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Der Israelit · 1900-07-30 · Heft 61 (30.7.1900) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
41 (1900)
Issue
Heft 61 (30.7.1900)
Date
1900-07-30
Page
– (sequence 11)
Language
German
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WWWWWGMWMWMUWWMM'WWM rwwmmi. 1251 'Ji.idH’Cin bio '.licbm'luui bcy „Israelit" unseren! <ct[!U'i)i'ii, den Wanten des Einsenders ,01 nennen, nicht eilisp re eben zu tömieu glaubt, fordern ivir denselben niennit vife ist lieb uns. uns seiner Anonymität heraus ',!>treten, damit wir ihn wegen aller wider uns gerichteten Beschuldigungen zur Verantwortung ziehen tonnen. Für heute begnügen wir uns damit, den Lesern den wabreu (Sachverhalt betr. des erwähnten Bvrhanges zu ,'uterbreiten: (Seit HO Jahren, so lange die heutige Synagoge besteht, hat n i e in n l s ein Vorhang vor der lieiligen Lade, die in ihrer Ausführung ein Kuustlverl durstelli, gehangen', die Vorhänge finden inner I, u l b der heil. Lade, dirett vor den Thorarosten, ihren Blast. Gines Tages nun, vor ra. zlvei Jahren, als nicht die heutige, sondern die frühere Verwaltung am Ruder, tvar aus einmal ein ä u st e r e r Vorhang aufgehangen, gestiftet von dem nun verstorbenen Herrn Leopold Salvmon, dem damaligen Repräsentanten- Vorsitzenden! 'Von dieser Steuerung waren sowohl die Gemeinde, als auev speziell der frühere Vorstand derart unangenehm überrascht, dast der frühere Vorsitzende des Vorstandes, Herr V-. Günther, unter dem Ausdrücke seiner B.istbilligung über solche willtürliche Uebergriffe er tlärte, dast er den Vorhang, wenn er nicht von seinem T-rcunde Leopold Solomon gestiftet loäre, sofort würde li e r u n t e r r e i st e n lassen, so aber solle er nickst länger als ein Jach: a u st e n hängen bleiben. 'Nachdem indest nach Ablauf dieses Jahres nichts weiter geschah, so befasste sich die heutige Verwaltung in rorrerter Weise mit der Vorhangsfrage. Tie stlerlvaltung erlstickte in der äusteren An l'ringung des ^Vorhanges einerseits eine Aenderung des liier eingeführten Gebrauches, und andererseits tvar der 'Vorhang dem durch einen Mechanismus erfolgenden selbstthätigen Oeffnen der heil. Lade hinderlich und störend. . In Folge dessen tvurde der Beschlust gefasst, diesen 'Vorhang gleich allen anderen Vorhängen innerst a l b der heil. Lade anzubringen. Die Verwaltung ging dabei von der Voraussetzung aus, dast der Stifter eines derartigen Geschenkes damit einverstanden wäre, dasselbe in der gebräuchlichen Form verwendet zu sehen, zumal, wenn der Zweck des Geschenkes in keiner Weise beeinträchtigt wird. Statt dessen verlangte Herr Salomon darauf sofort den Vorhang energisch zurück, sogar unter Androhung weiterer Sehritte und die Verwaltung hat, um Weiterungen zu vermeiden, diesem Gesuche entsprochen. Nach dieser wahrheitsgetreuen Schilderung überlasten wir das Urtheil über die Handlungsweise der Verwaltung getrost dem Leserkreise dieser Zeitung. Der Vorsitzende des Vorstandes: Raphael L o e b. Der Vorsitzende der Repräsentanten - Versammlung: Andreas N a t h a n. Türkei. ttonstantinopcl. Eine erfreuliche Nachricht bringt die hier erscheinende türkische Zeitung „Habatz": Die Juden von .Lonstantinovel haben an den Sultan eine Dank und GrgebenheitSadresse gerichtet, in welcher der Beschlnst mitgetheilt wird, aus Dankbarkeit gegen das türkische Volk, welches die Juden nie verfolgt hat, nunmehr die hispaniolische Sprache aufzugeben und fortan nur türkisch z» sprechen. In einer unter dem Vorsitze des (Lhacham Baschi stattgehabten Sitzung wurde dann beschlossen, die türkische Sprache in den jüdischen Schulen einzuführen, damit die Heranwachsende Generation schon von Jugend auf türkisch zu sprechen sich gewöhnt. T. Anzeigen. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. Schlust der Jnseralenannahmr ist Nrl»: für die Nlonlaysnmnmer, Sonntag Früh 9 Uhr, für die Donncrstagsnummer, Mittwoch Mittag 12 ttbc. An/er Klntt gelangt regelmäßig Montag und Donnerstag in drn Abendstunden N-rs ndt. xirclamatlonen wegen r« späten Eintreffen» «*- Itfbr man bet der betreffenden postanstalt su machen. Offerte» auf Chisserannancen werde» täglich, mit Ausnahme von Samstag und Sonntag, weiterbefördrrt. •>ur Uebernahme eines gut gebenden jnd. Restaurants in bester Lage in »vranffitrt a. Vl. werd. tücht. Leute gesucht. Offert, nnt. <>. l>43 an I. 5lansfniann, Buchhdg., Frankfurt a M. >174.st 1(in jg. Mann, der ununterv brachen 12 I. in d. Galanterie , Kurz u. Spielwaaren- Branche als Lagerist thätig, sucht weitere? (<ngagem,am liebst, in der Rahe v. Frankfurt. Off. wolle man unt. Rr. 5554 and.Geschäftsst.d.Bl. richten. Offene Stelle per sofort od. v1 per 1. August für einen tüchtigen 60111 mis, für Mauilfart., der schon kleinere Touren gereist, sowie als 4<oinptoirist und Verkäufer. Gute Zeugnisse erforderlich. Offert, nebst Ge haltSanfprüchc bei fr. Station gesl. an C*. 'daas. St. Ludwig i. lst._[4064 Wir suchen per 1. Septem- ^«?ber 1900 einen Religione«- lehrer, der vorbeten und schächten kann, mit einem Ge halt von 1000 Mark inrl. Nebeneinnahmen bei freier Wohnung. 15536 4<arl 5k»hn, Vorstand, Kallstadt, Rheinpfalz. ILin fein gebild. Mädchen wird in ein fronnneö Haus Frankfurts zu groß. Kindern gesucht. Off. u. M. B. 573 an 4l. I. Hofmann, Buch handlg.» Frankfurt a. M. [736 »G!G»iWO«G»,G,G Wir suchen zu den hohen Feiertagen einen Vorbeter; der auch gleichzeitig predigen kann» sehen aber hauptsächlich auf einen guten u. angenehm. Vortrag. Bewerbungen nebst Gehalts-Ansprüchen baldigst erbeten. [5546?kl Mstalli! iltk ZWMil- H. Blau.

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