Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 42 (1901)
- Issue
- Heft 51 (1.7.1901)
- Date
- 1901-07-01
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
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32 sprach ständen. Verfasser beleuchtet daher den hygienischen Wert des jüdischen Religionsgesetzes ira Einzelnen , führt uns vor Augen, wie jene Gesetze alle lediglich den einen Zweck verfolgen, den Menschen zur Einhaltung einer sachgemässen, rationellen Diät anzuhalten und ihn vor schädlichen Einflüssen zu schützen. Für die Entscheidung, ob eine Substanz ein Nahrungsstofif sei, sind unsere jetzigen Kenntnisse des Stoffumsatzes und der synthetischen Fähigkeiten des Organismus noch nicht ausreichend. Man ist also auf die Erfahrung angewiesen d. h. auf die Analyse der Nahrungsmittel, auf die Wirkungen der Stoffe auf den Stoffverlust des Körpers. Und da stellt es sieh nun heraus, dass die religionsgesetzlich gestatteten Nahrungsstoffe die höchste Nährwertsziffer auf weisen und für die Erhaltung der Gesundheit, zur Verhütung von Verdauungsstörungen am zweckdienlichsten sind. Die höchste Forderung, gewissermassen das Leitmotiv aller mosaischen Speiseverordnungen repräsentiert sich in dem Postulat absolutester Reinheit alles zur Nahrung Bereiteten, in dem Hinwegschaffen jedes Krankheiterregers, in der Beseitigung jeder Infections- und Intoxicationsgefahr Man könnte täglich das Wort itfO in Bezug auf das Speisegesetz mit aseptisch wiedergeben, in so hohem Masse entsprechen jene Forderungen der Bibel den Regeln unserer heutigen Asepsis. Was nun die krankhaften Störungen des Verdauungsapparates betrifft, so liegt wieder das Hauptmoment für die Beseitigung derselben in einer rationellen Diät. Verfasser zeigt uns, in welch hohem Masse die biblischen Verordnungen mit der Einhaltung einer solchen Krankendiät harmonieren, wie sehr die rituelle Kost allen Magenleidenden zuträglich und empfehlenswert ist. Dabei bespricht er die modernen therapeutischen Nahrungsersatzmittel, macht auf die nnrituelle Bereitungsweise der gewöhnlichen Nährpräparate aufmerksam und verweist die Kranken auf gleichwertige, rituell bereitete Ersatzmittel. Kurzum das Werkchen enthält des Interessanten und Wissenswerten soviel, dass Laie wie Fachmann es, zumal bei seiner glänzenden Sprache und hübschen Ausstattung, nicht unbefriedigt aus der Hand (egen werden; es sollte tüglich in keinem jüdischen Hause fehlen. Erwiderung auf den Artikel „Ferneres aus dem urn von I*. Mayer, Karlsruhe. Herrn Dr. Kottek möchte, auf die von ihm in Nr. 2 des II. Jahrg. dieser Blätter gebrachten Beweise für die Richtigkeit seiner Ausführungen über die Bedeutung des aram. Worte; all und der L A. pö7t in ltyn"D S. 97 in aller Kürze auf folgendes verweisen, 1. sind uni und pi zwei grundverschiedene Stämme; DD1 h. laufen p"l flüstern: vergl. Levy Ch ild W. B. Über das W. |TOin in Tr. '"Dp rottf, welches im Arnch unter ^1 I angeführt wird, vgl. Ar compl. und Levy ib. und unter Art. Nj’Gm, sowie N"ijn mmn zu NflDDin l"D DHE' und hat letzteres weder mit cm noch mit ]C7 etwas zu tbun. 2. Der Pas. um Dim X'llN ’ND in Tr. p rD’JJD hat durchaus nicht die Bedeutung von durchlaufen — durchdenken, sondern von eilen, sich kurz fassen. Die Frage ist folgendermassen zu verstehen: wenn dem so wäre, warum hat er sich kurz gefasst, er hätte doch ausführlich sagen sollen, tyn ab HPnpn injde' myo bv rvm mn. 3. Das ’DpD fehlt im 2pv j’y ed. princ. Vergl. die nnyn zum D’IBID ’pnp” Tr. NinD JOD ibid. Vgl. auch D"1 selbst, wo aus der Münch. Handschr. ein grosser Zusatz angeführt wird, welcher tür meine Aulfassung spricht. Allein auch ohne Zuhilfnahme des ’"y und D"n spricht der ganze Tenor der a~V2i tür meine Auffassung. Wir finden ja auch übrigens dass pnv '“I den t^’p'l p pyöttf "1 zur Ntinyftttf gebraucht, hat, um durch dessen Einwürfe den Vortrag zu beleben. Vergl. Y'DG"2; j"b nmn 'dg;n'ti Y'c rnnjo ’D^tcnY a'y 4. Sollte n"1 das Wort cm im Sinne des H. Dr. K. verstanden haben, so ist umsomehr die L. A. pYl im ntEf’H 'D eine plausiblere. 5. Das Wort anstatt TinSty ist nicht von n"“l sondern von einem ]WÜW '1, der auch sonst kein besonders guter Stylist war, und hat er sich eine freilich nicht erlaubte Nachbildung solcher Verwendungen des Accus, statt indirekter Beziehungen, im *pn, erlaubt. Vergl. des. 65 "j’ntenp st. -D12 ’ntenp-, Sechar. 7 st. '7 onns; Tob. 31 \pYi st. p tHj und dergl. mehr. H Trifft die Behauptung dea H. Dr. K., dass r"l im CVS Styl geschrieben hat, nur insofern zu, dass er den Eingang seiner roitfn mit einem vnn versah, was aber auch bei andern Autoren anzutreffen ist. Inhalt* Günzburg und die schwäbischen Gemeinden Drei Rabbinatsdiplome des David Oppenheim. — Literarisches. 1L"!1 'D“. Beiträge zur Geschichte der Juden im Eisass. — Erwiderung aut den Artikel „Ferneres aus dem Vsrantwortliche Redaction: Rabbiner Dr. Löwenstein in Mosbach (Baden). — Druck und Verlag der Job. Wirth’schen Hofhuchdruckerei-Actien-Gesellschaft in Mainz.