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Der Israelit · 1901-07-25 · Heft 58 (25.7.1901) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
42 (1901)
Issue
Heft 58 (25.7.1901)
Date
1901-07-25
Page
– (sequence 18)
Language
German
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i 1288 lobend hervorzuheben, daß zwei topographische Tafeln, „Der Tempel zu Jerusalem" und „Jerusalem während der Belagerung durch Titus" beigefügt sind. Auch die Wiedergabe der Parallelberichte des Tacitus und Dio Cassius ist mit Anerkennung hervorzuheben. Wir rathen jedem Freunde Jüdischer Geschichte, sich zunächst die Bände, die den Jüdischen Krieg und die kleinen Schriften (Selbstbiographie, Gegen Apion, Ueber die Makkabäer) enthalten, anzuschaffen. Durch die schöne und handliche Ausgabe wird sein Interesse für den Schriftsteller Josephus dann so geweckt sein, daß er begierig wird, durch Lektüre der beiden stattlichen Bände der jüdischen Alterthümer, seine Darstellung der biblischen Geschichte und der Ereignisse in Palästina zur Zeit des zweiten Tempels kennen zu lernen. Wir schließen mit dem Wunsche, daß Herausgeber und Verleger durch den Beifall, den ihr Unternehmen findet, ermutbigt werden, auf diesem Wege sortzuschreiten, und daß sie uns bald mit einer ähnlichen Ausgabe der bisher dem großen Publikum noch weniger zugänglichen hochinteressanten Schriften des Pbilo erfreuen. Briefkasten der Redaktion. Mehrere Schachspieler, BZorms: Das Schachsviel entstand in Indien, wabrscheinlich 11m 5 >0 nach tn'v iu':u. Zeitrechnung, van da tarn eS nach Persien. Ter indische Ursvrmm des Schachspiels ist gewiß, weil sich das persische Wart ^charrandsch nur vom sanslr Sschanirang Gas Pierihcilige, das Heer) ableiten läs;i- Von Persien brachten die -Araber das Sebatrandsch, ein Zweischach, aber theiln eise mir Jiguren sehr beschränkter Gangart noch vor den, Jahre; lOuu nach Europa und bier wurde besonders in Spanien, j Italien und Frankreich, das Spiels Ende des Id. Jahrhunderts zu derjenigen vollendeten tyoim nmgestaltet, ivelcbe beuie die allgemein güliige ist. Juden dürsten, wie an allen ringen, die besonderen i^eist erfordern, schon sehr frnb sich au rein geistreicher^ Brettipiel erfreut haben. Wir finden bei verr^ jüdischen r eeisoren einige Bemerkungen, die sich auf das Schachspiel beziehen. soll man cun Sabbat sich mir eines silbernen Schachs bedienen. Indes werden unsere Glaubensgenossen wohl ofr tiao Mendelssohn'sche Wort beherzigt haben: „Znm Spiel zn viel Ernst, znm Ernst ztt viel Spiel" Bekannt ist die Anerdote von Rabbi Berman. der den .sturfürsten von Sachsen beim Schachspiel mit einem feiner Freunde antras und dem Fürsten durch einen Wink znm stiege über seinen (üegner verhali. Sr. Lebmann hat dieselbe in seiner Erzäblnng: „Ser königliche Resident" dichterisch verwerthet. I. D. in St.: 1. Ja, man darf in diesem Fall das Fleisch noch gebrauchen 2. Es wurde die Hastbora poir pl! gelesen. 8. Auch wenn man noch bei Sage, gleich nach nrU’Z das 2'p"2-Gebet spricht, sagt man sr2'> G in H.: Bei wg. russischen Sardinen und dgl. ist wohl in Gegenden, die nicht selbst Wein produeiren, die Befürchtung, daß Weinessig dazu genommen wird, ausgeschlossen In Gegenden jedoch, wo der Weinhandel blüht, liegt die Möglichkeit nabe, daß dann und wann Weinessig, der gerade billig angeboten wurde, statt anderer Essig genommen wird. c^>peeielle (Erkundigung nützt hier. Auch in Weingegenden kann man die sog. russischen