Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 41 (1900)
- Issue
- Heft 55 (9.7.1900)
- Date
- 1900-07-09
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
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r TTT JfoySS <s$f~<=\S~ T T ii Jüdische Geschichte und Litteratur. Herausgege)>en von l)r. JL. liowensleln. erscheint aile Monat in der Stärke von mindestens einem Bogen. — Alle für diese Beilage bestimmten Manuscripte und Anfragen sind an Herrn Bezirks-Jiabbiner Dr. Löwenstein, Mosbach (Baden) zu richten. -- ISTr. S — IBeilstgro zu 3STx- 55 cLes „Israelit.“ Günzburg und die schwäbischen Gemeinden. (Fortsetzung.) Als Rabbiner von Pfersee unterschreibt 1745 R. Jizclmk Sek ei b. Menachem Etliausen das Sendschreiben, welches die Notabein des schwäbischen - Kreises nach Venedig zu Gunsten böhmischer Glaubensbrüder richteten.1) Etliausen war 55 Jahre im Rabbineramte und zwar 1710—14 in S c h na i 1t a ch, 1714—20 in Markt!) r e i t2), 1720—28 in Asch a ffe nburg, 1728—82 in Mainz und 1732—05 in P ferse e, wo er starb. Er ist Verfasser der RGA tx übm mit dem Anhang pr« nx, die v©n seinem Sohn Lob aus Heidelberg 1 765 in Druck gegeben wurden. Eine rituelle Anfrage von ihm steht in zpT rrw II Nr. 25. Heber die von ihm erteilten Approbationen s. Löwenstein, Kurpfalz 8. 244 n. 3, wobei noch jene zu irn 'd (1702) zu ergänzen ist, Der Nachfolger Etliausen’s in Pfersee war R. Binjamin Wolf Spiro, dem in einem alten Memorbueh besondere Frömmigkeit und aszetischer Lebenswandel nachgerühmt wird. Er war in Prag geboren und entstammte einer hochberühmten Familie, welche Männer, wie David Oppenheim, Jakob Reischer, Jonatan Eibeschütz, Jeclieskel Landau3), Koppel Frankel und Aron Mirels mit berechtigtem Stolz zu ihren 1) Vgl. Mtscli. XXXIV, 57 u. 276. 2) 1719 wurde ilim (las Rabbiuat Bamberg angetragen; cf. Sammelband VII, 18. 3) In mim JHU H"l&7 II, 67 wird Wolf Spiro erwähnt; eine Approbation von ihm findet sich bei dem Buch “131 rö’J3 von Benjamin Wolf in Kriegshaber (Karlsruhe 1783). Verwandten zählt. Sein Vater war Rabbiner Samuel Spiro (st. 1740); sein Grossvater Elia Spiro, Vrf. von xtsn .tEx: .tsi rr^x (st. 1712), war der Sohn des 1715 verstorbenen böhmischen Landrabbiners Benjamin Wolf Spiro, dessen Namen der Rabbiner von Pfersee trug (vgl. die Stammtafel Cat. Bodl. S. 2630). Letzterer verehelichte sich 1739 mit Mirjam4 5), der Tochter des R. Z’wi Hirsch Spitz in Wien.6) Aus dieser Ehe gingen drei Söhne hervor, Samuel, Salomon und Hirsch, die der Vater täglich von Pfersee nach Augsburg gehen Hess, um sie in modernen Wissenschaften ausbilden zu lassen. Samuel Levi war nahezu 27 Jahre Rabbiner in Worms6) und wohnte als solcher dem vorbereitenden , wie dem wirklichen Synhedrin in Paris bei, was Veranlassung zu seiner A. 1809 erfolgten Berufung nach Mainz als Präsidenten des Consistoire du departement de Tonnere (Donnersberg) gab; er starb daselbst nach langwieriger und schwerer Krankheit am 18. Tischri (12. Oktober) 1813 im 01. Lebensjahr (Mainzer Memorbueh; vgl. auch Wormser Memorbucli 8. 54). Seine Frau Pesla, Tochter des R Elchanan Abraham von W a s s e r t r ü d i n g e n’ 4) Der in vielen Beziehungen interessante hebräisch geschriebene Ehevertrag ist in meinem Privatbesitz 5) Sein Vater, Abraham Spitz, tler sieh u. A. durch Auslösung jiid. Oefangener in Ofen hohe Verdienste erwarb, war in Spitz am 25. Adar (21. März) 1636 geboren und starb in Wien am 30. Nissan (lß April) 1741 (Inschriften Nr. 376). Dessen Bruder Naftali Hirsch Spitz, Vrf. von pLN NTO, starb als Rabbiner von Worms am 16. Elul (17. September) 1712; vgl. Levysohn Epitaphien S 75; Wormser Memorbueh ed Berliners 24; Knufni: nn, aus Heine’s Ahuerisaal 8. 30). 6) Er wurde am 12. Chesebwan (20. Oktober; 1782 in Worms zum Rabbiner gewählt und trat diese Stelle am 39. Adar II (2. April) 1783 an.