Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1900-10-18 · Heft 82-83 (18.10.1900) · page 27

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
41 (1900)
Issue
Heft 82-83 (18.10.1900)
Date
1900-10-18
Page
– (sequence 27)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2446951-2449049-2449125--51742-2502315
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

1701 Kreisschulinspektors ziehen ganz besonders die durch die Königliche Regierung zu Aurich an alle Kreisschulinspettoren versandten Ausführungen des Königlichen Herrn Regierungs-Präsidenten zu Arnsberg, die sittlichen Gefahren der Schuljugend durch Automaten betreffend, die Aufmerksamkeit der Konserenztheilnehmer auf sich, und führen zu der Erklärung, daß die vorgebrachten Bedenken berechtigt sind und Abhilfe dringend erheischen. Gegen 12 Uhr wird darauf die freie Konferenz unter dem Vorsitze des Kollegen Levy - Nordau im Nordheimer'schen Gasthofe fortgesetzt. Nach Erledigung einiger geschäftlichen Angelegenheiten berichtet Kollege L ö w e n st e i n - Jever über „die Abänderungs-Vorschläge des ostpreußischen Vereins zu den Satzungen der Pensions-, Wittwen- und Waisenkasse des Verbandes" in kurzer, aber übersichtlicher und treffender Weise und empfiehlt der Versammlung, für baldiges Inkrafttreten der Verbandskaffe stimmen zu wollen. Darauf erklärt die Konferenz, daß sie mit den diesbezüglichen Beschlüssen des Provinzialvereins zu Hannover vom 7. Juni 1000 einverstanden sei und dementsprechend die Vorschläge des ostpreußischen Lehrervereins ablehne. Die Thesen, zun: Verbands-Thema gehörig, sind inzivischen eingegangen und erhalten in folgendem Wortlaut die Genehmigung der Versammlung: 1. Der systematische Religionsunterricht als besonderer Unterrichtsgegenstand empfiehlt sich nicht für Unter- und Mittelstufe, weil die fromme Gesinnung bei Kindern in diesem Alter nicht durch Aneignung von abstrakten Lehrsätzen, sondern am besten durch die biblischen Erzählungen und durch Anknüpfung an den Gebet- und Pentateuch-Unterricht geweckt werden kann. 2. Der systematische Religionsunterricht ist jedoch für die Oberstufe empfehlenswerth, weil er eine Zusammenfassung des bisherigen Unterrichtsstoffes ermöglicht, und diese Wiederholung und Einprägung in kurzen Sätzen geeignet ist, den Schüler in reiferen Jahren zum religiösen Denken und Thun anzuregen. Es folgt die Vertheilung des Arbeitsplanes für die nächstjährige Konferenz. Kollege Herzberg- Oldenburg wird für die Abhaltung des Verbands- Themas vorgemerkt, im stalle der Ablehnung erbietet sich Kollege L ö w e n st e i n - Jever zur Uebernahme desselben. Die Abhaltung einer Lehrprobe wird Speyer- Sögel übertragen, und der Unterzeichnete erklärt sich bereit, über „Dr. Schmeils Bestrebungen auf dem Gebiete des naturkundlichen Unterrichts" zu referiren. Das Korreferat hierzu übernimmt Kollege Klei n - Norden. Die Bestimmung über Ort und Zeit dieser Konferenz bleibt dem Vorsitzenden in Verbindung mit dem Herrn Landrabbiner Dr. L ö b Vorbehalten. Damit schließt die 10. Konferenz. Der Schriftführer: B. W o l f f - Aurich. (Plenarversammlung.) Iliilfrpfciiiifläimiii isr. Rlim, Mtm» uni) Wskil MttmbtW. iöCZXX— Am Mittwoch, 8. August d. I., fand in der Restauration Westheimer in Stuttgart die Plenarversammlung des israelitischen Lehrer-Unterstützungsvereins statt. Dreißig Lehrer betheiligten sich an derselben und wurde es mit besonderem Wohlgefallen bemerkt, daß fast sämmtliche jüngeren Lehrer unseres Landes, im Gegensatz zu älteren Kollegen, sich eingefunden hatten. Als Gäste waren anwesend die Herren Bezirksrabbiner Dr. Stößel-Stuttgart, Straßburger-Göppingen und der Lehrer der israelitischen Schulamtszöglinge zu Eßlingen, Dr. Kahn. Um O'j Uhr erösfnete der Vorstand des Vereins, Vorsänger S ch mal- Ludwigsburg, die Versammlung mit folgenden Worten: „Wir sind heute, wie alljährlich, zusammengekomittert, um über fragen, die uns am Herzen liegen, zu berat heu und heiße ich Sie Alle von Herzen willkommen. Unsere Tagesordnung umfaßt vier Punkte: 1. Kassen, bericht, 2. Referat über unsere Druckschrift, 3. Bczah- | lung der Kirchendienste und 4. Regelung der kirchlichen Verhältnisse Württembergs. Ich denke, daß diese Gegenstände unsere Zeit vollständig in Anspruch nehmen. Drei angemeldete Vorträge mußten zurückgestellt werden, doch werden dieselben wohl auf die Tagesordnung einer der nächsten Versammlungen gesetzt werden können. Das Gesetz vom 31. Juli 1899 hat unsere Eintonimenverhältnisse nicht unbedeutend hinaufgebracht und dürfen wir dafiir unseren Landständen und unserer hohen Regierung, die uns in Allem unseren christlichen Kollegen gleichgestellt hat, Dank wissen. Mit dieser Aufbesserung Hand in Hand ging aber eine Vertheuernng fast sämmtlicher Lebensbedürfnisse und dürfen wir in dem Streben, unsere Lage immer mehr zu bessern, nicht Nachlassen. Unser Verein betheiligte sich an dem 26jährigen Amtsjubiläum des Mitgliedes Adler in Aufhausen,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.