Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 41 (1900)
- Issue
- Heft 100 (17.12.1900)
- Date
- 1900-12-17
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
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3111 Versuch mit der neuen Methode zu machen, so hätten!vir doch etwas Greifbares, wir wüßten wenigstens, wie sich die Theorie in der Praxis ausnimmt; wir wüßten dann aber auch — und das wäre uns die Hauptsache — worin wir gesündigt und was uns bessern würde. Zugegeben, daß durch „hebräisch formulirte Fragen" die geistige Thätigkeit unserer Kleinen angeregt und dadurch die Schulstunde für Lehrer und Schüler angenehm und heiter verläuft, so müssen wir uns aber doch fragen: „führt uns das zum Ziel?" Wie, auf welche leichte und angenehme Weise lernen die Schüler bei dieser hebräischen Conversation das Lesen? Nach der Finl'schen Schule lernen das die Kleinen ebenso um's Handherumdrehen wie das Schreiben. Herr Dr. Fink sagt da ganz naiv: „Hand in Hand damit wird die Darstellung der hebräischen Schriftzeichen geübt. Ter Schüler schreibt (!) die ihm bekannten Worte auf." -Wie, wirkt vielleicht die hebräische Conversation auf den kleinen ABC-Schützen so fascinirend, daß er das Lesen und Schreiben ohne jede wesentliche Beibülfe des Lehrers sich aneignet? Wenn ja, dann treiben auch wir hebräische Conversation und sagen uns, „das hebräische Lesen, bisher die geistestödtende, mechanische Thätigkeit vieler Monate, die schließlich in die leere Luft verhallt, wird hier zu einer Neben Verrichtung des lebensvollen hebräischen Anschauungs- und Gedankenunterrichts." Jedoch vorläufig werden wir gut daran thun, uns auf die Wunderkraft der hebräischen Conversation nicht zu verlassen, und uns vielmehr der allerdings nicht leichten Aufgabe unterziehen, unseren Kleinen die entsprechende Fertigkeit im hebräischen Lesen und Schreiben nach unserer erprobten Manier beizubringen. Auch hinsichtlich des Pentateuchunterrichts für die ersten Jahrgänge verstehen wir es wohl — auch ohne vorausgegangene hebräische Conversation — denselben so zu gestalten, daß er nicht geistestödtend aus die Scküler wirkt, verstehen wir es wohl, dem todten Buchstaben Leben einzuhauchen. W i e wir dieses Sprachv e r st n ndniß erzielen, das zeigen unsere Schulen. Was unserer Methode noth thut, das erfahren wir auf unseren Lebrerversarumlungen. -- Sollte aber mit der Zeit die „zionistische Bewegung" großer und intensiver, sollte infolge besonders günstiger Umstände die hebräische Sprache unsere Umgangssprache werden, dann tritt auch an uns Lehrer die Nothwendigkeit heran, neben Sprach verständniß auch Sprach s e r t i g k e i t zu erreichen. Dann — nolens volens hebräische Conversation! Mrrreigen. Für den folgenden Thril ist die Rcdaction nicht verantwottlich. ichtaß der Inseratenarrvahme ist stets: fSr die Montagsnnmmer, Sonntsg Früh S Uhr, für die Konnerstagsmrmmer« Mittwoch Mittsa 12 Uhr. [Ufer Statt «langt regelmäßig Montag und Donnerstag ln den Abendstunden jura Ders ndl. Deklamationen wegen rn Witten «intressens b». rde «an det der betressende» Postanstatt pr machen. Offerten auf Chisserannoncen werden täglich, mtt Ausnahme von Samstag und Kanntag, «eiterbesSrdert. Mir suchen zuin 1. Jan. o. später einen unbescholtenen gewandten 18697 Schachet, welch, den Posten eines Synagogendieners bekleiden muß und wenn möglich auch a. Hilfsvorbeter aushelfen kann. Gehalt anfangend ikh M. 1200, steigend bis M. 1500 u. Nebenverdienste. Wöchentlich nur zwei Schlachttage. Meldungen nebst Zeugnissen inländischer Bewerber sind an uns zu richten. Mstillijj Der LWMil- GtlnMt Lotst. Junge, der die Brodu. Feinbäckerei erlernen will, zum baldigen Eintritt gesucht. 18663 L. Rosenthal, Bäckerei, Friedberg (Hessen). J. €♦ Eberhardt, Speyera.Rheiti. Königl. Bayer. & Grossh. Bad. Hoflieferant. Gross-Handlung in Flussu. Seefischen. 3 (956 ~ Ä s -S £ ög* P cv I T er 5 Rtielnkachs -Ai scheret. Lromxte billige nnä gute Bediennng Mpott von ff. Ktaugeu-Kpargei & Mlzer- Feinütes gemästete» Ganz. Geflitgel als: Poularden. Kapaunen. Truthühner. Enten und Tauben. "ibg Halbkchit's Wiirftfabrik. M«i»z. vL'2 Unter Aufsicht Sr. Ehrwürden Herr Dr. Bondi hier Empfehle meine cki- Wurst- $ Fleischwaaren Spezial.: Cervelat^ Salami, Kochwurst, Leberwurft re. re. Versende nach^auSwärts von 10 Mk. an franco, für Hotels und Wiederverkäufer günstige Bezugsquelle. Restauration: kalte und^warm<Speifen zu jeder Tageszeit für Fremde. SamStägS nur gegen vorherige Anmeldung. 18745 Achtungsvoll A. Halberstadt. Die hiesige u/uu, vcrbu"d. mit d. Borbeteru. Schächterdienste ist per Jan. zu besetz. Fixes Gehalt betragt bei fr. Wohnung Mk. 600.— Nebenverdienst u. Einnahme aus der Schechitah betragen Mk. 400— Seminaristisch gebildete Lehrer (verheirathete bevorzugt) belieben sof. ihre Zeugnißabschrtften an den Unterzeichneten Vorstand einzvsenden. 18705 Wiesenbronn, 10. Dezbr. b. Krtzingen a. M. A. Rostmann. ^ür unser Manufactur- und y Herren-Confections-Gesch. uchen wir zum baldigen Eintritt einen ___ [8743 Lehrling Jos. Jakob Söhne, Neunkirchen, Bez. Trier.