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Der Israelit · 1900-08-02 · Heft 62 (2.8.1900) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
41 (1900)
Issue
Heft 62 (2.8.1900)
Date
1900-08-02
Page
– (sequence 1)
Language
German
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41. Jahrgang. M «2. Der Israelit. Ein KenLrat-Hrgan für das orthodoxe Zudentßum. Begründet von Dr. fe^matm in Wt«inr Donnerstag, den 2. August 5660 (I960). Leitender Artikel. Bitte >li» ftiudö Hielt Wnltleit uni Silnrlirit Von Rabbiner Dr. Daniel Biuk, Wien. VII. (Schluß.) Der Zusammenhang ist vielmehr folgender. In Nacheiferung des von Achitofal berichteten Beispieles hatte Nb. Seira es versucht, in jedes der drei täglichen Gebete eine Bitte betreffs eines persönlichen Anliegens einzuflechten. Als ihm dies mißlang, hielt er sich auf Grund seiner Erfahrung schon für berechtigt, die von Rb. Abtcha im Namen des Rb. Elasar vertretene Ansicht veZMrfen, wonach von einem herzhaften Gebet^/wenMUns eine derartige Einschaltung, welche bei den zweß Übrigen täglichen Gebetsverrichtungen jedesmal zu wjederbolen wären, gefordert wird. Der Talmud verirrst jedoch diese Schlußfolgerung, weil er die Gefahr dn Ablenkung nur dann für gegeben hält, wenn in jedes der drei täglichen Gebete eine andere Einschaltung vorgenommen wird, nicht jedoch, wenn ein und dieselbe in sämmtlichen wiederkehrt. Diese Ansicht erhält ihre durchschlagende Beweiskraft dadurch, daß Rb. Elieser und Rb. Abuha, die Vertreter der gegnerischen Ansicht, selbst auf Grund des von ihnen befolgten Brauches — eine Einschaltung, sei es in Form einer besonderen, oder im Anschluß an eine der formulierten Bitten vorzunehmen — zur Unterstützung der gedachten vermittelnden Meinung angeführt werden. Die Auffassung des jerusal. Talmud deckt sich demnach mit der des babylonischen, indem beide darin übereinstimmen, daß die verschiedenen Auslegungen, die der Lehrsatz des Rb. Elieser erfährt, keineswegs einander aufheben. Sie wollen vielmehr nur verschiedene Merkmale derselben Sache, welche sich gegenseitig durchaus nicht widersprechen, anführen. „Es ist demnach unzweifelhaft, daß genau das Gegentheil dessen richtig ist, was der Gewährsmann des Herrn Geh. Regierungsrathes als die Ansicht des Jerusal. Talmud hinstellt." Wie stellt sich nun die Sache bei unseren Dezisoren? Wir lesen im Rambam Hilch. Tefillah, Cap. 4. Absatz 16 im new xSi D’yjnrm nn:s bbvri' ’b -|Sm ‘tmD xsfij „Alsdann bete man in innerer Sammlung angelegentlichst, verrichte sein Gebet aber nicht wie wenn Jemand eine Last trägt, sie von sich wirft, um alsdann weiter zu gehen." Maimonides führt hier in Umschreibung des von Rb. Elieser gebrauchten Ausdruckes Mp drei Merkmale an. In der Wendung b i'rni nxen stri: ">nv> 'M ist die Wiedergabe der Auslegung des im vorigen Artikel angeführten Rb. 'tx *12 spy des babylon. Talmuds unverkennbar. In dem andern Merkmale nn j s gibt Maimonides offenbar die Ansicht der fjsn im babylon. Talmud ppbs noix Sd wieder. So endlich wird aller Wahrscheinlichkeit nach der Ausdruck den wir mit vollem Bedacht mit „angelegentlichst" wiedergegeben, der Ansicht des spT "n hm n s n ns tt>nnb bis' n' x bs entsprechen. Wer dagegen den Maimonides so liest, wie es der erwähnte Gewährsmann thut, der läßt ihn in nichtssagendem, bei einem Denker feines Schlages geradezu unerhörten Redeschwulst sich ergehen. Ebenso begegnen wir im Tur orach chajim Cap. 98 einer dreifachen Anschaung des Ausdrucks dahin lautend: rrosi nnes ppson ens D':i:nn -pn bbtm ND2 iLvnb trpaoi rxe>M rbv nx-m ithm „Man bete auf angelegentliche Weise wie ein Armer, der an der Thür bettelt, und in Sammlung, so daß man das Gebet nicht als eine Last hinstelle, von der man enthoben zu sein wünscht." Hier kommt wieder das erste Merkmal -pn nres rpscn uor E*:i:nn deren Auslegung i:\xr bs

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