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Der Israelit · 1901-07-11 · Heft 54 (11.7.1901) · page 30

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Journal
Der Israelit
Volume
42 (1901)
Issue
Heft 54 (11.7.1901)
Date
1901-07-11
Page
– (sequence 30)
Language
German
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gpp WWW w Fünfter Jahres-Bericht über die Thätigkeit des zur Unterstützung armer Wöchnerinnen und Unterhaltung eines Asyls für Unheilbare und Geisteskranke gegründeten allgemeinen Franen-Vereins "Q’Ett w Jerusalem. (1. Fortsetzung und Schluss. *) Ich habe am heutigen Tage die Anstalt, „Esrath-Naschim“ benannt, besucht, und es macht mir grosses Vergnügen, die in diesem Buche geschrieben en Urtheile früherer Besucher bestätigen zu können. Ich habe alle Patienten im Hause gesehen, mit jedem besonders conversirt, und bin vollkommen überzeugt, dass dieselben theils geisteskrank, theils mit unheilbaren körperlichen Leiden behaftet sind. „Esrath-Naschim“ ist noch in seiner Kindheit, aber ein schönes Werk für die Armen hat damit begonnen innerhalb einer jährlich zunehmenden jüdischen Bevölkerung in und um Jerusalem, ein Werk, gegründet auf Menschenliebe und Wohlthätigkeit. Ich möchte die Anstalt empfehlen als eine solche, welche Encouragement und Unterstützung verdient. Ich möchte hinzufügen, dass das Haus in einer luftigen und gesunden Gegend liegt, und den Vortheil des täglichen Besuches eines Arztes hat, welcher seine Dienste gratis leistet. John Dickson, Consul Ihrer Brit. Majestät in Jerusalem. Von dem Eindruck, welchen ich bei meinem heutigen Besuche bei „Esrath-Naschim“, dem Heim für die Wahnsinnigen, gewonnen, kann ich nicht Anderes als Lob sagen. Das gesehene Werk scheint so gut zn sein, als es unter den obwaltenden Verhältnissen nur möglich ist, und verdient es jede Ermuthigung. Die Unglücklichen scheinen liebevoll behandelt zu werden, und sind unendlich komfortabler, als es jeder Fall von ihnen vor der Errichtung dieser Institution war. Edwin 8. Wallace, U. 8. Consul. Der heutige Besuch der Anstalt „Esrath- Naschim“ hat mich abermals überzeugt, dass man auch mit kleinen Mitteln Grosses leisten kann, wenn man dabei von dem Geiste aufrichtiger und uneigennütziger Menschenliebe geleitet wird. Die unglücklichen Geisteskranken werden hier sorgfältig gepflegt, und zeigen in ihrem ganzen Benehmen, dass die liebevolle Behandlung, welche ihnen seitens der Leitung zutheil wird, durchaus beruhigend auf ihr leidendes Gemüth einwirkt. Ich wünsche der Anstalt aufrichtig das beste Gedeihen und weitgehende Würdigung ihres verdienstlichen Wirkens. Jerusalem, 27. duni 1898. Dr. Büge E. Jelitschka Dr. Einsler k. u. k, öst.-ung. Consul. F. Maroum Freudig empfehle ich die edlen Bestrebungen unserer Schwestern in Jerusalem im Interesse der Unglücklichsten unserer Glaubensgenossen Palästinas der gütigen Berücksichtigung aller Derjenigen, welche ihren leidenden Brüdern helfen können und wollen. Nichts appellirt so energisch an unsere Theilnahme, als die Unglücklichen, welche ihrer Vernunft beraubt sind. Die Leitung hat mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen, und sollte ihr Appell um Mithilfe freudige und generöse Beantwortung finden. A. Friedenwald, M. D. Baltimore. Ich habe mich überzeugt, dass die Anstalt des Frauenvereins „Esrath-Naschim“ für die Verpflegung hilfloser Kranken und besonders von Geisteskranken itn Verhältnisse zu den vorhandenen Mitteln und Kräften sehr viel leiste, und wünsche dem Verein Glück zu seinem humanitären Bestreben und Anerkennung in den weitesten Kreisen. Die Anstalt entspricht einem grossen Bedürfnisse. Dr. 8. Hoffmann Arzt am deutschen Diakonissen-Hospital. Der Eifer und die werkthätige Liebe, welche die Gründerinnen dieses Asyls der Geisteskranken, eines wohlthätigen Werkes, entfalten, verdienen Lob und Dank. 20. Schbat 1315. Tevfik, Kais. Gouverneur von Jerusalem. Die Anstalt leistet, besonders im Verhältnisse zu ihren geringen Mitteln, das Möglichste. Möge sie recht vielen Unglücklichen Besserung und Heilung bringen. Sie verdient Theilnahme nicht nur wegen des Guten, das sie geleistet hat, sondern auch als eiste Institution in Jerusalem, welche die werkthätige Hilfe jüdischer Frauen für philantropische Zwecke organisirt hat. Jerusalem, 27. Februar 1899. Dr. Heinrich Meyer Cohn. *) 8. Nr. 774.

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