Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 42 (1901)
- Issue
- Heft 48 (20.6.1901)
- Date
- 1901-06-20
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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1070 fomttee, die hervorragendsten Vertreter der Newyorker 'Gesellschaft und eine nach Tausenden zählende Zuschaucrmenge. Die Feier wurde durch einen Vortrag des trefflich geschulten Knabenchors des israelitischen Waisenhauses eingelcitet, worauf der greise Redner, Dr. G. Gottheil, ein längeres Gebet sprach, das unverkennbar tiefen Eindruck wachte. Hierauf wurde folgende Depesche des Gouverneurs ObeH verlesen: „Jsaae Stern, Vorsitzender des Baulomitees. Meinen herzlichsten Glückwunsch, den ich hoffte, persönlich überbringen zu können und den ich nun auf diesem Wege Ihnen und Ihren Mitarbeitern aussprechen mutz. Ihre heutige Feier gibt dem Volke unseres Landes ein ernstes, glänzendes und nachabmenswerthes Bild der Wohlthätigkeit und zeigt, daß in unserer vielbeschäftigten Zeit es noch Menschen gibt, die Muße finden, der Armen und Unglücklichen zu gedenken. Sie waren stets hilfreich gegen Alle, ohne Unterschied des Glaubens und der Rasse, die der Unterstützung bedurften und Sie reichten Ihre fiirsorgliche Hand Jedem, der vom Elend verfolgt war. Ihre Barmherzigkeit, die nie engherzig und kleinlich geübt wurde, ist ein glänzendes Zeugniß für Ihre großmüthigen Gesinnungen. Stolz dürfen Sie auf die Erfolge in der Vergangenheit sein, die Ihre Institution erreicht hat, indem sie die Unglücklichen lehrte, daß es innerhalb unseres geliebten Vaterlandes Leute gibt, die bestrebt sind, ihre Mitmenschen zu erheben und in alle Herzen das Streben nach höheren Zielen und edleren Tbaten einzupflanzen. So wie auf dem Grundstein das Gebäude entstehen wird, das der Linderung Leidender geweiht ist, so möge Ihre Vereinigung die Menschen zu der Herr lichsten Tugend erziehen, der Wohlthätigkeit gegen die ganze Menschheit. B. V. Odell, Gouverneur." Rach Verlesung des Telegrammes folgten verschiedene Ansprachen, wie die des Stadtraths-Präsidenten Guggenheimer, der als Vertreter der Stadt Newyork sprach, des Präsidenten der Columbia-Universität, Herrn Seth Low, des Hospital-Präsidenten Jsaac Wallach, des Herrn Edward Lauterbach und schließlich die des Chefarztes, Prof. Dr. Jakobi. Allen Rednern wurde begeisterter Beifall zu Theil. Nachdem noch Redner Dr. H. Pereira Mendes den Se gen gesp-rochen und der Grundstein gelegt worden war, folgte der Schluß der würdigen und eindrucksvollen Feier._ Vermischtes. < ER. Berlin, 18. Juni Von der K'önigl. Akademie der Künste in Berlin ist bei dem Wettbewerbe, um das Stipendium der M i ch a e l B e e r'schen Stiftung im Be IrAge von, 225tj Mark, der Preis dem Bildbauer Jacob Pleßner, einem Enkel des Rabbi Salömon Pleßner gesegneten Andenkens zuerkannt worden. Paris. (Annuaire des Arehives Israelite.s pour L’an du monde 5662 par H. Prague, Red ac; teur ea chef des Arcliives israelites.) Dieser lehrreiche jüdische Kalender, der uns einen genauen Einblick in alle jüdischen Institutionen von Paris gibt, ist bereits erschienen. Außer einen Jahresrückblick enthält er verschiedene Abhandlungen; so über das Leben und die Werke von Raschi, über die Juden des Departement du Gard._ Briefkasten der Redaction. R. in Essen: Das Alles können Sie bei dem öiterreichischen Eonsul, der Ihnen am nächsten wohnt, erfahren. Tfec/jt vorfljeil/jaft ist ein Abonnement ans das „Berliner Tageblatt" mit seinen <» werthvollen Zeitschriften, welche kostenfrei, und zwar an jedem Montag: „Zeitgeist", wissenfchastliche und feuilletonistische Zeitschrift, jedem Mittwoch: „Technische Rundschau", illustiirte polistechnifche Fachzeitschrift, jedem Donnerstag : „Der Wel ts p ieget", illustrirte Halbwochenfchrist, jedem F eitag: „1U!", farbig illustrirteS, satvrifchpolitischeS Witzblatt, jedem Sonnabend: „Haus Hof Garten", illustrirte Wochenschrift für Garten- und Hauswii hschaft, jedem Sonntag: „Der Weltspiegel", illustrirte Halb-Wochenschrift, jeder Abonnent des „B c r l i n e r Tageblatt' und Handelszeitung erhält. Im Romanfeuilleton erscheint im Laute des Hl. Quartals: ,,D er arme Kerl", Roman von Ulrich Frank. Eine tüchtige, ernste Arbeit, die von scharfer Beobachtung, feinfühliger Kenntniß der Franenseele und großer schriftstellerischer Begabung zeugt Bei einem sorgfältigen Vergleich der Leistungen der deutschen Zeitungen wird man sich bald überzeugen, daß in Bezug auf Reichhaltigkeit und Gediegenheit des gebotenen JnhaUs, sowie im Hinblick am r je r .sche, zuverlässige Berichterstattung das „Berliner wageblatt" an erster stelle steht. Bekann lich ist das ,.B. T ‘ durch seine eigenen an allen Wellplätzen, wie Paris, London, Petersburg. Wien, Rom, Konstantinopel, Nelv Bvrk^ srwie an allen größeren Verkehrs Eentren angestellien Lwezial-Korrefpondenten vertreten, die diesem Blatte allein zur Verfügung stehen, wie dasselbe auch augenblicklich für eine zuverlässige und interessante Kriegsberichterstattung aus Ehma durch eigene nach China entsandte Spezialberichterstalter unter bedeutenden Opfern Sorge getragen hat. Tie sorgfältig redigirte vollständige „H a nd e lö z e i t un g' des „I! T.“ erfreut sich wegen ihrer unbeeinflußten Haltung in kaufmännischen und industriellen Kreisen eines vorzüglichen Rufes und wird wegen ihrer Unabhängigkeit auch von Privat-Kapitalisten als zuverlässiger Wegweiser geschätzt. Ausführliche Parlamentsberichte erscheinen in einer besonderen Ausgabe, die, noch mit den Nachtzügen versandt, am Morgen des nächstfolgenden Tages den Abonnenten zugeht. — Das „Berliner T a g e b latt", welches gegenwärtig ca. 73,000 Abonnenten zählt, erscheint täglich 2mal. auch Montags, in einer Morgen- und Abendausgabe, im Ganzen Illmat wöchentlich. Abonnementspreis für alle 7 Blätter zusammen bei allen Postanstalten des deutschen Reiches 5 JJl. Pf. für das Vierteljahr. 1 M. 02 Pf. für den Monat. Annoncen finden im „U. T.“ namentlich in reit gebildeten und bester sitnirten Kreisen, die erfolgreichste Verbreitung. Sooldad Hachmg. Pmdhm. Neues vornehmes lViisionshans 1. ltanges unter Aufsicht Sr. Ehr« iirdoii Herrn Ralib. Di. 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