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Der Israelit · 1901-01-21 · Heft 6 (21.1.1901) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
42 (1901)
Issue
Heft 6 (21.1.1901)
Date
1901-01-21
Page
– (sequence 1)
Language
German
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42. Jahrgang. 6. Der Israelit. Ein Sentrat-Hrgan für das orthodore Iudenthum. Begründet von »r. in flftninf. moSriag, de« 21. Januar 5661 (1961). Für Brno i&tarh alwnntrt man bei allen Postanstalten für die Monate Februar & März auf den „Israeli*' . Für Februar allein für M. 1.—. Dieser Preis tritt aber nur ein bei Abonnements, welche rechtzeitig am Poft-Zeitungöfchalter des Wohnsitzes des Bestellers oder bei dem betreffenden Landbriefträger aufgegeben werden. Ausland entsprechend höher. Me Expedition des „Israelis. Leitender Artikel. Stamm und Wurzel. Von Rabbiner Dr. Daniel Jink, W i e u. (Schluß.) Der Abschnitt et,rat rvc rühmt in gar schlichten Worten die hohe Tugend unserer Vorfahren, die in ihrer Weise eine der lautesten Verherrlichungen Gottes bildet. Wo ist es je gehört worden, daß ein Volk, unter solchem Drucke ächzend, die reine Familienverfaffung, ja, in den nza rrz 'trjc sogar eine Art sich zu bewahren verstanden hätte? Die Familie ist das edelste und höchste Gebilde in der sittlichen Weltordnung, genau so, wie es das Crystall in der stofflichen Welt ist. Wie der formlose Morast für die Körperwelt die Verleugnung jeder Spur einer edlen Form bedeutet, so in der moralischen Welt die Sippe. Sie ist ein wildwachsendes Gestrüppe gleichsam, das höchstens noch als ein Mittel zur Fortpflanzung der Gattung angesehen werden kann. — Wer da bedenkt, daß die Ausgestaltung der Familie selbst unter dem Schutze des Rechts die höchsten moralischen Anstrengungen fordert, der wird voller Bewunderung vor den Tugenden unserer Vorfahren in Aegypten sich verbeugen. In der Kraft, Familien zu erhalten, liegen die starken Wurzeln, welche dem israelitischen Stammbaum eine so unverwüstliche Dauer gegeben. Nun erklärt sich auch die auffallende Thatsache, wie es denn kam, daß bei den Ausschreitungen, denen sich die Israeliten in Schittim hingegeben, der Zorn Gottes über sie in einem Maße entflammte, wie dies bis dahin noch nie vorgekommen. Die Fäulniß wollte damals an Israels Wurzeln greifen. Seine Familienverfaffung sollte aufgehoben und in eine solche der Sippen erniedrigt werden. Die sinnvolle Sprache unserer heiligen Thora weiß das Verhängnißvolle des Anschlages in zwei kurzen markigen Zügen darzuthun. Auf der einen Seite stand Simri ’j^eb^ ex tve sw: das Haupt eines simeonitischen Familienstammhauses als Verführter, auf der andern Seite rx rz 'ete, Tochter des hee ex jve jtex tptn Häuptling einer midianitischen Stammsippe. Als daher die Stunde der Freiheit für Israel geschlagen, sollte es den ägyptischen Boden nicht verlassen, ohne dem edelsten sittlichen Gebilde, das es unter so namenlosen Drangsalen zu behaupten verstanden, eine großartige Huldigung zu bereiten, ntr rs mp** rvE*? ntr riiEx rrc*?. „Ein Lamm für jede „Familie," ein Lamm für „das Haus." — Nur solcher Maßen ward Israel der Gnade, wie sie sich in der Erlösung bekundet, für würdig befunden. Als Sklavenvolk in dieser wahrhaft vornehmen Verfassung, triumphirte es in seinem größten Elend über seine Bedrücker, die nur formlose Sippen zu erhalten vermochten. Wie tief war die Erkenntniß unserer Weisen gegründet, wenn sie den Preis des hohen Liedes :x EpEj?n njtsw prrt rhzzr. „Ich bin die Saronslilie, die Rose aus den Thalgründen," auf das in Aegypten schmachtende Israel so umdeuten: :x ’:x rcran xn :x n:t>rtrE wj-'E •iiEEnn,n:’pnwTE**i\*Ei?Ei|'i?^E '^EnTi^n, „Ich bin

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