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Der Israelit · 1900-12-17 · Heft 100 (17.12.1900) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
41 (1900)
Issue
Heft 100 (17.12.1900)
Date
1900-12-17
Page
– (sequence 12)
Language
German
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m '2102 Unfall arbeitsunfähig, so erhält er noch mindestens neun Monate sein volles Gehalt; 4. nach dem Tode des Cultusbeamten erhalten dessen Wittwe oder unmündige Kinder noch mindestens drei Monate das volle Gehalt; 6. jede Gemeinde ist verpflichtet, nach Maßgabe ihrer Leistungsfähigkeit ihren Cultusbeamten in eine Pensionskasse oder Lebensversicherung einzukaufen; 6. der Cultusbeamte erhält jedes Jahr einen bedingungslosen Urlaub von wenigstens vierzehn Tagen. — kl. Daß eine ständige gemischte Commission von Mitgliedern des „D.-J. G.-B." und Cultusbeamten berufen werde, die nach Art der Gewerbegerichte in Streitfällen zwischen Gemeinde nud Cultusbeamten zu vermitteln, Vergehungen des letzteren zu rügen, diesen vor Uebergriffen der Gemeinde zu schützen und Uber die Stichhaltigkeit von Kündigungsgründen zu entscheiden hat. — III. Daß die Cultusbeamten durch Zuwendung einiger Geldmittel in den Stand gesetzt werden, sich eine Centrale zu schaffen, wo ihre gesummten Standesinteressen eine Vertretung finden. Mit dem bestehenden jüdischen Lehrerverbande hat die Cultusbeamtenschaft eine nur ganz geringe Interessengemeinschaft. Diese von uns vorgetragenen Wünsche sind wahrlich nicht zu hoch gespannt; sie enthalten unsrer Ansicht nach nur ein Minimum dessen, was einer im heiligen Dienste stehenden Verufsgemeinschaft gebührt. Aber wir begnügen uns mit wenigem und wollen zufrieden sein, wenn unserem Stande das zu Theil wird, was ihm leidliche Existenzbedingungen und die n'öthige Autorität sichert. Leidliche Existenzbedingungen und die n'öthige Autorität, das ist es, was wir für unseren Stand wünschen. Sollte der „D.-J. G.-B." nicht denselben Wunsch für uns hegen? Derselbe hat bis jetzt auf allen Gebieten des jüdischen Gemeindclebens Hervorragendes geleistet, hat allen guten und edlen Bestrebungen innerhalb der deutschen Judenheit die wohlwollendste Förderung und Fürsorge angedeihen lassen und sich stets als Freund und Gönner der religiösen Diener des Judenthums erwiesen. — Sollte dasselbe Wohlwollen und dieselbe Fürsorge nicht auch für uns vorhanden sein? Wir zweifeln nicht daran; — und darum hoffen wir zuversichtlich, daß unsere Bitte bei einem Wohllöblichen Ausschüsse des „Deutsch-Israelitischen Gemeinde-Bundes" inniges Verständniß u. wohlwollende Berücksichtigung finden werde. Ein Exemplar des oben erwähnten Vortrages gestatten wir uns ganz ergebenst beizulegen. Einem gütigen Bescheide z. H. unseres Schrist- *) Diejenigen Herren Kollegen, denen diese Petition zur Unterschrift s. Z. nicht zugegangen, die aber mit deren Inhalt einverstanden sind, werden ersucht, ihre diesbezügliche Ansicht ungesäumt dem Schriftführer mitzuthellen. führers, des Herrn Prediger B ä h r *) in Waldenburg in Schles. entgegensehend, zeichnet mit vorzügl. Hochachtung eines Wohllöbl. Ausschusses ganz ergebenstes Comitee zur Hebung der wirthschaftlichen und sozialen Lage der Deutsch-Jsr. Cultusbeamten. gez. Bähr, Prediger in Waldenburg i. Schl.; Brock. Kantor, Hicschberg; Friedmann, Qberkantor, Berlin; Goldbera, Oberlantor, Chemnitz; Helischkowski, Kantor, Schneidemühl; Loewenstein, Prediger, Glotz; Rawitscher, Kantor, Schweidnitz; Rosenbaum, Kantor, Königshütte a. S.; Schloß, Kantor, Landeshut; Singermann, Oberlantor, Ratibor O.-S. München, TA Dez. Aus der hiesigen Cultusverwaltung hatten turnusgemätz sechs Mitglieder auszuscheiden. Bei der am 9. dss. stattgehabten Wahl wurden sämmtliche Ausscheidende wiedergewählt und zwar die Herren A. O s n e r , Rechtsanwalt, mit 203, Albert Landauer, Rentier, mit 202, Mich. N u ß b a u m , Rentier, mit 201, Moriz Balten, Fabrikant, mit 198, Karl F r i e d m a n n , Sensal für Immobilien, mit 197 und Salomon H e ß l e i n , Rentier, mit 191 Stimmen. Worms, 12. Dez. Vergangenen Sabbath wurde in der hiesigen Synagoge eine Berith. Miloh abgehalten; seit dreißig Jahren wurde der religiöse Akt dort nicht mehr vollzogen. Als Gevattersleute fungirten Herr Adolf Lob I. und seine Frau Elise geb. Cahn, welche dieses Amt in wohlthätiger Weise ausgeübt hatten. Rach dem religiösen Akt versammelten sich die Anwesenden zu einem kleinen Mahle bei Geschwister Klein, wobei Herr Commerzienrath B a r u ch das wohlthätige Wirken der Löb'schen Eheleute zu jeder Zeit und bei allen Gelegenheiten hervorhob. Möge es denselben vergönnt sein, noch recht lange Gutes zu wirken. vermischtes Berlin, 12. Dez. Der Neubau eines zweiten jüdischen Krarckenhaufes ist von den Nepräsentanten der Be.ltner jüdischen Gemeinde abpelebnt worden. Briefkasten der Redaetion. W. in Hamburg! Tie uns zum Abdruck empfohlene Erzählung.' „Der .Irrenarzt" aus der aesandten dor-igen Peilung bat bereits im Jahre 1874 wörtlich so im „Israelit" gestanden. S. G. Z.. 16. März 1888 gleich 4. Nissan 5648. Die Sidra ist '*• Briefkasten der Expedition M. H. in C.: Adresse lautet: Jonas Säger in Kolomea (Galizie.i). K. H. in I.: Mk. 4.— empfangen.

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