Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 41 (1900)
- Issue
- Heft 101 (20.12.1900)
- Date
- 1900-12-20
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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41. Jahrgang. Jg 1Q1. Der Israelit. Ern Aentrat-Hrgan für das orthodore IudenLHum. Begründet von Br. Xrfiumtin in fttainf. Donnerstag, de« 20. Dezember 5661 (I960). Unsere nächste Nnrnrner, eine Doppelnummer, erscheint Donnerstag, 27. Dezember. Da mit dem 1. Januar 1901 ein neues Quartal beginnt, so erlauben wir uns, die geehrten Abonnenten darauf aufmerksam zu machen, daß namentlich bei der Post das Abonnement frühzeitig erneuert werden muß, damit die Versendung keine Unterbrechung erleide. In der Postzeitungsliste pro 1901 eingetragen unter Nr. 3762. Neu eintretende Abonnenten (Postabonnenten gegen Vorlage der Postquittung) erhalten das Blatt bis Ende dieses Monats gratis. Im kommenden Quartal beginnen wir mit dem Abdruck einer ebenso spannenden wie lehrreichen Erzählung: Beim MUniUev ^4 von Robert Hänlein. eine Wir haben damit mehrfach .us unserem Leserkreise uns gegenüber geäußerten Wünschen, von diesem Meister der jüdischen Darstellung einmal wieder einen größeren Beitrag zu bringen, um so lieber entsprochen, als gerade das vorliegende Werk wie selten eines geeignet ist, das Hochziel, in deffen Dienst der „Israelit" »Hch gestellt hat zu fördern. Are Aedaction. Leitender Artikel. ZiltcmiiWmIlcs Mchrnii. Zum zweiurrdvier-igsten Jahrgang. Mainz, 18. Dezember. Alljährlich um die Zeit, um die uns das heitere Lichtfest grüßt, erreicht auch die Jahresthätigkeit des „Israelit" ihren Abschluß. Die Kämpfe und Siege, deren Gedächtniß das Chanukafest feiert, haben manches mit denjenigen gemeinsam, auf welche der Blick fällt, wenn er über die einundvierzig Jahre streift, welche seit dem ersten Erscheinen des „Israelit" in wenigen Tagen ihren Abschluß finden. Das Chanukafest weckt mit seinem Lichtgruß die Erinnerung an die merkwürdige Zeit, in welcher vor mehr als zweitausend Jahren die Nachkommen von Sem und Japhet, Judenthum und Griechenthum, zum ersten Male sich berührten. Alexander der Große hatte die gesammte damals bekannte Welt erobert und den Geist des Griechenthums mit seinen Tugenden und Lastern, seinem blendenden äußeren Glanz und seiner inneren sittlichen Fäulniß den unterjochten Völkern gebracht. Die Aufnahme dieses Geistes war für die heidnischen Völker jener Zeit ein bedeutender Fortschritt durch die Veredlung des Gemüths, welche die Pflege des Schönen und Anmuthigen zur Folge hatte. Für die Bekenner des Judenthums. welchen die Pflege des Göttlichen als Lebensberuf galt, war sie ein ebenso entschiedener Rückschritt. Für sie galt die japhetitische Cultur, die im Hellenismus ihre vollendetste Blüthe zeitigte, nur als Vorstufe der göttlichen Wahrheit. Dem Judenthum steht die innere Wahrheit höher, als die äußere Schönheit der Form. Ihre plastische Darstellung, die bei den Griechen die höchste Vollendung erreichte, ist den Vekennern des Judenthums überall untersagt, wo sie die sinnliche Leidenschaft fördert und so die Sittlichkeit ge-