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Der Israelit · 1901-01-17 · Heft 5 (17.1.1901) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
42 (1901)
Issue
Heft 5 (17.1.1901)
Date
1901-01-17
Page
– (sequence 1)
Language
German
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42. 34 M S Jer Israelit. Ein Aenlrat-Hrgan für das orlyodore IudenIHum. Begründet von Dr. Ifl^mann in Htninf. Donner st ag, den 17. Januar 5661 (1961). Leitender Artikel. —uor-rsor. Kilt MktnchMll j«r M Zahrstikr des prt»Wei> Künigtliumä. Von Siobb. Dr. Max Beerrnann, Insterburg. Mit dem 18. Januar 1901 schließt der weitgespannte Ring zweier Jahrhunderte, seit Friedrich I. dem durch die Riesenkraft des großen Kurfürsten neuaufgebauten brandenburgischen - Staate den hehren Glanz der preußischen Königskrone verlieh, und aus dem lauten Weltgewühle findet sich unser Volk an diesem Tage zu sinnender Betrachtung an heiligen Altären zusammen und mit erneuten Treugelübden schaaren sie sich alle, Herz an Herz, Haupt an Haupt, um die geliebte Herrscherfamilie. Ueberall im weiten Vaterlande, wo die Ostsee ihre blauen Wogen schwellt und wo das Nordmeer mit tosenden Wellen rauscht, wo schneeigte Vergriesen den Himmelssaum berühren, und wo im breiten Bette majestätische Ströme ihre Wasser führen, am Strande der Weichsel, an den Fluren des Rheins, südwärts, wo die Alp erglänzt, nordwärts, wo Dünen Haiden begrenzen, überall ist heute ein Gefühl lebendig, ist heute ein Empfinden mächtig: die hingebende Liebe zum glorreichen Königshause. Und wir Juden? — Wir, die wir jedes Königthum, das wie das preußische zur Befestigung von Recht und Gerechtigkeit von Religionswegen als eine göttliche Einsetzung, als ein Abglanz der himmlischen Herrschaft zu verehren gehalten sind, wir, denen man unter Mitwirkung dieser preußischen Könige Schritt für Schritt die Anrechte an den Gütern des Vaterlandes zuertheilte, denen man stufenweise auch den Kreis der Pflichten erweiterete und veredelte, vom drückenden Leibzoll bis zum erhebenden Dienst für des Landes Sicherheit und Freiheit, brauchen wir es erst zu sagen, daß wir uns mit den anderen Bürgern unseres Vaterlandes einig fühle-? Auch in unserm Herzen regt sich die dankbare Erinnerung an Herrscherarbeit und Fürstentreue königlicher Hohenzollern, auch wir weihen treues Gedenken den Begründern und Mehrern der preußischen Monarchie, den siegreichen Lenkern der Schlachten, den wackern Schirmherrn des Friedens, den unermüdlichen Wardeien für ihrer Völker Wohlfahrt. Tlnd unser Denken und Gedenken wird zum Danken: i-v n-nx feers* nrx v^x 'n;cr nrctt p’mo mar »‘•b nty »a „Ewiger, mein Gott bist Du, Dich erhebe ich, Deinem Namen danke ich, denn Du wirkest Wunder, Deine Waltung schauen wir aus der Ferne, Deine Treue, Deine Kraft!" Doch nicht von blutigen Waffentänzen sei die Rede, nicht von den kriegerischen Großleistungen preußischer Könige spreche unsere Festbetrachtung; — was uns Juden unserer religiösen Richtung und unserem Streben nach immer größerer Verbreitung und Erfüllung der Cultur- und Gesittungsaufgaben so gemäß ist, dem sei das Wort geliehen: zu zeigen, wie Preußens Könige in den Werken des Friedens, in den idealen Interessen des Volkes, in Wahrung und Schirmung von Recht und Sittlichkeit np-ixn ustroz n-ycbi -;rx prnb, von Bildung und Duldung ihren Unterthanen leuchtende Vorbilder gewesen sind, wie sie Brunnen der Humanität gegraben haben, so daß die dankbare Begeisterung aufjauchzt: 'bv zv 'm: nro cn» jtter -xz nb ixz Auf, stimmt an das Brunnenlied, denn Brunnen haben unsere Fürsten gegraben, Quellen unseres Volkes Edle ausgehöhlt. Das Staatsgebäude, das der große Kurfürst zu neuem Dasein aus seinen Trümmern erstehen ließ, dem der prachtliebende Friedrich I. den klangvollen Titel eines Königsreiches erwarb, ihm gab der pflichternste Friedrich Wilhelm I. Ordnung und Festigkeit. Sein rauhes Wesen, seine barsche Art darf nicht beirren, nznx «n xjpm pnx „Liebe Recht, hasse Unrecht" war sein

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