Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 42 (1901)
- Issue
- Heft 54 (11.7.1901)
- Date
- 1901-07-11
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
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i 1209 mente, welche uns für die russischen Juden in eine hoffnungsvollere Zutunst blicken lassen. Weit schlimmer ist die Lage der 260,000 Juden in Rumänien, welche wider Gesetz und Recht als Fremde mißhandelt werden. Was soll aber aus diesen Unglücklichen werden, die einer ebenso grausamen wie niederträchtigen Verfolgung ausgesetzt sind und für welche sich in ganz Europa kein schützender Arm erheben will? Eine Auswanderung kann, soll sie nicht die schlimmsten Folgen haben, nur innerhalb sehr enger Grenzen stattsinden. Es kann nur an eine Hilfsaktion im Lande selbst gedacht werden. Es müsse versucht werden, mit wenigen zur rechten Zeit und am rechten Ort angebrachten Mitteln bei den rumänischen Juden die Selbsthilfe anzuregen und zu fördern. Die „Alliance" bat in dieser Beziehung Großes geleistet. Ramentlick haben die von ihr begründeten Volksküchen vielen Tausenden von rumänischen Juden buchstäblich das Leben erhalten. Die nothwendigen MiUel sind der „Alliance" in Folge einer allgemeinen Sammlung zugesloffen. Ich muß aber leider konstatiren, „daß die englischen Juden sich dabei nicht von ihrer glänzenden Seite gezeigt haben." Ein großer Tbcil von den englischen Beiträgen sind überdies nickt aus England selbst, sondern aus Südafrika geflossen. Die Mittel der „Alliance" sind nun nahezu erschöpft, und im Oktober soll eine neue Sammlung veranstaltet werben. Ick bosse ernstlich, daß England dabei nicht Zurückbleiben wird. Wir waren es, die am „lautesten geschrieen haben," die rumänischen Juden sollen nicht auswandern, sondern zu Hause bleiben. Jetzt ist es an uns, der „Alliance" zu helfen, die rumänischen Juden in Rumänien selbst zu unterstützen. Es ist ganz nett, über das traurige Schicksal der rumänischen Juden betrübt zu sein, allein der Amerikaner würde fragen: „Wie viel sind Sie betrübt?" Ich gebe zu, man wird bei uns sehr in Anspruch genommen. Aber diese Inanspruchnahme hindert doch manche von uns nicht, großen Luxus und Extravaganzen zu entfalten. Cbies Rabbi Dr. Adler bringt die traurige Lage der jüdischen Bevölkerung in Palästina zur Sprache. Dieselbe habe sich in Folge Regenmangel noch wesentlich verschärft. Die Juden in den Städten Palästinas sterben nicht nur vor Hunger, sondern auch vor Durst. Es wäre eine große That für die „I. K. A.", wenn sie in Jerusalem eine Wasserleitung legen wollte. Rickwr Mever S. Jfaac aus Rewyork rühmt die große moralische Kraft und Anpassungsfähigkeit der russischen Juden in Rewyork. Beschränkt und unwissend, wie ste bei ihrer Landung sind, verstehen sie sich rasch den neuen Verhältnissen anzuschmiegen und sich aus eine hohe Stufe der Achtung und des Bewußtseins der eigenen Verantwortlichkeit emporzuschwingen. Bei der darauf folgenden Wahl von 24 Vorstandsmitgliedern wurden Männer wie Gaster, Francis Montekiore, Hermann Landau und Josef Prag in den Vor> stand gewählt. mr E n i e i 0 e n. m Für den folgende» Theil ist die Redaetion nicht verantwortlich. Ste Nedactiov unternimmt niemal» eine Prüfung in Kr?ng ans dir ritnrUc Znverlässtgkctt der angrpriesenen Wa ren. Die Kerieher haben, wenn ste in dieser Ainstcht gesichert sein wollen, dir Anpreisungen, Refrre»?rn etc. selbst einer Controle;n unterwerfen. Schlust der Inseratenannahme ist stets: für die INontagsnummer, Sonntag Früh N Uhr, für die Daiinerstagsnum n.'r, :viittwoch ivtittag 12 Nhr. linier Klatt gelangt regelmäßig Montag und Donnerstag in den Abendstunden nun versandt. Bcclamationcn wegen?u späten Eintreffen» beliebe man bei der betreffenden Dostanstält r» machen. Offerten auf Ehifferannoucen werden täglich, mit Ai,»»,hme von Samstag und Sonntag« writcrbrfördrrt. Dsie hies. Religionslehr.-, v Vorbeteru. Schächterstelle ist spätestens zum 1. L>ept. zu besetzen. Fester Gehalt Mk. 900 nebst großer schöner Wohnung, ferner ca. 200 Mk. für einmal wöchentl. Unterrichtsertheilung in einer Rackbargemeinde, sowie ca. 150 M. sonst. Nebenverdienste. Verh. Bewerber mit kleiner Famtlic bevorzugt. Reisesp. werden nur dem Gewählten vergütet. Off. mit Zeugnißabschristen baldigst erbeten. Bunde i. Ostsriesland i. Juni Der Vorstand: Moritz Ries. [5133 Arrche einen tücht. (Gesellen und einen Lehrling. Inda Schuster, Bäcker, Sterbfritz, Bez. ffasiel. [53451 Ireie Bereinigung für die Interessen des orth. Judenthums. Theiillin und Rfesusotli, unter Aufsicht Sr. Ehrwürden des Herrn Rabbiner Dr. Breuer in Frankfurt am Main angefertigt, sind zu beziehen durch A. I. H o frn a NN, Buchhdlg., Frankfurt a. M., Allerheiligenstraße 87. Thefillin, kleinere Sorte, Mk. 6., die größeren zu entsprechend höherem Preis. Die Thefillin und Mesusoth sind mit dem Siegel der Freien Vereinigung versehen. [890 io: MWn. Willkmattil-Hiiilchmr, um anerkannt vom hochlöbl. Oberrabbinat Hamburg. .'Mpsiehlt Fleischconserven in Blechdosen als: Huhn in Bouillon Mk. 1.20, Rinderbraten Mk. 1.30, Kalbsbraten Mk. 1.40, Roastbeef Mk. 1.50, deren Haltbarkeit garantirt wird. [365<; A. Silververg, Hamburg. Grindelallee 170. Telephon IV. 1731. junger Mann welcher 4 I. v für e. Manufacturwaaren- EngroS-Gesch. in der Schweiz gereist u. der französischen u. italienischen Sprache in Wort u. Schrift mächtig ist, sucht Reiseposten in gleicher oder ähnl. Branche. Offerten unt. II. 5338 an die Geschäftsstelle dfs. Blattes. Gesucht für sofort ein Lehrling in eine Getreide-Handlung. Kost und Logis im Hause. Samstags und Feiertage geschlossen. [5362 I. Günsbürger, Hünninge n im Elsaß.