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Der Israelit · 1901-08-19 · Heft 65 (19.8.1901) · page 17

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Journal
Der Israelit
Volume
42 (1901)
Issue
Heft 65 (19.8.1901)
Date
1901-08-19
Page
– (sequence 17)
Language
German
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S. Jüdische Geschichte sT=^älL. und Litteratur. Heransgegeben von Dr. fi. LSwemteln. Erscheint einigemal im Quartal in der Stärke von mindestens einem Bogen. — Alle für diese Beilage bestimmten Xannscripte and Anfragen sind an Herrn Bezirks-Rabbiner Dr. Ldwensteln, Mosbach (Baden) zn richten. -SET- II. Jahrgang. M. 5. — Beilage zu. JM S5 dies „Isxsielit“. Günzburg und die sehwäbisehen Gemeinden. (Fortsetzung.) 13. Elieser Ulmo, Sohn des Ascher Aron (Nr. 4), wird ebenfalls als Gaon bezeichnet, der Thora wissen in Israel verbreitete; er starb im Monat Ohesehwan (Oktober) 1592 in Worms; seine Frau Malta, Tochter des R. Mesehulam, starb in Pfersee am 12. Siwan (25. Mai) 1600; seine Tochter Gitle Machla, Gitle Steppacli1) genannt, starb am 12. Jjar (26. April) 1638; seine Tochter Lea starb im Adar (März) 1616, seine Tochter Mosel starb im Elul (August) 1619 in Prag (Hock 8. 65). 14. Isack Günzburg, Sohn des Ascher Aron (Nr. 4), der als grosser Gaon bezeichnet wird und für Verbreitung von Thorakenntnis eintrat; er wurde in Rödelsee2) begraben (MP). 1) Steppacli, in der Nähe von Augsburg, war früher eine grössere jüdische Gemeinde; vgl. "litt n“W □^j?j Nr. 54; Kaufmann, Samson Wertheimer, 8. 84; DM 183 wird ein R. Josbel Stepp ach genannt. 2) Rödelsee war ebenfalls eine bedeutende Gemeinde und gehörte zum Bistum Bamberg (Mtsch 29, 506). Der dortige Ganter, Jakob b. Isack ’V?n verfasste unter dem Titel rOHP eine im Rythmus des Samuelbuchs geschrieben gereimte Übersetzung des Pentateuchs und der Bücher Josua und Richter (Fürth >692); vgl. Gat. Bodl. Nr. 5546 (wo der Ortsname richtig zu stellen ist; ebenso Gat. München 115). Bekanntlich ist der getaufte Paulus Ämilius dort geboren. Der dortige Friedhof, den ich vor 2 Jahren besuchte, ist sehr alt und von bedeutendem Umfang. Er steht unter Aufsicht des dortigen Lehrers Frank, der sich in anerkennenswerter Weise bemüht, alte Grabsteine zu kopieren und für ihre Auffrischung zu sorgen. Ich werde hei anderer Gelegenheit über diese Grabsteine Näheres mitteilen und will hier nur noch beifügen, dass Rabbiner und Rabbinerassessoren von Kitzingen, Mainbern- 15. Jakob Ulmo, Solm des Elieser (Nr. 5), wohnte in F r a n k f u r t und war sehr gelehrt; er wollte, wie ich einem Eintrag im grünen Buch von Wor m s entnehme, wegen eines Fussleidens bei einem Arzt in Alsbach Heilung suchen; dort starb er am 19. Aw (22. August) 1606 und wurde am folgenden Tage in Worms beerdigt (Memorbuch 8. 8 ist sein Name genannt; vgl. DM 177) Ich halte ihn für den Vrf. des später zu erwähnenden Kalloh-Lieds, wo er in der Ueberschrift als Gaon bezeichnet wird, ebenso wie auf dem Grabstein seines jung verstorbenen Sohnes Isack in Frankfurt a. M. Wahrscheinlich ist auch der Besitzer von Cod. 1030 der Bodl. mit dem hier Genannten identisch und ist dort piuawa npr zu lesen. 16. Israel Ulmo, genannt Isserlen, Sohn des Elieser (Nr. 5), starb am 22. Elul (4. September) 1616 (in Pfersee?). 17. Moses Ulmo, genannt Mosche Günz, Sohn des Elieser (Nr. 5), war Armenkassierer und starb in Worms am 30. Siwan (19 Juni) 1621 (Memorbuch 8. 10; Kobez al Jad IX, 9). 18. Simon Günzburg, Sohn des Elieser (Nr. 5), starb in Wien am 22. Schebat (27. Januar) 1639 (Frankl, Inschriften Nr. 112; DM 177). 19. Abraham Ulmo, Sohn des Isack (Nr. 6), Rahbinatsassessor, sehr fromm und angesehen, starb in Prag und ist wohl identisch mit dem bei Hock 8. 9 Nr. 6735 genannten Abraham Ulmo, der im Elul (September) 1639 starb; vgl. auch DM 178. heim, Marktbreit u. a. hier beerdigt sind. Auch Abkömmlinge der Familie des Samson Wertheimer fanden hier ihre letzte Ruhestätte (vgl. Kaufmann, Urkundliches aus dem Leben Samson Wertheimers, S. 121)

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