Sardinen nicht deshalb für verboten erklären. Verschiedene Anträgen aus Holland: -Wir haben ja schon erklärt, daß uns Anffbovtspasta (Anschovisbutterperboten ist, sonstige Anschovis nicht. Uebrigens dachten wir überhaupt um: an Anschovis in Oel. Sardellen, die man in Holland Anschovis nennt, meinten wir nicht. Selbstverständlich ist dabei keinerlei Befürchtung. H. ft. in H.: 15. Juli 1810 gleich 13. Tamus 5570. I. <$'. in G.: Wenn nachweislich es dort stets so gehalten wurde, so verändern Sie den jn;E nicht. I N. in 8.: Es ist am Jomtow nicht gestattet, Feuer neu zu erzeugen: da dieses beim Aufdrehen u. s. w. des elektrischen Lichts geschieht so darf man am Jomtow kein electrisches Licht anzünden. N. 11. in BZ.: 31. Januar 1880 gleich 29. Schewat 5649. Die Sidra ist B. 8. in I.: Ter am 30. Tebet 5649 geborene Knabe liest die Sidra rucr. M. Sch. in BZ.: Tecember 1889 gleich 4. Lebet 5649. Die Sidra ist PP-2. G N. G.: Es kommt daraus an, was und warum er einkausen läßt. Herrn Gm. 8. in Jllok: Ihr Aussatz könnte nach Ausscheidung der persönlichen Angriffe mit Ihrer Ramensumerschrift nur im Jnserarentheile unseres Blattes erscheinen. Ihr Abonnement ist vorgemerkt. ftaisereelauteru. Wir eonstatieren mir besonderer Genngthnnng. daß das altbekannte, jetzt renovierte Hotel zum „Raffaner Hof" in Kaiserslautern seit dem 1. Juni sich wieder in den Händen eines streng religiösen Mannes befindet, dessen rituelles -Vorleben selbst bei den schwierigsten Verhältnissen uns die Bürgschaft giebt. daß das Unternehmen in streng religiösem Sinne getübrt wird. Da die pfälzischen Zustände znm größeren Theile sehr trostlos find — tcheuen sich doch nicht Hoteliers, Hinterviertel von neologen züd. Metzgern porschen zn lassen und reltg. kreisenden vorzn'ctzen — so freut es uns umsomehr, daß hier eine Gelegenlieit geboten ist, im Mittelpunkte der Pfalz nach streng religiöser 'Weise essen zn können. Dvschon der neue Inhaber genau die dortigen Platz- Verhältnisse kannte und schon tnatlchen Strauß ansfechten mußte, weil derselbe stets os'cn die Sache des Jusentlmms gegenüber der Leisetreterei anderer Herren vertrat, so glaubte er doch das Unleinchmen beginnen zu können, in der Hoffnung durch wirklich religiöse Reisende sieauentiert und unterstützt zn werden. Er hielt sich umsomehr hierzu berechtigt, als denen Küche wegen der feinen Zubereitung bereits einen :Kuf hat. Wir erwähnen noch, daß de»t neuen Pächter größere, fein' schöne Loealffnten zur Abhaltung von Hochzeiten und Vergnügungen zur Verfügung stehen. Hiesige jüd. Familien scheuen sich nicht, ihre Hochzeiten in christlichen Hotels unter Assistenz einer jütischen .nöckin, die als Schamneres dienen soll, abzuhalten, dies Alles, weil es nach außen einen größeren Effect macht. SoolM tMibmg, Pmtzw. Neues vornehmes Ponsionshaus l. Hauses unter Aut'sieht Sr. Ehrwürdev, Herrn Kahl). Kr. Auerbach. Halberstadt. mit Genehmigung Sr. Ebro. Herrn Landrabbiner l)r. Külf. Kraun.seh« oig. Streng rituelles Etablissement. Am Walde an schönst, staubfreier Lage, 4« Salons mit Balkons der Xeuzeit elegant eingerichtet. Bekannt aussergewöhnlioh gute K liehe. Diners und a la earte zu jeder Zeit, volle Pension mit extra guter Ver pttegung ine!. Wohnung von G,50 Mk. au. Jeden Samstag Gottesdienst in eigener von Herrn Professor Geb, Hannover, erbauten Synagoge im Parke des Hotels. [3489 Geöffnet vom l.Mai bis 1. Oktober. Besitzer: Ifax Hecht. I

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