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Der Israelit · 1901-08-08 · Heft 62 (8.8.1901) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
42 (1901)
Issue
Heft 62 (8.8.1901)
Date
1901-08-08
Page
– (sequence 11)
Language
German
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1373 klärte. Sind denn nicht diese selbstlosen Männer die wahren Vertreter des Judenthums? Sind denn nicht diese Leute und ihr grenzenloser Enthusiasmus die wahre Verkörperung der ganzen jüdischen Geschichte? Wir sind unbesiegbar, dachte ich, so lange diese Quelle dieses bescheidenen und großen Heroismus in unserer Mitte noch vorhanden ist; wir sind unbesiegbar, so lange wir noch solche Männer haben. Pi. Personalien. Mainz, 8. Aug. Heute früh 4 Uhr verschied im 86. Lebensjahre das Mitglied des Vorstandes der Jsr. Religionsgesellschaft dahier, Herr JosephWallerst e i n , ein überaus frommer und gottesfürchtiger Mann. Derselbe gehörte der genannten Körperschaft über 40 Jahre an und hat durch das Jntereffe, das er an derselben bekundete, sowie durch seine Thätigkeit, ihr viele schätzenswerthe Dienste geleistet. Herr Wallerstein besaß auch viel jüdisches Wissen, was seine Reden bei festlichen Gelegenheiten besonders bekundeten. Die Beerdigung findet morgen, Freitag, 11 Uhr, statt. In Vertretung des abwesenden Herrn Rabb. Dr. Bondi, wird Herr Landrabbiner Dr. Marx- Darmstadt das Leichenbegängniß begleiten. rrr^n Barmen, 4. Aug. Am 30. Juli ist hier, nach langem, schweren Leiden snen fpr ,ow mm vw n",n frsn -li-wuirtip ny*?« n v'v' im Alter von 81 Jahren gestorben. Derselbe erfreute sich allgemeiner Beliebtheit in der Gemeinde. Ein geborener Badenser, „lernte" er, wie er mir seine Lebensgeschichte geschildert hat, an der Jeschibah zu Karlsruhe, ward dann Lehrer, verbreitete dann Thora und Abodah während einer ca. vierzigjährigen Thätigkeit. Rach diesen arbeitsreichen Jahren zog er, vor ca. 16 Jahren, hierher zu seinen Kindern, die hier ein Geschäft gründeten und legte damit den ersten Grundstein zu der hiesigen israelitischen Gemeinde. Ungeheucheltes rrrcyi mini ernst? iw*v L'-Ivn rrb'sn waren bis zu seinem Hinscheiden ununterbrochen seine Beschäftigung. Dieser leuchtende Morgenstern cm> p Wi), wie ihn trefflich unser verehrter Rabbiner, Herr Dr. Grabowski, in dem geistreichen Hesped nannte, war für die ganze Gemeinde ein leuchtendes Vorbild, und ein eifriger »"ins und dwj ns rote. Das Nichteinführen des dreijährigen Cyclus in der hiesigen Gemeinde ist das Verdienst dieses theuren Heimgegangenen. Möge der Allgütige der hochbetagten Gattin, nebst Kindern, sowie den Hinterbliebenen Verwandten (n'n Pampa tennw) Trost und Kraft schenken; der verklärten heiligen nst?2 rufe ich aber zu: afrvrtv "j^s ,'b rmrwrfo •pnp’ “pww nstri -jxm mm 'bv .(fma p») s^iy ny st? r>2t?i /bs'ns -pr “ptyya iöx, rvaaun Sprechsaal. Homburg v. v. H., 6. Aug. In einer der jüngsten Nummern des „Israelit" erklärt die Firma Philippe & Canaud in Nantes, daß in Frankreich die Oelsardinen ,>mit Oel oder Butter, niemals mit einem Surogat bedeckt" werden. Durch diese Erklärung werden die Bedenken gegen den Genuß der Sardinen nicht beseitigt. Die hervorragende Firma gibt selbst zu, daß statt Oel mitunter auch Butter verwendet wird. Ebenso wahrscheinlich werden Margarine oder andere Fette zur Verarbeitung gelangen. Wird doch ausdrücklich nur die Verwendung von Surrogaten in Abrede gestellt. Die Sache bedarf daher noch dringend weiterer Aufklärung und würde der „Israelit" sich verdient machen, wenn er durch Umfrage bei den Fabriken diese Aufklärung herbeiführte. (Soll geschehen. Red d. „Jsr.") Badenweiler, 6. Aug. Sehr geehrter Herr Redakteur! Auf mehrfache Anfragen gestatte ' ich mir. meinen Bericht betreffs der Sardinen dahin zu ergänzen, daß ich bei Nennung der sieben Firmen nicht die Absicht hatte, diese als die allein zuverlässigen zu bezeichnen. Mein Gewährsmann hat eben nur über die angeführten Geschäfte Informationen erhalten, woraus selbstredend nicht zu folgern sei, daß es nicht auch andere vertrauenswürdige Firmen gebe. Dr. Schiffer, Karlsruhe. Glogau, 2. August. Auf die Anfrage des Herrn A. R o s e n b l a t t in Memmingen theile ich ergebenst mit, daß im hiesigen Schlachthof seit frühester Zeit die Kälber, an den Hinterbeinen hängend, geschächtet werden. M. Schweitzer. Pirmasens, 2. August. Geehrter Herr Redacteur! Auf die Anfrage des Herrn A. R o s e n b l a t t, Memmingen im Israelit vom 1. dss. wollen Sie bitte berichten, daß das Schächten der Kälber auch im hies. öffentlichen Schlachthause hängend vorgenommen wird. Cantor M. Slodki. Strastburg i. E., 6. August. Bezugnehmend auf das Eingesandt im „Sprechsaal" Ihrer verehrl. Wochenschrift von Herrn A. Rosenblatt-Memmingen theile Ihnen ergebenst mit, daß im hiesigen öffentlichen Schlachthof die Kälber hängend geschächtet werden. S. Grünewald, Schochet und Chasan der isr. Religionsgesellschaft. Brieskasien der Redaktion. Karlsruhe: Danken für Mittheilung, die wohl auch in etwa« anderer Form hätte geschehen können._ Stolbni Hmibmj, Pirdhns. Neues vornehmes Pensionshaus I. Ranges unter Aufsicht Sr. Ehrwürden Herrn Rabb. Dr. Auerbach, Halberstadt, mit Genehmigung Sr. Ehrw. Herrn Landrabbiner Dr. Rülf, Braunschweig. Streng: rituellen Etablissement. Am Walde an schttnst. staubfreier Lage, 46 Salons mit Balkons der leueit elegant eingerichtet. Bekannt anssergewVhnlich gute Küche. Diners und ä la carte zu jeder Zeit, volle Pension mit extra guter Ver pflegung incl. Wohnung von 6,50 Mk. an. Jeden Samstag Gottesdienst in eigener von Herrn Professor Geb, Hannover, erbauten Synagoge im Parke des Hotels. [3489 Geöffnet vom l.Mai bi« 1. Oktober. Besitzer: Max Heeht.

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