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Der Israelit · 1900-12-31 · Heft 104 (31.12.1900) · page 17

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Journal
Der Israelit
Volume
41 (1900)
Issue
Heft 104 (31.12.1900)
Date
1900-12-31
Page
– (sequence 17)
Language
German
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Jüdische Gesdiidde.Jl^ tmd Litteratur. —S Herausgegeben von Or. Ij. Lövrenateln. Erscheint einigemal im Quartal in der Starke von mindestens einem Bogen. — Alle für diese Reilase bestimmten Manuscnpte und Anfragen sind an Herrn Bezirks-Rabbiner Dr. Löwenstein. Mosbach (Raden) zu richten. ILTr. Q — Beilstgre zu HSTr. 104des „Xorgielit.4 Die Juden im Eisass vor und während der Schreckensherrschaft. (Fortsetzung.) XIII. Für Leute, die derart kurz Vorgehen, waren sogar die bestbegründeten Einwände auf gleiche Weise verdächtig. Zwei andere .'Repräsentanten. L6mane uul Baudot, erliessen auch in Strassburg eine Bekanntmachung, des Inhalts „dass Diejenigen, welche Bittschriften von mehr als 10 Linien einreichen, in Verdacht geraten, der Revolution Schwierigkeiten zu bereiten“. Alexander hatte durchaus keine Lust, als „Hemmschuh der Revolution“ angesehen zu werden, noch viel weniger wollte er am ..Grab der verbündeten Schaaren“ Anteil haben; er beeilte sieb deshalb, einen Teil seines Eigentums zu verkaufen und leistete am gleichen Tage eine erste Abschlagszahlung von 50,000 1 Alsdann versuchte er, die weitern Einzahlungen in die Länge zu ziehen. Allein das Schicksal des alten Mayno, eines der reichsten Kaufleute von Strassburg-, der auf Befehl von Saint-Just am 8. November guillotinirt wurde, weil er die 300,000 1.. mit denen er besteuert wurde, nicht bezahlt hatte, überzeugte ihn bald, dass man die Befehle der revolutionären Prokonsuln nicht umgehen dürfe. Vom 18. bis zum 27. Brumaire (8. bis 17. November) sehen wir ihn täglich einige tausend Franken zur Militärkasse bringen, sei es dass er seine Kapitalien nicht schneller flüssig machen konnte, sei es dass er immer noch hoffte, billiger davon zu kommen. Als er auf diese Weise loo,ooo Franken entrichtet hatte, setzte er von neuem wieder 10 Tage aus. Aber das Komik e der allgemeinen Sicherheit behielt ihn im Auge und entschied am 5. Frimaire. dass man ihn in's Gefängnis schicke, wenn er nicht unverzüglich den Rest bezahle. Am 7. und 8. Frimaire trug der unglückliche Bankier noch einmal 11>0,(>«'«> 1. zu dem Generalschatzmeister des Heeres, dem Bürger Blanchot. der ihm am gleichen Tag hierüber Quittung erteilte. Das Aufsichtskomite zeigte etwas mehr Grossmut gegenüber Marx Beer, einem Schwager Alexanders, dessen Anteil in der Sitzung vom 15. November herabgesetzt wurde, weil er seinen Bürgersinn gezeigt hatte. Ein anderer Beer, namens Baiuch. der Schwiegersohn unseres Fabrikanten, konnte nicht die gleiche Gunst erlangen, wegen oder unter dem Vorwände seiner politischen Haltung „da er noch nie Beweise seines Patriotismus geliefert hatte.“ XIV. Wenige 'Vage später gab es neuen und berechtigten Schrecken in der Mitte der israelitischen Bevölkerung unserer Stadt. Die Erfolge der Verbündeten an den Grenzen der Provinz erschreckten die Bevölkerung. erhöhten das Misstrauen der Konvents-Kommissäre und Hessen sie neue Massregeln gegen die elsässischen .Juden überlegen, welche sie der Geldgier und des Verrats beschuldigten. Am 29. Brumaire (19. November) schrieb der Repräsentant Baudot, der noch in unsern Mauern sich aufhielt, an seinen Kollegen Duval, um ihm anzuzeigen, dass „die Leute der Propaganda mit dem warmen Eisen des Vaters Duehesne angekommen sind, um die Stadt Strassburg umzugestalten“, dass „die Gesinnung des Volkes jeden Tag durch ihren Eifer und ihre Aufklärung Fortschritte

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