Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 42 (1901)
- Issue
- Heft 8 (28.1.1901)
- Date
- 1901-01-28
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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178 und stets zu wiederholen. 2. Die jüdische Finanzwelt soll dem rumänischen Staat jede Hilfe verweigern. Letzte Nachrichte». Frankfurt a. M.. 28. Jan., 12 Uhr 30 Min. Betrübten Herzens kehren wir soeben von einem traurigen Gange zurück. Eine ungeheure Menschenmenge hatte sich zum Leichenbegängnisse des Herrn Baron von Rothschild eingefunden. Es waren erschienen: Im Aufträge der Stadtkommandantur Excellenz von Lindeguist und von Stülpnagel, Herr Oberbürgermeister Adickes, sämmtliche Stadtverordnete; die Rabj binen mit ihren Vorständen aus einer großen Anzahl! von Städten des In- und Auslandes, namentlich! sämmtlicher Religionsgesellschaften, für welche der Ba j ron so überaus wohlthätig wirkte, waren anwesend. > Unter anderen bemerkten wir Herrn Rabbiner Fürst! von der Schiffschul in Wien, Rabbiner Weißkopf voin j Beth Hamidrasch aus Paris. j Bor der Beerdigung sprach im Namen der Syna- J gogengemeinde Adaß Jeschurun in der Billa Grüne-! bürg Herr Rb. Dr. Breuer. Er schilderte, was der Berj storbene seiner Gemeinde gewesen sei: Ein Fürst Gottes j und ein Fürst der Menschen. Im weiteren Verlaufe seii ner Rede hob Herr Dr. Breuer hervor, wie sehr die Ge- \ mahlin des Verblichenen, Freifrau von Rothschild,! ihrem Gatten in seinen religiösen Angelegenheiten j treu zur Seite stand, wie sie es verstand, ganz in seinem Sinne zu wirken und zu handeln. Daß uns die hohe Frau erhalten sei und erhalten bleiben möge, das sei uns ein Trost bei diesem schweren Verluste. Hierauf wurde die Leiche in den Wagen getragen. ' Hinter dem Wagen gingen Herr Rabbiner Dr. Horj vih, ihm zur Seite die beiden Schwiegersöhne, Baron > Edmund von Rothschild und Max Goldschmidt. Die > Menschenmenge war unübersehbar, wir schätzen sie auf! ca. zwanzigtausend, dreihundert Wagen gaben der! Leiche das Geleite. Auf dem Friedhofe angelangt, er-! griff Herr Rabbiner Dr. Horvitz das Wort. Er pries die außerordentliche Bescheidenheit des Dahingeschiedenen und den eisernen Eharakter desselben, der sich in voller Jugendblüthe nach bleibendem Gute, nach Gott sehnte. Er dankte in: Namen der israelitischen Gemeinde, des Nabbinerseminars in Berlin und noch einer großen Reihe von Wohlihätigkeitsanstalten für alles Gute, das ihnen der Baron erwiesen. Hierauf sprach Herr Louis Feist im Namen des Vorstandes der Spnagoaengemeinde Adaß Jeschurun seinen Dank aus für die reichliche Unterstützung, welche der Baron ihr und ihren vielen Institutionen angedeihen ließ, namentlich seien die beiden Schulen der Gemeinde ibm unendlichen Dank schuldig. Sodann trat Herr Bürgermeister Varrentrov an die Bahre, um ein kurzes Wort des Dankes für das gemeinnützige Streben und Wirken des Heimgegangenen im Namen der Stadt auszusprechen. Wenn auch Baron von Rothschild keinen Tank wollte, so dränge es ihn, dem heru vorragenden Manne und Mitbürger ein inniges Lebewohl und herzlichen Dank zuzurufen. Die Männer der Ehewra Kadischa ergriffen die Bahre und bald daraus deckte die kühle Erde die sterbliche Hülle des Herrn Baron Willy von Rothschild. -"zx:r. Briefkasten ver Expedition M. B. in ft.: M. 8.— empfangen. Anzeigen. Für den folgenden Thcil ist die Rcdaction nicht Schluß der Inseraten ninalime in Nets: für die Rlontaqsnnmmcr, «onntaq kvrüh n Mir, für die Oonnerstagsnummer, Mittwoch Mittag 12 Ubr. Kiffer Klatt gelangt regelinästig Ulontag und yoinierstag in den Älirndstunacn mm versandt. Ncelamationen wegen?u späten Eintreffen» beliebe man bei der betreffenden Postanstalt m maclicn. Effekten ans Et>iffera»noncen werden täglich, mit Ausnahme von Samstag und Sonntag« weUerbefördrrt. zum sofortigen Eintritt einen Bäckergesellen und Lehrling. Bäcker der am Ofen besteht. [10<’5 Joseph Oppenheimer, Heldenbergen b. Hanau. Aie hiesige Gemeinde sucht +J für gleich ein. Borbeter, Lehrer und Schochet. Ge halt jährlich 3 0 Mark, freie E tation. Bewerber wollen sich an den Vorsteher wenden [917 R. Bender, Weinhandlung. Zell a. d. Mosel. fluche für sofort einen oder Ostern Lehrling. Samstags und Feiertage geschlossen. Bedingungen sehr günstig. Sigmund Einstein, Bäckermeister, Walldorf, Werra. 0012 i(in in Kreisen auf dem Lande V gut eingeführter Schadchen gesucht. Offerten unt. A. W. l( 09 an die Geschäftsstelle dieses Blattes. Wisstiischlistl. Ähltt, streng relig., mit facultar. gründl. Kenntnis', im Hebr. und Talmuo., sowie reicher Schulerfahrung, sucht geeign. Wirkungskreis. Offert, unter S. V. 384 an 1191* Hänfenst. Si Vogler A.-G., Berlin. iifer welcher längere Jahre " als I. in e. Gr. Weinhdlg. thätig war, mit ff. Nef., wünscht leistungsf. Wetnhdl. zu bedien. Off. u. Postl. Franks, a. M. (886J S ••••!•••• für mein Viehgeschäkt zum sofortigen Eintt irt c. iii . jungen Mann, welcher de reits im Viehgeschäft thä ig war u. etwas vom Ein- und Verkauf versteht. Wenn möglich militärfrei Anfangsgehalt 600—700 Mark bei freier Station. [884 Max Friedmann. Arnstadt in Thüringen 94467