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Der Israelit · 1901-07-11 · Heft 54 (11.7.1901) · page 32

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Journal
Der Israelit
Volume
42 (1901)
Issue
Heft 54 (11.7.1901)
Date
1901-07-11
Page
– (sequence 32)
Language
German
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haben wir, unter Abrechnung der Einnahmen, wiederum über 7000 Francs ausgegeben. Hierzu kommen noch die Kosten der Augenklinik, welche in Folge der aussergewohnlich heftig auftretenden Augenkrankheiten im Juni v. J. errichtet wurde. An Gaben für Arzt und Apotheke empfingen wir nur 300 Mk., also wiederum weniger als im Vorjahre. Für ärztliche Hilfe in Safed bewilligten wir 240 Mk., und sandten nach Ar tut und Hebron gratis Arzneimittel. In unserer Klinik wurden in der Sprechstunde 18296 Kranke behandelt, wozu noch 7467 Augenkranke kommen. Die Zahl der gemachten Besuche beträgt 7729. Die Apotheke hatte ein Deficit von ca. 1400 Frcs.; sie verabreichte 2521 ihrer Rezepte gratis. Für den arabischen Unterricht, die Abendschule und den Torah-Unterricht der Lehrlinge waren ca. 1400 Frcs. erforderlich. 38 Lehrlingen bewilligten wir zusammen 1305 Frcs. Lehrgeld. Den Darlehen in Höhe von 742 Frcs. und 200 Mk. stehen Rückzahlungen in Höhe von 82 2 Frcs. gegenüber. Der Unterhalt der rituellen Einrichtungen in Ramleh kostete 727 Frcs. Für Unterstützungen wurden 787 Frcs. und 315 Mk. verausgabt; unter den mit einer Beihilfe Bedachten befindet sich ein junger Mann, der in Deutschland die Landwirtschaft erlernt, um später seine Kenntnisse zum Besten des heiligen Landes zu ver-* werthen. Wie unsere Abrechnung ausweist, hat sich unser Kassenbestand abermals, und zwar um 720 Mk. vermindert. Doch ist uns im neuen Jahre von den Hinterbliebenen des sei. Freiherrn Wilhelm Carl von Rothschild „zu dessen ehrendem Andenken“ eine Spende von 10.000 Mk. zu Theil geworden. Diese hochherzige Gabe verleiht unserem Verein eine gesichertere Grundlage, als er bisher hatte; wir sind deshalb den edeln Spendern zum innigsten Danke verpflichtet, und werden uns stets des grossen Wohlthäters und Gönners unserer Glaubensgenossen im heiligen Lande in unwandelbarer Verehrung erinnern. Auch den sonstigen freundlichen Spendern sagen wir Dank, besonders unserem Ehrenmitgliede Herrn Bezirksrabbiner Dr. Salven di in Dürkheim a d. Haardt, der uns in sieben Sendungen 2700 Mk. übermittelte. Ihre Gaben haben uns in den Stand gesetzt, viel Elend zu lindern. Allein der grossen Nothlage gegenüber, in der sich mehr als 20,000 Glaubensgenossen befinden, müsste in ganz anderer Weise eingegriffen werden. Wir thun, was in unserer Macht steht. Nur dadurch, dass uns reichlichere Unterstützung seitens unserer wohlhabenden Brüder zu Theil wird, wird es uns möglich werden, in grösserem Masse zu wirken. Insbesondere liegt es uns sehr am Herzen, dass die Industrie im heiligen Lande gehoben werde. In dieser Beziehung sind ja verdienstvolle Anregungen erfolgt. Wir hoffen, dass dieselben die nöthige Unterstützung finden, und dass wir dann vielleicht schon im nächsten Jahre über die Ausführung berichten können. Schulen und Lehrlingswerke der Alliance Israelite Universelle. ■w (VII. Fortsetzung.*) Das erlaubt uns den Schluss zu ziehen, dass von 3 zwei sind, die Handwerker werden. Das Verhältniss scheint mir hinreichend, und das um so mehr, wenn man sieht, dass 12 davon in der Schule weniger als einen Monat waren. Einige waren unter diesen Schülern, die wir nur 3 oder 4 Monate hatten; wir haben uns von ihnen befreit, sobald wir sahen, dass unsere Zeit und unser Geld an ihnen verloren waren. Ausgebildete Arbeiter. Ich habe die Wohnsitze unserer 46 Arbeiter aufsuchen lassen, die nach beendeter Lehrzeit uns verlassen hatten. Anbei, wie sie sich auf die verschiedenen Handwerkzweige vertheilen: 10 Schreiner, 4 Holzschnitzer, 4 Giesser, 3 Schmiede, 3 Kutschen¬ *) 8. Nr. 77b. bauer, 3 Kupferschmiede, 3 Photographen, 3 Schneider, 2 Hutmacher, 2 Matrazenmacher, 2 Koffermacher, 2 Tapezirer, 1 Mechaniker, 1 Böttcher, 1 Buchbinder, 1 Bürstenbinder, 1 Schuhmacher, zusammen 46. Alle diese jungen Leute haben am Ende ihrer Lehrzeit von uns Handwerkzeug erhalten für eine Summe von ungefähr 60 Frcs. Alle arbeiten als Arbeiter, keiner auf seine eigene Rechnung. Kosten eines Arbeiters. Während 21 Trimester (5 Jahren und 3 Monaten) waren die Zuweisungen der Alliance für unser Werk folgende: Im Jahre 1894, 4.094 Frcs.; 1895, 4.395 Frcs.; 1896, 5 600 Frcs.; 1897, 5.085 Frcs.; 1898, 5.700 Frcs.; 1899, (ltrim.) 1.425 Frcs., im Ganzen 26.300 Frcs. (Schluss folgt.) Druok der Joh. Wirth’schen Hofbuchdruckerei Actien-Geeellschaft, Mainz.

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