Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 42 (1901)
- Issue
- Heft 52 (4.7.1901)
- Date
- 1901-07-04
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
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1169 Reiche: med Perlitz: Daniel Danieli (v. Voß); med. Spier: Christliche Geistesheroen in ihrer Beziehung zum Judenthum; jur. B. Meyer: Nächstenliebe, insbesondere Feindesliebe im Lichte des Judenthums; jur. Löwenstein: Werther, der Jude. An sämmtliche Vorträge schlossen stch Diskussionen. an denen stch Gäste wie Vereinsbrüder rege betheiligten. Für den weiteren Verlaus des Semesters sind noch folgende Vorträge angesetzt: 3. Juli: Zahnarzt Hausmann: Heine und das Judenthum; 10. Juli: med. Calvary: Referat über die Vorgänge innerhalb des Judenthums während des letzten Jahres. Am 13. Juli hält der „Verein Jüdischer Studenten" seine Schlußveranstaltung ab, wozu er alle jüdischen Commilitonen einladet. Das Münchner „V. I. St.", ein Schwesterverein der „Vereine Jüdischer Studenten" zu Berlin, Leipzig und Breslau, beendet damit das dritte Semester seines Bestehens. MiNhriloue» aus bei Ifib. Arwcnorttisk» und für dieselben. (Sämmtttche iüd. Wanderbettelvereine unv tsalleu für Durchreisende find gebeten, uu» Mitthettuuge« über «rsahrungen die fie auf dem «ediete ihrer ThLtigkett mache«, zukommen zu lassen.) Gerolzhofen (Unterfranken), 27. Juni. Gegenwärtig treibt sich ein gewisser Ferdinand Quittner, Lehrer und Oberkantor aus Schmigel, in hiesiger Gegend herum. Seine Papiere, welche drei gleiche Stempel und eine Marke zeigen, und nach meinem Dafürhalten gefälscht sein können, zeigen einen anderen österr. Namen. — In dem nahen Frankenwinheim, wo er in einem Wirthshause übernachtete, schrieb sich derselbe als Ferdinand Ouittner. Cantor in Ansbach, (?) in's Fremdenbuch ein. Derselbe ist ein langer, hagerer Mann, mit Schnurrbart, ausrasirtem Vorderkinn, schwarzen Augen, alter Nickelbrille und schwarzem Sammtkäppchen unter einem schwarzen, alten Filzhute. Er gibt an. in hohem Grade herzleidend zu sein und zeigt das verbundene linke Bein. Betreffender spricht ein ziemlich gutes Deutsch, würzt seine Rede mit verschiedenen jüdischen Redensarten und gibt sich dadurch den Anschein eines Talmudgelehrten. In Würzburg habe er im jüdischen Seminar zwei Tage Unterricht gegeben. Sein Auftreten ist ziemlich unerschrocken, ja sogar unverschämt. Sein snvn ro-o — er aß bei mir zu Tisch, nachdem er bei anderen Glaubensgenossen das Essen in grober Weise verschmäht hatte — ist unter jeder Kritik. Nachdem ich ihn bei der Armenkasse nicht berücksichtigt hatte, und für ihn auch nicht sammeln ließ, wie er es anfangs haben wollte, nützte er hier jede Familie in unverschämter Weise aus. In Frankenwinheim sagte er zum dortigen Kollegen, er sei verschämt und möchte nicht in die Häuser gehen, er möge für ihn durch ein Kind sammeln lassen, was der Herr auch that. Aus all diesem und aus noch.anderen Thatsachen, die ich hier nicht aufzähle, scheint es, daß wir es mit einem gewiegten Schwindler zu thun haben. Deßhalb dieses zur allgemeinen Kenntnißnahme. Leopold Godlewsky, Lehrer. Mnzeigen. Für den folgenden Theil ist die Redaktion nicht verantwortlich. DU |tf>nctt«8 Mrttnrtmrt «ta«aU itat Prüft»«- tat Oksng auf dir cttarll» Zaverlüsst-krU »er aagrvriesmrn Wa re». Pie aestrher »«kn, »nm sie in dieser Otastcht -estcherl sei« »«ltra. die Lnpretlvnae«. fttfcrtnir« rtr. selbst eia er Lontrole n» sntmmfrn. Ochl«st »er Kasera»e«anaah«e ist stet«: fttr die M«a»«-»aammer, «ount«g Früh l» Uhr. für die Paanerstaa»»»,» aer. Mittwoch Mittog Iw Uhr. Daser -tan -rlaa-r re-r»«stch»- Wi»arana» powrrRig in »rn Avcadstandc« »an Kersaadt. Kecl«m«ts»nen mege« k« frM*n Elntreffd»» d». üed» »«« de» der detressnrde« Postaastatt p» mach»«. OPkrtea auf «hifferaaaonke« »erde« tst-ltch, mir Aasaihn« voa Kamst«- und Koama,. »eilerdefSrderr. Tür m. Manufacturwaareny geschäft, EamstagS und Feiertage streng geschlossen, suche per sofort evtl, per 1. August einen tüchtigen, angehenden [5156 Commi» für Lager u. Comptoir; ferner eine« Lehrling mit guten Schulkenntniffen unt. günstig. Bedingungen. Kost u. Logis im Hause. B. Kaiser Blüth Sohn, Naumburg, Regbz. Cassel. tfote! JVassauer &(of Kaiserslautern, Mittelpunkt der Pfalz. Im Centrum der Stadt, — feine streng koschere Küche, — hübsche renovierte Zimmer. [4907 Jetziger Inhaber: Victor Lazar. Snche einen kräfigen Lehrling für Metzgerei. [5188 Max Jefselsohn, Nieder -Ingelheim. iV2 Fleisch-1 Wirlliittrn-Hudliis. -w? anerkannt vom hochlöbl. Oberrabbinat Hamburg, mrpfiehlt Fleifchconferve« in Blechdosen als: Huhn in Bouillon Mk. 1.20, Rinderbraten Mk. 1.30, Kalbsbraten Mk. 1.40, Roastbeef Mk. 1.50, deren Haltbarkeit garantirt wird. [3656 A. Gilberberg, Hamburg. Griubelallee 170. Telephon LP. 1731. Tür m. Manuf.- u. Modew- 8 Geschäft suche baldigst zwei tehrlinge mit guter SchulLild. Samstags Geschäft geschlossen. A. A. Löwenstein, AhauS i. W. [5112