsten Nummer. ■r Anzeige rr. Für den folgenden Theil ist die Red action nicht verantwortlich. Ate Krdarttou mtterntmmt niemals »ine Prüfung in K»k«g auf die rituelle Zuverlässigkeit der angepriefrnen Waoren Die Ketzeher haben» wenn ste in dieser Hinsicht gesichert sein wollen, die Anpreisungen. Nrferenren etr. selbst einer Controte jw unterwerfen. Schlaft der Haseratenannahme ist stets: für die INontagsnnnnner, Sonntag Früh N Uhr, für die Donnerstagsnnmmer, Mittwoch Mittag 1% Uhr. Dlufer Ktatt gelangt regelmäftlg Montag und Donnerstag in den Abendstunden -um Drrfandt. Nerlamationen wegen;u späten Eintreffens beliebe man bei der betreffenden Postanstalt?u machen. Offerten auf Lhifferannoncen werden täglich, mit Ausnahme von Samstag weitervefördert. Vacanx. Die ReligionslBor brter- und Schächterstelle zu Villmar a. Lahn u. Filial orten ist sofort zu besetzen. Fixes Gehalt inet M. 100, vom deutsch - isr. Gemeindebund M. 750. Nebeneinkommen ca. M. 250. Jnl. unverh. Bewerhrr wollen unter Einsrndung ihrer Zeugnisse sich wenden an den Cultusvorsteber (6674 Lehmann Saalberq. Anche. ,für meinen Sohn anwomöglich in Kleiderbranche, eventuell als Lagerist oder Verkäufer. Offerten unter X. Y. 6587 an die Geschäftsstelle dieses Blattes. >foro<rco-DViririN 1, Commi» schöne gelbe Frucht mit □’Din □’jroin oniTno ura m A. Goldschmidt Buchhandlq., Hamburg. Erschienen mein ülntiqunreatalog 28. Hebraica. ZUIlle Diejenigen, welche an das zu Berlin ver storbene fräuleiq Jfmalie portmanq Zahlungen zu leisten haben, werden gebeten, dieselben baldigst an einen der Unterzeichneten, welche im Namen-»der Eichen Qaittirtrg zu crtheilen berechtigt sind, gelangen zu lassen. 4'. Kuoller, Berlin N. 24, (wabriel Roseuberg;, Berlin € , 6637* Spandauer Brürke 7.; der Weih-, Wollu. Balim wollwaaren mit siotter Handschrift, mit Buchführung Eornptoir- und Laaerarbeiten i vertraut, findet in meinem : Engros - Geschäfte Eugage j molkt. Ebenso findet ein Lehrling mit den nöthigen | Borkenntnisfen unter günstig > Eonditivnen Aufnahme.! 6630 L. S. Friedberger, Jchenhausen. Bayern. lynche kür meinen Sohn, >2 15 Jabre alt, Lehrstelle in einem Eisenwaaren-Detail- Gefchäst. Offerten unt. Ehiff. 6466 an die Geschäftsstelle dieses Blattes.

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