Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 42 (1901)
- Issue
- Heft 19 (7.3.1901)
- Date
- 1901-03-07
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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454 in Betracht zu ziehen, die Gebote unter Klassen und Abtheilungen zu bringen, diese möglichst systematisch zu ordnen, und der Sinn und Zweck der Gesetze in einfacher, faßlicher Sprache zu erläutern. Die Lehren aus Tenach, Talmud Babli, Rambam zusammengetragen." Was lernen und merken wir nun aus diesen citirten Borausstellungen? Wir ersehen zunächst, wie die systematische Religionslehre im Lause der Zeit mit allen übrigen llnterrichtszweigen gleichberechtigt und ebenbürtig, durch das Alter und ihren inneren Werth sehr schätzbar und ehrwürdig und als Ersatz- und Hülfsmittel sogar merkwürdig geworden ist, denn Dr. Kuttner sagt mit vollster Berechtigung: „Unsere Vorfahren hatten ein Religionsleben, doch wir besitzen im Fallnur noch Religionsstunden." Die Kinder sahen „im Haute der Eltern" alles umrankt und durchfluthet von der Religion: was man that, sprach oder dachte, „alles" irnirbe in Beziehung gesetzt zur Religion, und damit konnte sich das, was das Kind im Gotteshause und in der Schule sah und hörte, vereinigen und bewirkte eine solche Festigkeit, Ueberzeugungstreue, Hingabe an die Religion der Väter, von der alle Versuchungen machtlos abprallten." „Was wir hören, das vergessen wir bald; was wir üben, halten wir fest." Solche Religion in Lehre und Leben fehlt eben heutzutage im allgemeinen, ja, Hindernisse und Schwierigkeiten winken, wohin ich schaue. Der Schwerpunkt ist in die Schule verlegt, und was diesen Eltern gut und dienlich und am Ende noch zu wenig dünkt, wird von jenen für zu viel und schädlich gehalten, verlästert und angeseindet. Materialismus und Jndifferentismus treten in den Weg, und in keinem Fache hat man im -'^rosten und Ganzen in geringerer Weise auf die Mitwirkung des Hauptfaktors, des dem Kinde maßgebenden Elternhauses zu reflektiren, als gerade da, wo man es am meisten erwarten sollte — auf dem Gebiete der Religion. (Fortsetzung folgt.) Für dr» WM- M n j e i fl z n. 'H fo^cuben Theil ist die Rcdaction nicht verantwortlich. Schluß der Infrratc:l..»nai,uu Ul Nets: für dir Ulontagsnnmmer, Sonntag Früh S Uhr» für die Donnerstagsnurnmer, Mittwoch Mittag IS Uhr. Unser Statt gelangt regrlinnstig Montag und Donnerstag in den Abendstunden rum Versandt. Reklamationen wegen ju späte» Eintreffen» ot- Uede man bei der betreffenden Po,'Unistatt su maciicn. Offerten auf Chifferaunonceu werde» täglich, mit Ausnahme von Samstag und Sonntag, writerliefordrrt. ■ibo Snifln, Iinmni und Pnirrmh!, beste Eierqualität unter Aussicht hergestellt, empfehlen Gebrüder Scherer, Eierteigwaaren - Fabrik. 6555! Homburg v. d. H. Auf Fefacb Koscherwein, per Liter 60 Pfg., empfiehlt f!447 I. Frank, Pens. Lehrr, Albersweiler, Pfalz. Mn Wchmnii eigenes Wachöthum, per Liter 40 bis 60 Pfg. Nachnahme oder Reff.: Fässer leihw. Simon Löb, Weingutsbes., Edenkoben, Nheinpfalz. sl595j Le Raseur. Aestes SnthaarungLmittel! Kein Verbrennen! Kein unangenehmer Geruch! Dose Ml. 0.80— Kilo M. 5.—. Wiederverkäufer erhalten Vorzugspreise. I. Emanuel, Frankfurt a. M., Langestr. 3. s8294) Wiesbaden BärenstrasBe Aeu eröffnet Streng "nps » Telephon Savoy-Hötei mit Badhaas 1. R. mit eigen. Thermalquelle grösste» und feinst, jüd. Hotel m. Badhaus d.Welt 8trei>g rituelle »tre,’S rituelle ßlAG Küche. 'ü il!; f ' Biectr. Licht. g**&S*£ •Jfo. LiftikV*V: sssteii Wi;:; Dampfheizung Bes.: Carl Simson. 57521 Hotel wagen an alle« Zfigen. Wiesbaden. Aeltestes üotel u. Restaurant am Platze. ["2140 Möblirte Zimmer mit vollständiger Pension. Badischer Kot. Nerostrass« 7. Nerostrasse 7. Besitzer: Hermann Birscliberg:er. Unter Aufsicht Sr. Ehrw Herrn Rabb. Dr. Kahn. An lichten der berühmten alten Wormser Synagoge, Raschikapette :c., vier verschiedene Ansichten für drei Mark franco Nachnahme. Ausland gegen Voreinsendung, versendet Hans Graey, Photograph, [1619 Mainz, Voppstraße 25. Heidelberg. Israelitische junge Mädchen finden zur weiteren Ausbildg. liebevolle Aufnahme in der Familien- Pension der Unterzeichneten. Gleichzeitig ist denselben z. Erlernung weiblicher Handarbeiten, sowie des Haushalts, englischer und französischer Conversation volle Gelegenheit geboten. [1196 Beste Referenzen stehen zu Gebot. Fm Alt Bnmnii, Museumsplatz 18.